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Wächter des Tages


04.10.2007 (I. Switil) Kategorie: Kultur

Bild: www.filmstarts.de

Das Horror-Fantasy-Spektakel „Wächter der Nacht“, das vor drei Jahren die Kino-Überraschung aus Russland war, hat endlich eine würdige Fortsetzung bekommen. Timur Bekmambetov hat Dank dem russischen Bestseller-Autor Sergei Lukyanenko eine hervorragende Ergänzung über den epischen Kampf zwischen Gut und Böse im heutigen Moskau geschaffen.

Handlung

Es gibt die Menschen und die Anderen, das sind zum Beispiel Vampire, Gestaltenwandler, Tiermenschen und Magier. Zwischen den lichten und dunklen Anderen herrschte Jahrhunderte lang Krieg. Nachdem keine der beiden Seiten einen Sieg erringen konnte, wurde der große Vertrag geschlossen. In diesem wurde festgehalten, dass die Tagwache, die von Dunklen gegründet wurde, die Lichten kontrollieren sollen. Im Gegenzug dazu wird auch die Nachtwache von den Lichten gegründet, die die Dunklen beobachten soll.

Der Lichte Anton Gorodezki (Konstantin Khabensky) arbeitet für die Nachtwache und bildet gerade Swetlana (Mariya Poroshina) aus, die im ersten Film als eine Andere erkannt wurde und zu einer großen Magierin ausgebildet wird. Die beiden verfolgen einen dunklen Magier, der wahllos Menschen tötet indem er ihre Lebensenergie aussaugt. Anton kennt den Täter. Es ist sein Sohn Jegor (Dima Martynov), den er selbst noch im Bauch seiner Mutter verflucht hatte. Jegors Mutter hatte Anton wegen einem anderen Mann verlassen. Da Anton dachte, dass sie von ihrem neuen Freund schwanger sei, verfluchte er sie und damit auch seinen ungeborenen Sohn.

Zur selben Zeit wird ein Zuwachs an unregistrierten Dunklen in Moskau verzeichnet. Eine dunkle Andere wird ohne eine Wunde an ihrem Körper tot aufgefunden. Da sie zuletzt mit Anton gesehen wurde, gerät er in den Verdacht, sie getötet zu haben. Er wird fortan von der Tagwache, angeführt von ihrem Gründer Sebulon (Viktor Verzhbitsky), gejagt. Anton selbst ist auf der Suche nach der Kreide des Schicksals, mit der die Geschichte umgeschrieben werden kann. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, denn wenn die Urgewalten von Licht und Dunkel, Swetlana und Jegor, aufeinander treffen sollten, ist die Menschheit dem Untergang geweiht. Ein Zusammenstoß ihrer Kräfte würde die Welt und sämtliches Leben zerstören.

Darsteller

Das Schauspieler-Team kennt sich bereits aus dem ersten Teil „Wächter der Nacht“. Die Rolle von Konstantin Khabensky, Anton Gorodezki, ist stets hin- und hergerissen, denn einerseits möchte er für die Nachtwache arbeiten, andererseits möchte er ein ruhiges Leben führen. Seine Liebe, die er zu Swetlana entwickelt, bringt ihn erneut in einen inneren Kampf, denn er kann sich nicht vorstellen, dass ihn eine große Magierin ebenfalls lieben könnte. Der 35-jährige Konstantin Khabensky hat bereits in mehreren russischen Filmen und Fernsehserien mitgewirkt.

Mariya Poroshina spielt die angehende große Magierin Swetlana. Ihre Rolle ist eine junge, extrem schüchterne Frau. Sie zweifelt oftmals an sich selbst und fürchtet sich davor, Anton Gorodezki ihre Gefühle zu offenbaren. Die 34-jährige Schauspielerin ist auch in Russland nur durch den ersten Film „Wächter der Nacht“ bekannt. Ansonsten bekleidete sie nur kleinere Rollen in Fernsehserien.

Regie führte einmal mehr Timur Bekmambetov, der bereits den ersten Film umgesetzt hatte. Für „Wächter der Nacht“ hat der 46-jährige bereits zwei Auszeichnungen erhalten, unter anderem auch eine Auszeichnung als bester Regisseur beim „Karlovy Vary International Film Festival“. „Wächter des Tages“ ist ebenfalls ein Erfolg: Der Film spielte bereits 30 Millionen US-Dollar ein, der erste Teil insgesamt „nur“ 16 Millionen US-Dollar.

Fazit

Wer die Bücher von Sergei Lukyanenko gelesen hat, geht mit einer besonderen Erwartungshaltung in die Verfilmungen. Der Autor baut seine Werke mit einzelnen Geschichten auf, in denen Probleme entstehen und dargestellt werden, allerdings nicht deren Lösungen. Erst in der nachfolgenden Erzählung kommt heraus, dass das Hindernis überwunden wurde, ohne dabei zu viel zu verraten, wie es geschah.

Genau hier, bei diesen Lücken setzen die Filme von Timur Bekmambetov an. Sie beantworten offene Dinge und zeichnen dabei zusätzlich eigene Figuren, Charaktereigenschaften und Handlungsstränge. Jene sind ergänzend, auch wenn sie nicht in einer anderen Form oder teilweise gar nicht in den Büchern festgehalten sind.

„Wächter des Tages“ ist wie sein Vorgänger ein Meisterwerk, das den russischen Geist der Romane in einer Hollywood gerechten Verpackung ins Kino bringt. Angereichert mit temperamentvoller russischer Rock-Musik und vielen einzigartigen Spezialeffekten, ist der Film ein besonderer Leckerbissen. Sowohl Action-, Fantasy- oder Horror-Filmfans, sowie jene Leser, die die Bücher mochten, werden den Film genießen.

Wie hat Ihnen „Wächter des Tages“ gefallen? Haben Sie den ersten Film „Wächter der Nacht“ auch gesehen? Haben Sie vielleicht auch die Bücher gelesen? Glauben Sie, dass die beiden anderen Romane auch noch verfilmt werden? Diskutieren Sie mit uns im Life-Go-Forum!



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