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Grippeimpfung - Schutz vor einer tödlichen Krankheit


09.10.2007 (D. Düllmann) Kategorie: Gesundheit

Bild: www.bodfeld-apotheke.de

Jedes Jahr im Dezember beginnt auf der Nordhalbkugel die Grippesaison. Noch lange hin denken Sie? Wenn Sie sich vor der Erkrankung schützen wollen, dann sollten Sie sich jetzt schon informieren, denn jährlich ist eine Vielzahl von Menschen von ihr betroffen. Circa 800.000 Arbeitsunfähige in der Altersgruppe der 16- bis 60-jährigen sind bereits bei einer milden Grippewelle in Deutschland zu verzeichnen. Bei einer Epidemie wie sie im Winter 1995 / 1996 vorgekommen ist, können weit über acht Millionen Deutsche betroffen sein.

Die Krankheit ist sehr ansteckend und schwächt die Abwehrkräfte des Immunsystems stark. Es können gefährliche Komplikationen auftreten, die in manchen Fällen tödlich enden. Die Grippe (Influenza) ist die Infektionskrankheit, die in Deutschland die meisten Todesopfer fordert. Eine Schutzimpfung kann Sie davor bewahren. Möglich ist sie ab dem sechsten Lebensmonat. Die „Ständige Impfkommission“ (STIKO) am Robert-Koch-Institut empfiehlt die Präventionsmaßnahme für Personen bestimmter Risikogruppen.

Bei jungen Menschen, die keine zusätzlichen Krankheiten haben, verläuft die Influenza meist ohne Komplikationen. Personen über 60 Jahren zählen jedoch zu einer Risikogruppe. Ebenfalls wird Kindern und Erwachsenen, die an Grunderkrankungen, wie zum Beispiel Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen, Asthma oder Stoffwechselerkrankungen, leiden, die Schutzimpfung empfohlen. Gerade bei den Risikogruppen ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Krankheit einen tödlichen Verlauf nimmt, besonders hoch. Wenn Sie im Alltag viel Kontakt zu anderen Menschen haben, sollten Sie sich ebenfalls schützen, auch um eine Weiteransteckung und damit eine Epidemie zu vermeiden.

Die Grippeimpfung ist ein Totimpfstoff, der aus abgetöteten Erregern besteht. Weder können sich die Erreger vermehren noch die Krankheit auslösen. Es sind geringere Nebenwirkungen als von Lebendimpfstoffen zu erwarten. Lediglich leichte Reaktionen wie Müdigkeit, Magen-Darm-Beschwerden oder Temperaturerhöhungen können auftreten. Nachteilig ist, dass die Injektion jedes Jahr erneut aufgefrischt werden muss.

Zwei Wochen nach der Impfung beginnt der Schutz zu wirken. Bemühen Sie sich daher bereits vor dem Beginn der Grippezeit um einen Termin bei Ihrem Arzt. Bedenken Sie bei einer Reise auf die Südhalbkugel, dass dort die Grippesaison von Juni bis Oktober geht und Sie sich rechtzeitig vor Reiseantritt impfen müssen um geschützt zu sein.

Die meisten gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für die jährliche Schutzimpfung. Da sich die Vereinbarungen in den einzelnen Bundesländern unterscheiden, erkundigen Sie sich bitte bei Ihrer Krankenkasse wie die Kostenerstattung geregelt ist. Falls Sie selber zahlen müssen, liegen die Kosten bei circa 23 Euro. Die zehn Euro für die Praxisgebühr müssen Sie nicht zahlen, da es nicht um eine diagnostische oder therapeutische Leistung des Arztes handelt. Reine Vorsorgeleistungen sind von der Praxisgebühr ausgenommen.

Die Impfung wird in Deutschland wieder stärker propagiert. Die Kosten sind relativ gering und nur leichte Nebenwirkungen sind zu erwarten. Dennoch wird die Möglichkeit der Prävention zu wenig angenommen. Die Folgen sind jedes Jahr tausende Todesfälle und erhebliche volkswirtschaftliche Kosten. Die Zahl der Arztbesuche, Krankenhauseinweisungen und Arbeitsunfähigen steigt in der Grippesaison regelmäßig stark an. Während einer Epidemie fallen volkswirtschaftliche Gesamtkosten von gut fünf Milliarden Euro an.

Würden mehr Menschen die Möglichkeit der kostenlosen bzw. kostengünstigen Prävention wahrnehmen, könnte das eigene Risiko der Erkrankung und die Gefahr Mitmenschen anzustecken, vermieden werden. Denken Sie über eine Impfung nach, vor allem wenn Sie zu einer Risikogruppe gehören sollten – zu Ihrem eigenen Wohl und dem Ihrer Mitmenschen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.influenza.de.



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