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Zwei Gentlemen unterschiedlicher Nationen, eine attraktive Frau. Die Handlung: Wer schafft es das Herz der Dame zu erobern. Auf humorvolle Art beginnt der eher unkonventionelle Kampf. „A Gentlemen’s Duell“ nennt sich die 3D-Animation, die als Sieger in der Kategorie „3D Space“ des Bitfilm-Festivals hervorging.
Das Filmfestival ist kein Gewöhnliches. Im Mittelpunkt stehen Kurzfilme, die als Bildschirm im Bildschirm zu sehen sind – Videofenster, die wohl jedem durch die Internettplattform „YouTube“ bekannt sind. Ein anderer Schwerpunkt liegt auf unterschiedlichen Computertechniken mit denen die Filme erstellt wurden. In sechs Kategorien konnten die Zuschauer die ausgewählten Filme bis zum 25. September 2007 im Internet bewerten.
Der „3D Space“-Award wird für Kurzfilme vergeben, die komplett dreidimensional animiert sind. Die Technik, die nicht neu ist, hat sich schon oftmals bewährt. Filme wie „Shrek“ aus dem Jahre 2001 und „Findet Nemo“ von 2003 sind die Beweise für den Erfolg von Computeranimationen. Auch „A Gentlemen’s Duell“ braucht sich nicht verstecken. Das siebenminütige Spektakel kann grafisch mit den Kinoerfolgen mithalten.
Mit unterschiedlichen Mischtechniken wird in der Kategorie „FX Mix“ gearbeitet (FX steht für Spezialeffekte). So werden zum Beispiel Realfilme, in denen echte Schauspieler mitwirken, mit digitalen Effekten verbunden. Wie so etwas aussehen kann, zeigt der Gewinnerfilm „Fission“, der mit einer Mischung aus Motion-Graphics, 2D-Animation und Realfilm aufwartet.
Das Musikvideo „The Beatles, I’m only sleeping“ konnte in der Kategorie „Machinima“ den ersten Platz erobern. Filme der Art werden mit der Technik erstellt, die in einigen Computerspielen wie beispielweise „Quake“ zu finden ist. Charakteristisch für „Machinimas“ ist auch die Wiedergabe in Echtzeit. Das heißt, die einzelnen Informationen werden jedes Mal neu berechnet.
Filme sind heutzutage nicht nur im Fernsehen oder im Internet verfügbar, sondern auch Dank neuer Technik über das Mobiltelefon abspielbar. Zum vierten Mal wurde der „Micromovie“-Award auf dem Festival verliehen. Micromovies bezeichnen die Filme, die speziell für Handy-Bildschirme hergestellt wurden – das heißt auch, dass mit der Handykamera gefilmt werden kann. Gewonnen hat der Werbespot „VW Phaeton Galanty Show“, der zeigt, welche Schattenbilder mit Händen erschaffen werden können.
Schon seit dem ersten Bitfilm-Festival im Jahr 2000 sind „Flash“-Filme mit von der Partie. Der Vorteil des Standards für Internetanimationen ist, dass die Videos in der Größe verändert werden können, ohne dass die Qualität darunter leidet. Sieger in der Kategorie ist „Their Circumstances“, der von einem Mädchen erzählt, das ein Bein bei einem Unfall verliert. Doch ziehen Sie keine falschen Schlüsse. Die Geschichte wird skurriler dargestellt, als der Inhalt vermuten lässt.
Im Kino haben digitale Techniken schon längst den Einzug gefunden. Aus diesem Grund werden bei dem „Bitfilm-Festival“ zum zweiten Mal Filme prämiert, die Kinolänge und -qualität besitzen. Der „Grand-Prix“-Award ging an den Film „300“, der letztes Jahr noch in den Kinos lief.
Das Bitfilm-Festival wird jährlich veranstaltet und jeder kann seinen Beitrag dafür einreichen. Anfangs war es noch ein Bestandesteil des Kurzfilmfestivals in Hamburg. Seit dem letzten Jahr findet die Abstimmung ausschließlich über das Internet statt. Die Preisverleihung bekam jedoch einen anderen Rahmen: Am 27. September 2007 wurden die besten Filme in Barcelona prämiert.
Die Gewinnerfilme können Sie sich auf www.bitfilm.de ansehen.
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