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Die Zahl der Unternehmen, die Online-Bewerbungen anbieten, hat in den letzten Jahren weiter zugenommen. Deshalb widmet Life-Go dem Thema eine mehrteilige Serie. Wenn auch Sie sich über das Internet bewerben wollen, finden Sie hier Tipps und Ratschläge, wie Sie sich am besten präsentieren. Im ersten Teil werden einige allgemeine Punkte zum Verfassen und Versenden einer Bewerbung angesprochen. Im zweiten Teil unseres kleinen Ratgebers werden wir genauer auf einzelne Bestandteile der Bewerbung eingehen. Onlineformulare und Bewerbungshomepages sollen dann im dritten Teil den Abschluss des Themas bilden.
Die Vorteile einer elektronischen gegenüber einer herkömmlichen Bewerbung liegen klar auf der Hand: Sie spart Zeit, da sie in der Regel sofort nach dem Versenden in der Personalabteilung ankommt. Für Ihr Portemonnaie ist die Variante wesentlich preiswerter. Bewerbungsfoto und -mappe sowie Portogebühren erübrigen sich. Sie selbst zeigen darüber hinaus, dass Sie mit modernen Medien wie dem Internet umgehen können. Wie bei einer schriftlichen Bewerbung gibt es dennoch einige Dinge, die Sie beachten sollten.
Bevor Sie mit dem Verfassen beginnen, sollten Sie sich sicher sein, dass eine Online-Bewerbung beim jeweiligen Unternehmen erwünscht ist. Enthält die Stellenausschreibung eine E-Mail-Adresse, ist eine Kurzbewerbung auf dem elektronischen Weg möglich, sofern nichts anderes gesagt wird. Das Anschreiben sollte dann eine kurze Vorstellung ihrer Person, ihrer Fähigkeiten und Kenntnisse sowie einen tabellarischen Lebenslauf enthalten. Wird eine schriftliche Bewerbung per Post gewünscht, sollten Sie sich unbedingt daran halten. Die in der Stellenausschreibung genannte Internetadresse ist in dem Fall für Rückfragen und weitere Informationen zu nutzen. Fehlt eine Postadresse in der Anzeige, können Sie davon ausgehen, dass nur elektronische Bewerbungen entgegen genommen werden.
Verfassen und Versenden
Zu einer Online-Bewerbung gehört eine seriöse E-Mail-Adresse des Absenders. Es empfiehlt sich folgendes Muster: Vorname.Nachname@Provider.Ländercode oder M.Mustermann@Provider.Ländercode. Verwenden Sie keine Firmenadresse oder gar Kose- und Spitznamen. Auch wenn die Adresse erst beim Versenden Ihres Schreibens wichtig wird, sollten Sie sich schon im Voraus darum kümmern.
Ein wichtiger Punkt der Nachricht ist die Betreffzeile. Sie sollte aussagekräftig sein, aber nicht zu überladen. Das heißt sie muss unbedingt das Wort „Bewerbung“ enthalten! Des Weiteren gehören der (gekürzte) Titel der Stellenanzeige und – falls vorhanden – deren Chiffrenummer hinein. Das kann wie folgt aussehen: „Bewerbung auf die Stellenausschreibung X (Chiffre: 1234)“. So wird eine schnelle und sichere Zuordnung möglich.
Wenn Sie sich bei mehreren Unternehmen gleichzeitig bewerben, vermeiden Sie standardisierte Massensendungen. Meist bemerkt die Personalabteilung schnell, wenn es sich nicht um ein individuelles Schreiben handelt. Das kann zur Folge haben, dass Ihre Nachricht gleich im elektronischen Papierkorb landet. Variieren Sie stattdessen Ihre Bewerbung je nach Unternehmen. Benutzen Sie nie dasselbe Anschreiben und ändern Sie gegebenenfalls die Auswahl ihrer Zeugnisse, die sie als Anhang mitsenden.
Bevor Sie Ihre Bewerbung verschicken, lesen Sie sich alles noch einmal genau durch, um Flüchtigkeitsfehler zu vermeiden. Damit Sie abschätzen können, wie Ihre Nachricht visuell auf den Empfänger wirkt, können Sie sie im Voraus zur Probe an Bekannte senden und sich von ihnen eine Einschätzung geben lassen.
Prüfen Sie weiterhin, ob alle Anlagen beigefügt sind. Zusätzliche E-Mails mit vergessenen Dateianhängen sind überaus peinlich und überzeugen keinen Personalchef von ihrer Kompetenz und Professionalität. Solch eine Unachtsamkeit kann sogar das Aus für ihre Bewerbung bedeuten. Zuletzt vermeiden Sie es, die Nachricht an eine allgemeine Firmenadresse nach dem Muster Info@Unternehmen.Ländercode zu schicken. Hier besteht die Gefahr, dass sie verspätet oder überhaupt nicht bei der Zielperson ankommt.
Haben Sie die einzelnen Schritte erfolgreich gemeistert und Ihre Online-Bewerbung gesendet, heißt es nur noch die Nachricht „Sie haben Post“ abzuwarten. Obwohl die Kommunikation über das Internet recht zuverlässig ist, können Sie trotzdem nicht ausschließen, dass Ihr Schreiben verloren geht, weil es beispielsweise als Spam erkannt wird. Deshalb schadet es nicht, beim jeweiligen Unternehmen noch einmal nachzuhaken, wenn Sie längere Zeit keine Antwort erhalten.
Zwei der bereits angesprochenen Bestandteile einer Bewerbung werden wir im zweiten Teil noch ausführlicher betrachten. Dort erfahren Sie, was Sie beim Verfassen des Anschreibens und dem Hinzufügen von Anlagen beachten sollten.
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