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Eine erfolgreiche Webseite


18.10.2007 (M. Wandzik) Kategorie: Computer

Bild: www.homepage-designer.info

Der Entwurf einer erfolgreichen Webseite ist eine komplizierte und zeitraubende Aufgabe. Schon die Erstellung einer ersten Version kann mehrere Monate dauern. Die Seite muss sowohl technisch als auch in ihrer Navigation effizient sein und mit einer Vielzahl verschiedener Konfigurationen funktionieren. Ein guter erster Entwurf ist eine Herausforderung.

Alles beginnt mit der Bandbreite. Egal, wie schön die Seite gestaltet ist oder wie nützlich die enthaltenen Informationen sind, sie wird kaum besucht werden, wenn die Ladezeit nicht vertretbar ist. Nichts verscheucht Besucher schneller als eine langsame Webseite. Weil immer noch sehr viele Benutzer über langsame Modems mit dem Internet verbunden sind, ist es wichtig, dass jede Seite so klein wie möglich ist. Eine Faustregel für die Übertragungsgeschwindigkeit zu leistungsschwachen Computern ist etwa ein Kilobyte pro Sekunde. Damit eine Seite in 15 Sekunden lädt – was schon eine recht lange Wartezeit ist – darf sie also insgesamt nicht größer als 15 Kilobyte sein.

Der Nutzer muss die Internetseite verwenden können und nicht nur anschauen. Menschen kommen nicht ohne Grund auf eine Webseite. Sie haben meistens konkrete Vorstellungen, was sie auf der Seite erwartet. Der einzige brauchbare Weg, zu sehen, ob eine Webseite die Bedürfnisse der Anwender trifft, ist, sie es ausprobieren zu lassen. Dabei wird das Verhalten des Benutzers beobachtet. Es sollte also eine Testphase geben, die häufig auch als Beta-Version bezeichnet wird. Häufiger Kontakt mit den Anwendern in der Entwurfsphase ist ein Qualitätsmerkmal, das für ein gutes Design spricht.

Das World Wide Web wächst noch immer, mit täglichen neuen Gestaltungsmöglichkeiten und Zusatzmodulen (auch Plugins genannt). Falls eine Webseite entworfen wird, ist es unmöglich, sich nicht der bahnbrechenden und fortschreitenden Technik zu bedienen. Daraus lassen sich dann natürlich auch Vorteile ziehen wie zum Beispiel eine bessere Strukturierung der Internetseite oder Aufteilung der Programmieraufgaben. Allerdings beschäftigen sich viele Entwickler nicht genau genug mit der Technologie. Sie stellen ihre Internetseite einfach zu früh ins Netz. Fehler werden somit erst dann korrigiert, wenn die einfachsten Neuerungen oder Ideen nicht mehr eingebaut werden können. Ein „Frühstart“ sollte also demnach vermieden werden.

Auch bei Webseiten ist weniger manchmal mehr. HTML, Javascript, Shockwave, Flash, Streaming Video, Java-Applets und all die anderen Technologien können der Webseite enorme Beliebtheit verleihen beziehungsweise die Inhalte aufwerten. Sie können jedoch auch dem eigentlichen Zweck der Seite und den Erwartungen des Nutzers entgegenwirken. Es sollte deswegen Acht gegeben werden nicht zu viele effektvolle Elemente einzubringen, nur weil sie verfügbar sind oder einfach nur gut aussehen. Doch nicht nur die grafischen Elemente können sich negativ auf die Webseite auswirken. Auch eine große Anhäufung von Verweisen zu anderen Internetseiten oder Subdomänen können den Besucher schnell verwirren. Im schlimmsten Fall kommt er sich wie in einem Labyrinth vor und „flüchtet“, weil er einfach den Überblick verloren hat.

Eine gute Internetseite ist eine Art „unendliche Geschichte“, in der Wachstums- und Ausbaumöglichkeit gegeben sein sollten. Das soll heißen, dass sie nicht fertigprogrammiert sein wird. Sei es, dass eine neue Technologie auf dem Markt erscheint (Beispiel von 2007: Web 2.0) oder eine Umstrukturierung mit neuen Inhalten und ständig sich verändernden Informationen stattfindet. Bei der Vielzahl von Veränderungsmöglichkeiten wäre es sehr unsinnig eine komplette Neuentwicklung in die Wege zu leiten. Eine gute Webseite bleibt ihrem Grundgerüst (Formatvorlage) treu und wird nur noch an den Ecken und Kanten, wie zum Beispiel dem Design, weiterentwickelt.

Wer eine Seite ins Internet bringt, sollte sich im Klaren darüber sein, dass es nicht nur einen Browser gibt. Einer der größten Fehler, den Webdesigner begehen, ist ihre Seiten auf nur einem Rechner zu entwickeln und das Ergebnis damit mit nur einem Browser zu testen. Webseiten werden auf verschiedenen Rechnern und Browsern unterschiedlich dargestellt, weshalb es wichtig ist, dass die Arbeit während der Entwicklung auf verschiedenen Systemen geprüft wird. Zum Beispiel gibt es Nutzer, die eine Internetseite durchaus noch in Textform lesen wollen. So sollte die Webseite also nicht nur auf der aktuellen Technologie basieren.

Ein großes Systemproblem ist die Anzeige der Webauftritte. Nicht jeder Internetanwender besitzt einen 20-Zoll-Monitor. Es gibt immer noch zahlreiche Haushalte und Büros, in denen kleinere Bildschirme (15 Zoll >) stehen. Die Webseite wird auf solchen Monitoren extrem groß dargestellt. Einzelne Elemente werden nicht korrekt angezeigt und der Besucher wird auf dem schnellsten Weg vergrault. Grund dafür sind Seiten-Entwicklungen für bestimmte Auflösungen und die dadurch fehlende Flexibilität.

Das Rezept zum Erfolg ist Teamarbeit. Früher, als die Technologien noch nicht ausgereift waren und die Programmiersprachen an einer Hand abzuzählen waren, war ein jeder Internetseiten-Entwickler in der Lage eine Webseite alleine zu erstellen und zu verwalten. Heutzutage erfordert der Entwurf einer Internetseite enorme Fähigkeiten in Gestaltung, Software, HTML, XML, objektorientierter Programmierung, Texten, Korrigieren, Systemverwaltung und -pflege. Der einzige richtige Weg, in diesem sich schnell entwickelnden Medium zu arbeiten, ist, Teams zu bilden und die Arbeit aufzuteilen. Bei der Zusammenarbeit mit Experten aus anderen Bereichen werden Sie wesentlich mehr über das Internet erfahren als durch Selbststudium. Die Zusammenarbeit von Grafikdesignern und Informatikern zahlt sich oft aus.

Nicht umsonst gibt es das Sprichwort „Wer suchet, der findet“. Falls nun die Internetseite von nennenswerter Größe ist und sich auch täglich zahlreiche Besucher auf ihr befinden, so sollte relativ früh in Erwägung gezogen werden eine Suchmaschine einzufügen. Mit einer Suchmöglichkeit wird dem Benutzer in soweit geholfen, dass er direkt zur benötigten Information kommt und sich nicht lange durch viele Verweise klicken muss. Eine häufige Suchart ist die Stichwortsuche. Die Kombination aus einer Suchmaschine mit einer klaren, hierarchischen Navigation ist der beste Weg.

Das waren einige Dinge, auf die bei der Entwicklung einer Internetseite zu achten ist. Es gibt im technischen Bereich jedoch noch viel mehr Aspekte, die in diesem Artikel nicht berücksichtig wurden, weil sie zu tief in die Materie der Webseiten-Entwicklung gehen würden. Gleiches gilt für das Design, welches unentwegt neuen Standards und Trends ausgesetzt ist und sich mit der Zeit weiterentwickelt.



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