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Umzug : Vergessen Sie die Ummeldungen nicht!


19.10.2007 (J. Richter) Kategorie: Panorama

Bild: www.oberkirch.de

Zwischen Kisten und Farbeimern bleibt oft wenig Zeit für die formalen Dinge, die ein Umzug mit sich bringt. Doch spätestens, wenn im neuen Zuhause auffallend wenig Post ankommt, schleicht sich das ungute Gefühl ein, etwas vergessen zu haben. Damit die Ummeldungen nicht auf der Strecke bleiben, ist eine Liste mit den wichtigsten Adressen und Telefonnummern der Stellen, bei denen eine Adressänderung nötig ist, von großem Nutzen. Am Besten wird sie erstellt, bevor es richtig losgeht und das Umzugschaos ausbricht. Vieles lässt sich per Telefon oder E-Mail schneller und einfacher regeln als durch einen Brief.

Der Wohnsitz sollte möglichst zügig umgemeldet werden. Bei Versäumnis droht ein Bußgeld, denn eine vernachlässigte Ummeldung ist ein Verstoß gegen das Meldegesetz, das von den jeweiligen Bundesländern bestimmt wird. Die Ummeldung ist in den meisten Bundesländern kostenfrei. Einige, wie zum Beispiel Hamburg, erheben eine Gebühr von 6 Euro. Falls ein Fahrzeug vorhanden ist, ist es bei der zuständigen Kfz-Zulassungsstelle ebenfalls umzumelden. Die Kosten dafür belaufen sich je nach Wohnort auf circa 20 Euro. Weitere Behörden, bei denen eine Adressänderung notwendig ist, sind das Finanzamt, gegebenenfalls das Arbeitsamt und die Gebühreneinzugszentrale. Hier entstehen keine Kosten bei der Ummeldung.

Auch bei den Versorgungsanbietern für Strom, Wasser und Gas ist die Angabe der neuen Anschrift dringend notwendig. Falls die Belieferung durch einen regionalen Anbieter erfolgt, ist abzuklären, ob dies auch am neuen Wohnort möglich ist. Oft lohnt es sich, zu überprüfen, ob der bisher gewählte Tarif wirklich optimal auf den eigenen Verbrauch abgestimmt war. Außerdem macht es sich bezahlt, Angebote verschiedener Anbieter zu vergleichen. Im Internet ist das unter Anderem unter www.verivox.de, www.billig-tarife.de und auch auf der Seite www.blitztarif.de möglich.

Bei den Versicherungen sollten an erster Stelle der Hausratversicherung, falls eine solche besteht, alle geänderten Daten mitgeteilt werden, damit sie ab dem Tag des Umzugs bei einem Schaden sofort greift. Dazu gehört selbstverständlich die Anschrift, aber auch alle Veränderungen betreffend der Wohnsituation: Etage, Garage oder Stellplatz, Balkon und Ähnlichem. Zusätzlich sollten auch alle anderen Versicherungen wie Krankenkasse, Berufsunfähigkeitsversicherung, private Haftpflichtversicherung, Unfall- sowie Lebensversicherung möglichst bald informiert werden.

Bei der Umstellung von Telefonfestnetz und Internetanschluss ist es sinnvoll, sich über die Preise verschiedener Anbieter zu informieren und die Augen offen zu halten, denn in diesem Bereich kann sich innerhalb kürzester Zeit eine Menge ändern. Dieser Vergleich wird ebenfalls auf der Internetseite von www.verivox.de, auf www.dsl-tarife4u.de und unter www.blitztarif.de angeboten. Wird die Entscheidung getroffen zu einem anderen Telefonanbieter zu wechseln, sollte vorher unbedingt geprüft werden ob die beworbenen Leistungen am neuen Wohnort überhaupt verfügbar sind. Weiterhin ist die Anschrift bei dem Mobilfunkanbieter zu aktualisieren und Details gegebenenfalls anzupassen.

Schlussendlich bleiben noch die Adressänderungen im allgemeinen Bereich: Freunde, Familie, Arbeitgeber, Fachärzte, Banken, Schulen, Kindergarten und der Klassenelternbeirat sollten informiert werden. Besteht ein regelmäßiges Zeitungs- oder Zeitschriftenabonnement, muss der Verlag ebenfalls die neue Anschrift erfahren.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, erteilt einen Nachsendeauftrag bei der Deutschen Post. Er ist allerdings kostenpflichtig: Für ein halbes Jahr muss der Kunde 15,20 Euro, für ein ganzes Jahr 25,20 Euro (Stand: August 2007) bezahlen. Er ist auch online unter www.deutschepost.de abzuschließen, allerdings wird dafür eine Kreditkarte benötigt. So erreicht jedes wichtige Schreiben mit Sicherheit auch das neue Zuhause.



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