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Superbad


21.10.2007 (I. Switil) Kategorie: Kultur

Bild: www.filmstarts.de

Die Geschichte über die drei High School Schüler Evan, Seth und Fogell ist eine der lustigsten Teenager-Komödien seit „American Pie“. Wie im bis heute unerreichten Vorbild geht es auch in „Superbad“ um die erste große Liebe, Freundschaft und die Angst vor einem andauernden Dasein als Jungfrauen.

Handlung

Evan (Michael Cera) und Seth (Jonah Hill) sind die besten Freunde. Sie sind beide im Abschlussjahr an der High School und müssen danach jedoch an verschiedenen Hochschulen studieren. Beide sind zudem auch noch Jungfrauen und wollen deshalb alles daran setzen um nicht unberührt die Schule abzuschließen.

Der Film beginnt damit, dass die schöne Jules (Emma Stone) hat mit den beiden an der Schule einen Kochkurs belegt. Als Jules‘ Kochpartnerin nicht zum Kurs erscheint und Seth ebenfalls ohne Kollegen ist, da Evan mit einem anderen Schulkollegen zusammen arbeitet, kochen die beiden zusammen. Aus Dank lädt Jules ihn zu ihrer Party ein. Das einzige Problem dabei ist, dass er den Alkohol besorgen soll. Das ist ein nahezu unmögliches Unterfangen als Minderjähriger in den USA. Wie gut, dass es Fogell (Christopher Mintz-Plasse) gibt, der sich gerade an diesem Tag einen gefälschten Ausweis organisiert hat.

Evan, Seth und Fogell machen sich nach der Schule auf den Weg um den gewünschten Alkohol zu besorgen. Auf ihrem Weg läuft allerhand schief, angefangen mit einem Raubüberfall auf das Geschäft, wo Fogell den Alkohol kaufen will. Während ihr Freund von zwei Polizisten befragt wird, machen sich Seth und Evan aus Angst vor der Polizei selbst auf den Weg. Die beiden Polizisten Michaels (Seth Rogen) und Slater (Bill Hader) nehmen Fogell mit auf Streife, während Seth und Evan versuchen wo anders an Alkohol zu kommen. Für alle drei beginnt somit eine abenteuerliche Reise, bei der sie die ersten Schritte in Richtung erwachsen werden machen.

Darsteller

Die jugendlichen Hauptdarsteller sind drei vollkommen unterschiedliche Typen, die verschiedene Vorgeschichten haben. Michael Cera, der die Rolle von Evan mimt, ist aus diversen Fernseh-Serien bekannt. Eine davon ist „Arrested Developement“, eine Comedy-Serie, die auf Comedy Central anlaufen soll. Evan ist ebenfalls ein schüchterner Junge, der nicht genau weiß, wie er mit Mädchen reden soll. Gerade diese tollpatschige Art macht seinen Charakter so interessant. Die Rolle ist Michael Cera auf den Leib geschrieben, da er auch bei Interviews schüchtern ist, aber eine besondere Ausstrahlung hat.

Jonah Hill, der den Versager Seth darstellt, ist ein bekannterer Schauspieler. Sein letzter Film war „Beim ersten Mal“, wo auch Bill Hader und Seth Rogen, die die beiden Polizisten spielen, mitwirkten. Die Rolle des Seth ist durch die Vermischung der unterschiedlichen Charaktereigenschaften besonders. Seth ist unattraktiv, tollpatschig und klopft dauernd Sprüche, die unter die Gürtel-Linie gehen. Jonah Hill selbst hat die gleiche Angewohnheit, weshalb er für diese Figur absolut perfekt ist.

Der Dritte im Bunde ist Christopher Mintz-Plasse, der Fogell spielt. Er ist ein Neuling in der Filmbranche. Seine Rolle ist ein typischer Streber: schlau, bleich, Brillenträger. Er wäre allerdings lieber cool und überspielt seine Schüchternheit mit Macho-Sprüchen. Obwohl der 18-jährige kaum schauspielerische Erfahrung hat, spielt er die Rolle hervorragend.

Emma Stone ist ebenfalls ein TV-Serien-Star. Ihre meisten filmischen Auftritte hatte sie in einigen Episoden von „Drive“. Ihr Gesicht ist möglicherweise von ihrem Gastauftritt in „Malcolm mittendrin“ bekannt. Ihre Rolle Jules ist ein Mädchen, das sich nicht für Alkohol, aber für Spaß mit ihren Freunden interessiert. Emma Stone verleiht ihrer Rolle neben dem hübschen Aussehen, auch einen liebenswerten Charakter.

Regie führte Greg Mottola, der in erster Linie Fernseh-Serien macht. Er kennt Michael Cera aus seiner Zusammenarbeit bei „Arrested Developement“. Sein berühmtester Film ist „The Daytrippers“ aus dem Jahr 1996 für den er fünf Auszeichnungen, unter anderem beim Athener Film Festival erhielt. „Superbad“ ist ebenfalls ein voller Erfolg: Am ersten Wochenende spielte der Film in den USA bereits 31,2 Millionen US-Dollar ein. In Deutschland landete er in der ersten Woche auf Platz 3 der Kino-Charts und hält sich seitdem in den Top 10.

Fazit

Die drei Jungs, um die sich die Geschichte dreht, halten sich selbst für cool, für „superbad“, obwohl sie eher Verlierer sind. Jenes Auftreten war ursprünglich ausschlaggebend für die Titel-Auswahl. „Superbad“ ist allerdings auch ein Lied von der Funk-Legende James Brown. Als dem Regisseur Greg Mottola der mögliche Zusammenhang auffiel, gestaltete er sein Werk um. Er fügte dem Soundtrack neben der Pop-Musik auch noch Funk-Elemente hinzu. Damit verknüpfte er die beiden Grundideen der Titelgebung miteinander.

Die Schauspieler bereichern den Film durch ihre unterschiedlichen Talente. Die Jung-Darsteller, die sich durch ihre wenige Erfahrung ihre Natürlichkeit bewahrt haben, verleihen dem Film eine besonders realistische Note. Die unverblümten Dialoge sind dem Darsteller Seth Rogen zu verdanken, der viel am Drehbuch mitgearbeitet hat.

Das absolute Highlight der Handlung sind die beiden Polizisten, gespielt von Seth Rogen und Bill Hader, die gemeinsam mit Christopher Mintz-Plasse eine herausragende Leistung bringen. Bei der gemeinsamen Streife bleibt beim Zuschauer kein Auge trocken.

Der Film ist eine gelungene Teenager-Komödie, die zweifellos die amüsanteste Produktion in diesem Genre seit „American Pie“ ist. „Superbad“ skizziert die Hoffnungen, Ziele und Träume dreier unterschiedlicher, pubertierender Jungen und ist dabei mit unzähligen, humoristischen Dialogen angereichert. Ein kleiner Tipp: Bei diesem Film lohnt es sich ihn in Original-Ton zu sehen, auch wenn die vorhandenen Englischkenntnisse nicht besonders gut sind. Bei der Übersetzung sind viele lustige Kommentare verloren gegangen. Vor allem jene, die unter die Gürtellinie gehen und gerade deshalb den Film so außergewöhnlich lustig machen, ebenso wie Schimpfwörter, die nur entschärft übersetzt wurden.

Wie hat Ihnen der Film gefallen? Haben Sie auch „American Pie“ gesehen? Welcher der beiden Filme hat Ihnen besser gefallen und vor allem warum? Diskutieren Sie mit uns im Life-Go-Forum!



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