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24. Oktober 2007 - Tag der Vereinten Nationen
24.10.2007 (S. Petersohn)
Kategorie: Welt
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Vor 62 Jahren, am 24. Oktober 1945, wurde in San Francisco die weltweit größte, internationale Organisation für die Wahrung des Weltfriedens geschaffen: Die Vereinten Nationen (UN). Ingesamt 51 Staaten unterzeichneten damals die offizielle Charta. Mittlerweile ist die UN auf 192 Mitglieder angewachsen, die den Tag der Vereinten Nationen den vollbrachten Leistungen der Organisation widmen.
Zu den großen Verdiensten der UN zählt vor allem die rechtliche Festschreibung von internationalen Menschenrechten und Grundfreiheiten in der Charta der Vereinten Nationen, die alle Mitglieder bindet. So haben sich die Vereinten Nationen laut Kofi Annan, dem ehemaligen Generalsekretär der UN, zu einem sicheren Hort der Grundwerte der internationalen Gemeinschaft entwickelt.
Nicht nur in Fragen militärischer Sicherheit ist die UN ein weltweiter Ansprechpartner. Die Organisation besitzt zahlreiche Unterorganisationen. Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) setzt sich zum Ziel, die Armut in Dritte-Welt-Ländern zu bekämpfen und ein nachhaltiges Wachstum anzuregen. Mit dem weltweiten Schutz der Rechte von Kindern befasst sich dagegen das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF). Das Eindämmen von übertragbaren Krankheiten und die Entwicklung des öffentlichen Gesundheitssystems hat sich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Aufgabe gemacht. Außerdem zu nennen ist die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO). Eine ihrer bekanntesten Aufgaben ist die Bestimmung und der Schutz des Weltkulturerbes.
Die Vereinten Nationen haben dafür gesorgt, dass sich die internationale Staatengemeinschaft in vielen bedeutenden Fragen miteinander vernetzt. Frankreichs ehemaliger Präsident Jaques Chirac hat zudem bereits 2004 vorgeschlagen, eine eigene Unterorganisation dem Thema des Umweltschutzes zu widmen. Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) könnte zum Beispiel die Bemühungen zum Klimaschutz bündeln und überwachen.
Am Gedenktag zur Gründung der UN wird jedoch auch die von Politikwissenschaftlern und Politikern geführte Reformdebatte wieder lebendig werden. Spätestens seit dem Irak-Krieg 2003 ist die Reformbedürftigkeit der internationalen Organisation sichtbar geworden. Der militärische Alleingang der USA unterwanderte deutlich die Autorität der Beschlüsse des Sicherheitsrates. Es liegt in den Händen der Mitgliedstaaten, die UN entsprechend den gewachsenen Herausforderungen einer globalisierten Welt zu modernisieren.
Seit dem 1. Januar 2007 hat der Südkoreaner Ban Ki Moon die Nachfolge von Kofi Annan als neuer Generalsekretär angetreten. Sein bisheriger Werdegang lässt darauf schließen, dass er sich auf dem diplomatischen Parkett geschickt bewegen kann. Ban Ki Moons erste Amtshandlungen bestanden in der Neubesetzung von Stellen in der UN-Chefetage. Nun steht ihm die Umstrukturierung und Erweiterung des Sicherheitsrates bevor.
Während bereits am 21. Oktober 2007 der Tag der Vereinten Nationen mit einem Festakt auf dem Bonner Marktplatz gefeiert wurde, ruht die politische Arbeit der UN nicht. Der Sicherheitsrat wird sich in den kommenden Wochen vor allem mit weiteren Sanktionen gegen das Atomprogramm des Iran befassen und Gegenmaßnahmen für die wieder aufkeimenden Unruhen im Kongo finden müssen.
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