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Als Folge der Ölkrise von 1973 überlegte die deutsche Regierung, die mitteleuropäische Sommerzeit einzuführen, da das Tageslicht besser genutzt werden sollte um so Energie zu sparen. Die Neuerung bedeutete auch eine Anpassung an die Nachbarländer, die bereits die Sommerzeit eingeführt hatten.
Am 25. Juli 1978 trat das Zeitgesetz in Kraft, welches die Bundesregierung dazu ermächtigt, die Sommerzeit zwischen dem 1. März und dem 31. Oktober festzulegen. 1980 wurde das Gesetz erstmals angewandt. Seit dem wird die Uhr im Frühjahr eine Stunde vor- und im Herbst wieder zurückgestellt. Für die technische Umsetzung ist die Physikalisch-Technische Bundesanstalt in Braunschweig verantwortlich, welche die impulsgebenden Atomuhren programmiert.
Über die Zweckmäßigkeit der Zeitumstellung wird seit deren Bestehen diskutiert. Nach Erkenntnissen des Bundesumweltamtes wird während der Sommerzeit abends elektrisches Licht gespart. Das entspreche dem eigentlichen Zweck der Zeitumstellung. Jedoch muss im Gegenzug morgens die Heizperiode verlängert werden. Vor allem in den kalten Monaten der Sommerzeit, also im März, April und Oktober, wird morgens mehr Strom verbraucht, als es in der Normalzeit der Fall wäre.
Im Jahre 1995 war die Zahl der Gegner der Sommerzeit in der Minderheit. 70,4 % der befragten Deutschen hatten zu dem Zeitpunkt laut einer Studie, die im Auftrag des Bundesinnenministeriums durchgeführt wurde, kein Problem mit der Zeitumstellung. Jedoch zeigen Umfragen und Schätzungen, dass die Zahl der Befürworter rückläufig ist. Die nächste umfassende Meinungsforschung wird es für das Jahr 2007 geben. Veröffentlichte Zahlen der Untersuchung gibt es bisher noch nicht.
Nicht nur der geringe Nutzen beim Energiesparen stößt auf Kritik. Für manche Menschen geht die Zeitumstellung mit körperlichen und seelischen Problemen einher. Der chronobiologische Rhythmus wird gestört, der für die zeitliche Organisation des Organismus zuständig ist. Vor allem Menschen, die an Schlafstörungen leiden, sind von der Zeitumstellung besonders betroffen.
Wenn um drei Uhr nachts die Zeiger um eine Stunde zurück gestellt werden, dann verschläft das ein Großteil der Bevölkerung. Am Sonntagabend werden manche nicht einschlafen können und erst dann die Zeitumstellung zu spüren bekommen. Für Schichtarbeiter wird die Zeitumstellung aber schon nachts zum Nachteil. Die Stunde zwischen zwei und drei Uhr gibt es doppelt und so verlängert sich auch die Schicht um eine Stunde.
Viele Menschen haben Probleme sich zu merken, ob die Uhr vor- oder zurückgestellt wird beziehungsweise ob die Nacht eine Stunde kürzer oder länger ist. Ende Oktober wird die Uhr also ein weiteres Mal zurückgestellt, das heißt um drei Uhr wird der Zeiger erneut auf zwei Uhr gestellt. Die Nacht wird um eine Stunde länger. Für Sie kann das bedeutet, dass Sie morgens früher als gewohnt wach werden und abends später einschlafen als üblich.
Also denken Sie daran am Sonntag, den 28. Oktober 2007 an der Uhr zu drehen!
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