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Kaum ein Computerbenutzer wird ihn nicht erlebt haben: den Ärger über einen sich plötzlich schwärzenden Bildschirm oder ein „eingefrorenes“ Programm. Rechner-Abstürze gehören zum Alltag in Büros und privaten Arbeitszimmern. Daher können Sie wertvolle Nerven sparen, wenn Sie Grundkenntnisse über die Ursachen von Computerabstürzen und die Fehlerbehebung erwerben. Life-Go will Ihnen mit diesem Artikel dabei helfen.
Zunächst einmal ist Stillstand nicht gleich Stillstand. So kann entweder das komplette System in Form eines zum Betriebssystem gehörenden Programms abgestürzt sein oder ein einzelnes Anwendungsprogramm. Fehlermeldungen, so genannte „Bluescreens“, geben Aufschluss über die Ursache, sofern der Computer-Nutzer sie versteht. Die Meldungen bestehen aus Zahlen- und Buchstabencodes, deren Bedeutung sich auch für computerversierte Nutzer oft erst durch eine Recherche im Internet erschließt. Sie werden von Windows-Betriebssystemen angezeigt.
Wenn Sie sich mit den „Bluescreens“ nicht auskennen und keine Zeit für das Nachschlagen der Bedeutung der jeweiligen Zahlenkolonnen haben, dann können Sie ganz allgemein folgende Gründe für den Computerabsturz in Betracht ziehen: Relativ häufig kommen Hardware-Fehler vor. So kann es zum Beispiel zu Inkompatibilitäten zwischen Soundkarten oder Festplatten und dem System kommen, die ein reibungsloses Funktionieren des Computers unmöglich machen. Selbst eine Grafikkarte, die nicht passgenau in ihrem Steckplatz sitzt, kann einen Absturz hervorrufen. Die Ursache ist in einer gestörten Informationsübertragungsrate zwischen Grafikkarte und Software zu suchen. Bestehen Kommunikationsfehler zwischen dem Treiber und der Hardware, d.h. dem Computerprogramm, das mit dem Computersystem (Hardware) interagiert, dann droht ebenfalls ein schwarzer Bildschirm.
Eine zweite große Absturzursache sind Viren und Trojaner, die sowohl Programme des Betriebssystems als auch Anwendungsprogramme befallen und den kompletten PC lahm legen können. Auch erschöpfte Systemressourcen können zu einem Absturz führen. Der Computer ist mit zu vielen Arbeitsanweisungen, die zur gleichen Zeit erfolgen, überfordert. Die Installation und gleichzeitige Nutzung von arbeitsintensiver Software sind hierfür der Grund. Es lohnt sich des Weiteren, einen Blick auf die Stromversorgung des Gerätes zu werfen. Defekte Netzteile verbergen sich ebenfalls hinter so manchen computertechnischen Bruchlandungen.
Nach einem schweren Computerabsturz geht es anschließend oft um Schadensbegrenzung und die Rettung verloren gegangener Daten. Nicht immer muss der Computer jedoch aufwändig re-installiert werden. Ihr PC bietet Ihnen verschiedene „Rettungsanker“ an. Vermuten Sie, dass der Absturz etwas mit einem Treiber zu tun hatte, so können Sie den Computer beim Neustart im abgesicherten Modus durch Drücken der F8-Taste hochfahren. Es besteht die Möglichkeit, Treiber-Updates in diesem Modus rückgängig zu machen. Das System wird wieder stabilisiert. Auch beim Verdacht auf Virenbefall ist der abgesicherte Modus eine gute Wahl. Die Viren werden so nicht über das ganze System verteilt. Lassen Sie eine aktuelle Virenscannersoftware komplett durchlaufen, um den Problemverursacher zu finden.
Bei schwerwiegenden Fehlern ist der Weg über die nützliche F8-Taste leider versperrt. Es erscheinen Meldungen, wie „NT-Loader fehlt“. Dabei handelt es sich um den sogenannten Boot-Loader der Windows Betriebssysteme von NT bis XP/2003, also eine Software, die weitere Teile des Betriebssystems hoch lädt. Wenn nun obige Fehlermeldung erscheint, dann müssen Sie in den sauren Apfel beißen und Ihren PC mit einer möglichst aktuellen Systembackup-CD re-installieren. Es empfiehlt sich daher, regelmäßige Updates von seinem Betriebssystem zu machen, um den Datenverlust im Falle des Falles zu verringern.
Computerabstürze und deren Folgen ereilen vorwiegend Windows-Nutzer und weniger Macintosh- oder Linux-Besitzer. Daher hat Microsoft in seinem neuen Betriebssystem Windows Vista ein ausgeklügeltes Rettungswerkzeug entwickelt. Es erleichtert dem Besitzer die Neu-Konfiguration des Computersystems dank in der Installations-CD vorhandener „Recovery Options“ und Systemreparatur-Funktionen, die es bei Windows XP noch nicht gab. Sie stellen den zuletzt vom Nutzer gespeicherten Zustand des Betriebssystems wieder her.
Das Ärgernis des Computerabsturzes wird sich nie vermeiden lassen. Eine grundsätzliche Wissensbasis zu der Thematik hilft jedoch, Nerven zu sparen und schneller Hilfe zu finden. In diesem Sinne hofft Life-Go, einen kleinen Beitrag dazu geleistet zu haben.
Welche Erfahrungen haben Sie mit Computerabstürzen gemacht? Teilen Sie doch Ihre Tipps und Tricks mit uns und anderen Lesern im Life-Go-Forum!
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