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Der Turm der Araber: Das „Burj al Arab“ in Dubai (Teil I)


11.11.2007 (P. Laux) Kategorie: Lifestyle

Bild: www.gressertrading.com

Wie wäre es im nächsten Urlaub mit einer „Office-Suite“ in ihrem eigenen Hotelzimmer, eingerichtet mit Laptop, Druck- und Faxgerät sowie Internet-Zugang? Nach getaner Arbeit geht es dann in die „Living-Area“. Entspannt wird vor dem Fernseher mit Plasmabildschirm beim Schalten durch 92 Kanäle. Bettbezug und Kissen der Hoteleinrichtung in ihrem Zimmer gefallen Ihnen nicht? Kein Problem, Sie können unter 13 Kissen- und Bettbezügen den passenden für sich auswählen!

Was wie Teil einer Utopie vom perfekten Hotelurlaub klingt, ist in Wirklichkeit real. All die Services und noch einiges mehr bietet das „Burj al Arab“ in Dubai. Das Land – mit seinen 1,32 Millionen Einwohnern das zweitgrößte der Vereinigten Arabischen Emirate – wird häufig als Land der Superlative bezeichnet. Großer Reichtum konnte durch die Förderung von Öl erzielt werden. 35.000 US-Dollar-Millionäre zählt Dubai zu seinen Einwohnern. Mit 4,6 % ist das eine der höchsten Millionärsraten der Welt. Internationale Unternehmen investieren in das Land am persischen Golf. Ein regelrechter Bauboom herrscht seit einigen Jahren. Besonders in den Tourismus wird Geld gesteckt. Gigantische Luxushotels prägen nun die Skyline der Hauptstadt Dubai City. Die meisten Gebäude werden jedoch überragt vom „Burj al Arab“, zu Deutsch „Turm der Araber“.

Es zählt zu den komfortabelsten Hotels der Welt und ist zweifellos eines der bekanntesten. Dafür sorgt allein schon die imposante Architektur des Hotelgebäudes. Auf einer eigens angelegten künstlichen Insel ragt das „Burj al Arab“ 321 Meter in den Himmel. Damit ist es aktuell das höchste Hotel der Welt. Das Bauprojekt verschlang unzählige Tonnen Stahl, Glas und Beton. Für die Ausstattung fanden ausschließlich die hochwertigsten und teuersten Materialien Verwendung. Der Marmor wurde beispielsweise aus dem italienischen Carrara bezogen.

Beeindruckend ist die Optik des „Burj al Arab“, die einem riesigen Segel nachempfunden ist. Tatsächlich stellt die Konstruktion eine architektonische Glanzleistung dar. Die Oberfläche des Schirms der Segelfassade besteht aus gewobener Glasfiber. Mit Teflon beschichtet dient sie nachts als Projektionsfläche für zahlreiche Leucht- und Lichteffekte. Eine komplizierte Konstruktion aus freihängenden Schwingelementen gewährleistet, dass die Hotelbesucher auf den insgesamt 28 Etagen nicht durch Schwingungen des Turms belästigt werden.

Auch was die Hotelsuiten und den Service angeht, schmückt sich das „Burj al Arab“ ausschließlich mit Superlativen. Für die Innendekoration des Baus wurden 10.000 Quadratmeter Gold und 13.000 Quadratmeter Marmor verarbeitet. Die Eingangshalle bietet mit 112 Metern Höhe einen majestätischen Anblick. Neben einem Brunnen mit 32 Meter hoher, in verschiedenen Farben angestrahlter Fontäne in der Mitte der Lobby-Bar befindet sich hier außerdem ein riesiges Aquarium mit exotischen Fischen. Zusätzlich hat jede der 26 Etagen, auf denen sich Hotelzimmer befinden, eine eigene Rezeption.

Bei der Einrichtung der 202 Zimmer setzt das „Burj Al Arab“ ebenfalls neue Maßstäbe. Es sind ausschließlich Suiten, alle mit neuester Technologie ausgestattet. Die kleinsten Zimmer, Deluxe-Suiten genannt, sind 169 Quadratmeter groß. Über den gesamten 25. Stock erstrecken sich die zwei größten Unterkünfte des Hauses, die so genannten Royal-Suiten. Sie sind 780 Quadratmeter groß und besitzen zusätzlich zum luxuriösen Standardprogramm der anderen Suiten auch einen eigenen Fahrstuhl, ein Kino sowie einen Ankleideraum, der laut eigenen Angaben größer ist als ein durchschnittliches Hotelzimmer. Alle Zimmer des „Burj al Arab“ bieten den Gästen den Blick aufs Meer.

Betrieben wird das Hotel von der „Jumeirah Group“, einer Hotelkette, die sich im Besitz der Scheichdynastie „Al Maktum“ befindet. Sie leitete den Bau des „Burj al Arab“ 1994 in die Wege. Es ist Teil des Trends der Etablierung von Luxushotels am persischen Golf und in der ganzen Welt. Dabei versuchen die Hotelbetreiber sich an Komfort und Serviceleistungen zu überbieten. Seit das „Emirates Palace“ in Abu Dabhi seine Pforten geöffnet hat, konkurriert es mit dem „Burj al Arab“ um den inoffiziellen Titel des luxuriösesten Hotels der Welt. Beide werben mit 7 Sternen.

Tatsächlich ist aber keines der beiden Hotels offiziell mit 7 Sternen dekoriert. Das ist dem Umstand geschuldet, dass die beauftragten Lizensierungsfirmen maximal 5 Sterne vergeben. Das einzige 7-Sterne-Hotel der Welt ist deshalb die „Town House Galleria“ in Mailand. Sie ist durch die Schweizer Firma „Société Générale de Surveillance“, die 7 Sterne vergibt, ausgezeichnet worden.

Der Luxus, den das „Burj al Arab“ liefert, liegt dennoch zweifellos deutlich über dem Standard anderer 5-Sterne-Hotels. Das zeigt allein ein Blick auf die Preise für eine Übernachtung inklusive Frühstück. Zwei Personen, die die Annehmlichkeiten der „Panorama-Suite“ eine Nacht lang genießen wollen, müssen derzeit in der Hauptsaison mehr als 1.000 Euro bezahlen.

Tauchen Sie im nächsten Teil der Serie weiter in eine Welt aus Luxus und Komfort ein, die eines der besten und teuersten Hotels der Welt bietet. Dann stellen wir Ihnen die verschiedenen Restaurants des „Burj al Arab“ sowie die zahlreichen Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung näher vor.



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