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Online-Bewerbungen: Worauf Sie achten sollten (Teil 3)


13.11.2007 (A. Strehle) Kategorie: Wirtschaft

Bild: www.stern.de

In drei Teilen hat Ihnen Life-Go einen Einblick in das Thema Online-Bewerbung gegeben. Teil 1 und 2 beschäftigten sich mit deren Verfassen und einzelnen Bestandteilen. Abschließend soll es um Bewerbungsformulare und -homepages gehen.

Das Bewerbungsformular

Viele Unternehmen bevorzugen Bewerbungsformulare im Internet. Denn so bekommen sie alle Informationen, die sie benötigen, in genormter Form und können die einzelnen Bewerber auf einen Blick miteinander vergleichen. Für die Jobsuchenden bedeutet das allerdings, sich auf begrenztem Raum so zu präsentieren, dass sie aus der Masse ihrer Konkurrenten herausstechen. Das ist beim Beantworten von vorgefertigten Fragen, die kaum auf jeden Bewerber individuell eingehen können, nicht ganz einfach.

Zuerst müssen Sie sich klarmachen, dass das Ausfüllen eines Formulars nicht mit wenig Aufwand und in kurzer Zeit zu erledigen ist. Wie bei einer herkömmlichen Bewerbung gilt es sorgfältig und in Ruhe zu arbeiten. Wichtig ist, dass Sie alle Fragen beantworten, um dem Unternehmen die Informationen zu geben, die es haben will. Meist besitzen die Fragebögen ein Anschreiben-Feld, in dem Sie sich vorstellen und Ihre Motivation für den Job schildern können. Hier gelten dieselben Regeln wie bei der schriftlichen und der Bewerbung per E-Mail. (Näheres hierzu lesen Sie in Teil 2.)

Wenn Sie das Gefühl haben, sich nicht recht über einen solchen Fragebogen präsentieren zu können, gibt es auch die Möglichkeit ihn nur für eine Kurzbewerbung zu nutzen. Auf Wunsch des Unternehmens können Sie dann Ihre vollständigen Unterlagen auf dem Postweg nachreichen.

Die Bewerbungshomepage

Eine weitere Möglichkeit lange Bewerbungsschreiben zu umgehen, ist das Erstellen einer eigenen Webseite. Sie schicken an das jeweilige Unternehmen nur eine Kurzbewerbung, in der Sie dem Personalchef den Link zu Ihrer Seite geben. Das hört sich für den ersten Moment gut an, ist aber nicht ganz unproblematisch. Der Nachteil daran ist, dass sich nur wenige Arbeitgeber die Mühe machen, die gewünschten Informationen selbst im Internet zusammenzusuchen. Das ist besonders dann der Fall, wenn sie auf andere Bewerbungen im E-Mail-Postfach direkt zugreifen können.

Außerdem müssen Sie bedenken, dass ihre Internetseite für jedermann zugänglich ist. Sollten zum Beispiel ihre derzeitigen Kollegen oder sogar ihr Chef darauf stoßen, könnte das unliebsame Konsequenzen haben. Denn wer hat schon gern einen Mitarbeiter im Unternehmen, der, statt hinter seinem Job zu stehen, einen neuen sucht. Eine Lösung ist, die Homepage durch ein Passwort zu schützen. Allerdings steigert das zusätzlich den Aufwand des Personalchefs.

Selbst wenn Sie zurzeit keine Anstellung haben und deshalb glauben nichts befürchten zu müssen, bleiben einmal ins Internet gestellte und sogar bereits gelöschte Daten über ein Webarchiv weiterhin verfügbar. Falls Sie also Ihren gewünschten Arbeitsplatz bekommen, besitzt Ihre eigentlich hinfällige Bewerbungshomepage auch noch nach Monaten Gültigkeit für den, der sie im Internet findet. Dann können Sie nur hoffen, dass es nicht Ihr aktueller Chef ist. Denn der würde sich bestimmt darüber wundern, dass die Seite, aufgrund der er Sie im Unternehmen eingestellt hat, immer noch vorhanden ist. Schließlich könnte er den Eindruck gewinnen, dass Sie den Arbeitsplatz wechseln wollen.

Letztendlich gilt es von Fall zu Fall abzuwägen. Bei Multimediafirmen beispielsweise kann eine Bewerbungshomepage angebracht sein, da sie Ihre Fähigkeiten in dem Bereich direkt widerspiegelt. Wenn Sie sich also für die Variante entscheiden, sollten Sie darauf achten, dass Sie auch hier Ihre Seriosität wahren. Dazu gehört in angemessenem Stil zu schreiben sowie keine Urlaubsfotos und ähnliches zu veröffentlichen.

Abschließend hoffen wir Ihnen genügend brauchbare Tipps für Ihre Online-Bewerbung gegeben zu haben und wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Jobsuche!

Allgemeines zum Thema Bewerbung können Sie auch in folgendem Artikel nachlesen: „Richtig bewerben - Aber wie?“.



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