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Nicolas Cage: Ein Portrait


06.12.2007 (J. Richter) Kategorie: Lifestyle

Bild: www.amnesty.org.tr

Nicolas Cage lässt sich in keine Schublade stecken. Ob Actionheld, Bösewicht, bemitleidenswerter Alkoholiker oder liebeskranker Engel, seine Rollen spielt er überzeugend und mit größter Leidenschaft. Falls notwendig, verspeist er dafür auch die ein oder andere lebende Kakerlake wie bei den Dreharbeiten zu dem Film „Vampire’s Kiss“. Die Fähigkeit, die unterschiedlichsten Charaktere glaubwürdig darzustellen, zeugt von seinem außergewöhnlichen schauspielerischen Talent. Mit bis zu 20 Millionen Dollar Gage pro Film gehört er zu den bestbezahlten Schauspielern Hollywoods.

Prominente Verwandtschaft

Nicholas Kim Coppola alias Nicolas Cage wurde am 7. Januar 1964 in Long Beach, Kalifornien geboren. Er ist der jüngste Sohn des Literaturprofessors August Coppola und der deutschstämmigen Ballettänzerin und Choreographin Joy Vogelsang. Bei dem Nachnamen „Cage“ handelt es sich also demnach um einen Künstlernamen, worauf an späterer Stelle noch eingegangen wird. Er und seine beiden Brüder Marc und Christopher wurden vorwiegend von ihrem Vater aufgezogen, da die Mutter an schweren Depressionen litt und aus diesem Grund viel Zeit in Kliniken verbrachte.

Die Leidenschaft für die Schauspielerei wurde Nicolas Cage gewissermaßen in die Wiege gelegt, denn sein Onkel ist der berühmte Regisseur Francis Ford Coppola, der mit Filmen wie „Der Pate“ und „Apocalypse Now“ bekannt wurde. Auch sein Großvater Carmine Coppola war bereits im Filmgeschäft involviert, denn er arbeitete als Komponist und schrieb Filmmelodien.

Beruflicher Aufstieg und der große Durchbruch

Bereits mit 15 Jahren nahm Nicolas Cage Schauspielunterricht. Sein Leinwanddebüt gab er 1982 mit einer Rolle in „Ich glaub’, ich steh im Wald“. Unmittelbar nach seinem Einstieg ins Filmgeschäft änderte Nicolas Cage seinen Familiennamen und wählte statt „Coppola“ den Nachnamen „Cage“. Er wollte aus dem Schatten seines berühmten Onkels treten und nicht sofort mit ihm in Verbindung gebracht werden. Als Namenspaten gelten die Comicfigur Luke Cage, ein Superheld mit kugelsicherer Haut, und der Komponist und Künstler John Cage, der mit seinem Schaffen das 20. Jahrhundert prägte.

Nach dem Abschluss der „School of Theater, Film and Television“ in Los Angeles spielte er unter anderem in Filmen wie „Cotton Club“ (1984), „Birdy“ (1984) und „Peggy Sue hat geheiratet“ (1986) mit. In der oscarprämierten romantischen Komödie „Mondsüchtig“ (1987) agierte er an der Seite von Cher. Im Jahr 1994 gelang ihm schließlich der große Durchbruch mit der Hauptrolle im Film „Leaving Las Vegas“. Dort mimte er den gescheiterten alkoholsüchtigen Ben Sanderson, der beschließt, sich in Las Vegas zu Tode zu trinken. Für die Rolle gewann er einen Oscar.

Die Entwicklungen der letzten zehn Jahre

In den folgenden Jahren ging es für Nicolas Cage steil bergauf. So spielte er zusammen mit John Malkovich in dem Actionthriller „Con Air“ (1997) und neben John Travolta in „Face/Off - Im Körper des Feindes“ (1997), in dem Held und Bösewicht ihr Äußeres vertauschen. Ein weiterer Erfolg wurde der Kinofilm „Stadt der Engel“ (1998). Dabei handelt es sich um ein romantisches Drama, in dem Nicolas Cage und Meg Ryan die Hauptrollen besetzen. Im Jahr 2000 legte er mit einem weiteren Actionfilm, „Nur noch 60 Sekunden“, nach.

Auch in den letzten fünf Jahren war Nicolas Cage alles andere als untätig. So spielte er 2002 die Hauptrolle in dem Kriegsfilm „Windtalkers“, der allerdings vor allem in den USA ein Fehlschlag war. Erfolgreich war dagegen „Das Vermächtnis der Tempelritter“ von 2004. Im Jahr 2006 kam der Spielfilm „World Trade Center“ in die deutschen Kinos, der die Terroranschläge vom 11. September 2001 thematisiert. Nicolas Cage stellt darin den New Yorker Polizisten John McLaughlin dar. Im Jahr 2007 besetzte Nicolas Cage unter anderem die Hauptrolle in „Next“, einem Kinoereignis, das keinen herausragenden Beifall erntete. Ein weiterer Film dieses Jahres war die Comicverfilmung „Ghostrider“, in dem er den Hauptprotagonisten mimte. Für 2008 wird mit „Das Vermächtnis des geheimen Buches“ eine Fortsetzung des Filmes „Vermächtnis der Tempelritter“ erwartet.

In Privatangelegenheiten ebenfalls kein Langweiler

Hinsichtlich seines Privatlebens kann sich Nicolas Cages über Eintönigkeit nicht beklagen. Als er 1987 die Schauspielerin Patricia Arquette traf, wartete er nicht lange und machte ihr sofort einen Heiratsantrag. Sie war zunächst von so viel Spontaneität abgeschreckt und beide gingen vorerst andere Beziehungen ein. So waren Nicolas Cage und das Model Kristina Fulton mehrere Jahre ein Paar. Aus dieser Verbindung entstammt auch sein erster Sohn, Weston Coppola Cage. Schließlich fanden Patricia Arquette und Nicolase Cage aber dennoch zusammen. Acht Jahre nachdem sie sich kennen gelernt hatten, gingen sie tatsächlich den Bund fürs Leben ein. Die Ehe hielt sechs Jahre. Im Jahr 2001 ließen Nicolas Cage und die Schauspielerin sich scheiden.

Schon im Folgejahr gab es eine neue Gemahlin an seiner Seite. Hinsichtlich der Prominenz konnte sie es durchaus mit ihm aufnehmen, denn es handelte sich um niemand Geringeren als die Tochter des „King of Rock and Roll“, Lisa Marie Presley. Auch die Tatsache, dass Nicolas Cage großer Elvis-Presley-Fan ist, konnte nichts daran ändern, dass die Ehe ebenfalls zum Scheitern verurteilt war. Schon nach vier Monaten folgte die Scheidung. Aktuell liegt sein privates Glück in den Händen seiner dritten Ehefrau Alice Kim, einer Kellnerin, die am 3. Oktober 2005 seinen zweiten Sohn, Kal-El Coppola-Cage, zur Welt brachte. Die Familie besitzt seit dem letzten Jahr ein Anwesen in Bayern. Das in der Oberpfalz gelegene Schloss Neithart soll nach eingehender Restauration als Feriendomizil dienen.



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