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Die Reihe „Märchenhafter Oktober“ befasst sich mit dem Thema Märchen. Aus Gründen der Einheitlichkeit beziehen wir uns dabei ausschließlich auf die Originalversionen. In Teil 6 ging es um Märchen aus fremden Kulturen. Teil 7 behandelt Weihnachtsmärchen.
Im Herbst und Winter wird das Wetter ungemütlich und die Tage düster. Daher ist das die ideale Zeit, um es sich mit einem heißen Tee oder Kakao und einem dicken Märchenbuch auf dem Sofa gemütlich zu machen. Einige Geschichten sind ganz besonders besinnlich und werden gerade in der Weihnachtszeit häufiger erzählt.
„Das Mädchen mit den Schwefelhölzern“ muss im tiefsten Winter in der Stadt seine Ware verkaufen. Es ist schon Abend und niemand ist mehr auf der Straße. Dennoch traut sich das Kind nicht nach Hause, da es noch kein Geld verdient hat. Wegen der bitteren Kälte will es die Streichhölzer schließlich selbst benutzen. Mit jedem Hölzchen zündet das Mädchen sich neue Hoffnung an. Die Wärme lässt es von ein bisschen Glück träumen. Schließlich sieht es im Licht der brennenden Holzstückchen den Geist seiner Großmutter. Nun spürt es keinen Hunger und keine Kälte mehr. Am nächsten Tag wird seine Leiche gefunden. Das tote Mädchen hat noch ein Lächeln auf dem Gesicht.
„Der standhafte Zinnsoldat“ im gleichnamigen Märchen ist ein unvollständiges Spielzeug. Ihm fehlt ein Bein, weshalb er sich von allen anderen unterscheidet. Er verliebt sich unsterblich in eine Ballerinapuppe. Auch sie steht nur auf einem Bein und tanzt in einem Schloss aus Pappe. Durch ein ungünstiges Schicksal und einen bösen Kobold können die beiden jedoch nicht zusammen kommen. Der Soldat gerät von einem Abenteuer ins nächste, wobei er immer versucht, zu seiner Tänzerin zu gelangen. Doch all seine Mühen bleiben vergeblich. Als er sein Ziel fast erreicht hat, wird er durch das Zutun des Kobolds in den Kamin geworfen. Die Ballerina folgt ihm in die Flammen und so sind sie wenigstens im Tode vereint.
Das Märchen „der Tannenbaum“ erzählt von einem jungen Baum, der nie zufrieden ist. Zuerst will er so schnell es geht größer werden. In seiner Ungeduld bemerkt er nicht die Vögel und die Sonne um sich herum. Als es dann so weit ist, will er unbedingt ein Weihnachtsbaum werden. Kaum wird er gefällt, vermisst er jedoch seinen alten Platz. Er konzentriert sich so sehr auf das, was er nicht hat, dass er nie etwas genießen kann. Immer lebt er in der Erwartung auf etwas Neues. Schließlich, als er alt ist und im Kamin landet, hält er inne, um sich zu erinnern. Dabei stellt er fest, dass er ein sehr schönes Leben hatte. Er hat es nur nie zuvor bemerkt.
Solche Märchen sollen zum Nachdenken anregen. Geborgenheit, Glück und Liebe sind nicht selbstverständlich. Wer damit beschenkt ist, vergisst das aber allzu leicht. Gerade in der Weihnachtszeit gehen Dankbarkeit und Freude an den kleinen Dingen unter. Wir nehmen sie neben Hektik und Stress nicht so wahr, wie wir es sollten. In dieser Situation tut es gut, einfach mal inne zu halten und ein wenig Besinnlichkeit aufkommen zu lassen.
Wie erleben Sie die Vorweihnachtszeit? Laufen Sie genervt durch die Geschäfte, um noch die letzten Geschenke zu erhaschen? Oder gönnen Sie sich auch mal die Ruhe, die der Advent eigentlich mit sich bringen sollte? Teilen Sie uns Ihre Meinung im Life-Go-Forum mit. Da wir die Reihe „Märchenhafter Oktober“ mit Teil 7 beenden wünscht Ihnen eine frohe und besinnliche Weihnacht! Wir hoffen Ihnen eine schöne Adventszeit beschert zu haben.
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