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Sushi ist heute in aller Munde, auch hierzulande. Ob gerollt oder übereinander geschichtet, die verschiedenen, kunstvoll angerichteten Häppchen kommen appetitlich und oft farbenfroh daher. Umso praktischer ist, dass sie als ein Bissen im Mund verschwinden. Wer den Stäbchen, die üblicherweise als Besteck dienen, abgeschworen hat, darf stattdessen auch die Finger benutzen. Das gefällt dem Kunden, und so sprießen Sushi-Bars und japanische Restaurants in vielen kleinen und großen deutschen Städten aus dem Boden.
Viele Lebensmittel-Discounter, die ehemals vor allem Produkte zur Nahrungsmittel-Grundversorgung absetzten, haben neuerdings die hochwertige Ware im Kühlregal oder tiefgekühlt im Sortiment. Offensichtlich erfreut sich der japanische Edelsnack größter Beliebtheit. Er besteht üblicherweise aus den Hauptbestandteilen Reis, rohem Fisch sowie getrocknetem und geröstetem Seetang, dem sogenannten Nori.
Je nach Art des Sushis können Gemüse oder Ei weitere Zutaten sein. Zu einer vollständigen Mahlzeit gehören außerdem Sojasoße und Wasabi als Würzmittel. Er ist auch unter der irreführenden Bezeichnung „japanischer Meerrettich“ bekannt. Das scharfe Gewürz wird aus der Wurzel einer in Japan heimischen Pflanze gewonnen. Eingelegter Ingwer (Gari), der zur Neutralisierung des Geschmacks zwischen den einzelnen Suhis dienen soll, gehört ebenso in ein Menü. Als passendes Getränk sind Reiswein oder grüner Tee üblich.
Sushi entstand ursprünglich als eine Konservierungsmethode. Lange vor der Verbreitung von Kühlschrank und Gefriertruhe wurde nach einer Methode gesucht, rohen Fisch länger unverderblich zu machen. Anfangs wurde er in Salz eingelegt und mit Hilfe eines schweren Steins gepresst, was zur Fermentation und so zur Haltbarmachung führte. Dieser Prozess war allerdings sehr langwierig. Aus diesem Grund wurde schließlich mit Essig gewürzter Reis hinzugefügt. Das Gemisch beschleunigte den Gärungsprozess des Fischs. Zudem war der Reis eine wohlschmeckende Ergänzung.
Im 19. Jahrhundert konnte sich dann in der Gegend von Tokio die noch heute bekannte Sushi-Variante etablieren, bei der frischer, roher Fisch auf leicht gesäuerten Reis gelegt und als Häppchen serviert wird. Insbesondere seit dem Zweiten Weltkrieg wurde die asiatische Delikatesse auch in der westlichen Welt bekannt.
Unter den drei populärsten Sushi-Arten findet sich zum einen das Nigiri-Sushi, bei dem ein Reisbällchen mit der Hand geformt, mit Fisch belegt und häufig mit einem Streifen Nori zusammengehalten. Die zweite und bekannteste Variante ist das Maki-Sushi. Auf einer Bambusmatte werden Reis und Nori um Fisch oder Gemüse gelegt, zu einer Rolle gefaltet und schließlich geschnitten. Ferner zählt die California-Roll zu den beliebten Sushi-Arten. Hierbei befindet sich der Reis auf der Außenseite. Jedoch ist diese Herstellungsweise nicht traditionell-japanisch, sondern eine Erfindung der 70er Jahre, als es in Kalifornien einen regelrechten Sushi-Boom gab.
In Deutschland gibt es seit Jahren einen Asia-Trend, der nicht nur den kulinarischen Bereich betrifft. Er geht mit Akupunktur, Massage- und Entspannungstechniken einher. Denn Sushi gilt als äußerst gesundes Nahrungsmittel. Er enthält ungesättigte Omega-3-Fettsäuren sowie Jodsalz. Die Fettsäuren gelten als herz- und gefäßschützend und müssen vom Menschen regelmäßig mit der Nahrung aufgenommen werden, da der Körper sie nicht selbst bilden kann. Jod ist für die Funktion der Schilddrüse wichtig.
Vor noch nicht allzu langer Zeit galt es als durchaus ungewöhnlich, Fisch weder eingelegt noch gegart zu sich zu nehmen. Auch heute bleibt das Geschmackssache, die farbenreiche Sortenvielfalt hat aber schon so manchen Skeptiker überzeugt und eines Besseren belehrt. Da das Auge bekanntlich mitisst, stehen die Chancen gut für die ausgesuchte und gesunde Spezialität, auch in Zukunft hoch im Kurs zu stehen.
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