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UN Welttag des Wassers 2008


18.03.2008 (B. Seberkste) Kategorie: Welt

Bild: www.chemikus.com

Am 22. März 2008 ist der Welttag des Wassers. Seit der UNO-Konferenz 1992 in Rio de Janeiro wird der Tag mit allerlei Feierlichkeiten begangen. In diesem Jahr wird er jedoch ausnahmsweise am Donnerstag, dem 20. März 2008 stattfinden. Die Verschiebung hat ihren Grund vermutlich in der terminlichen Überschneidung mit Ostern. 2008 wird der Tag im Rahmen des „International Year Of Sanitation“ gefeiert.

Besonders betont wird 2008 die Bedeutung sanitärer Einrichtungen und die Verbesserung hygienischer Verhältnisse. Schätzungsweise 1,2 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu Trinkwasser, mehr als doppelt so viele (2,6 Milliarden) leben ohne angemessene sanitäre Einrichtungen. Wöchentlich sterben circa 42.000 Menschen an den Folgen ungenügender Trinkwasserqualität und schlechter hygienischer Bedingungen.

Die beiden Faktoren bilden einen der Hauptgründe für die hohe Kindersterblichkeit in ärmeren Ländern, denn durch mangelnde Hygiene wird die Übertragung von Krankheiten begünstigt. Dabei handelt es sich in erster Linie um Durchfallerkrankungen, welche vor allem bei Kleinkindern zu Mangelernährung führen und oft tödlich enden. Eine Verbesserung der sanitären Verhältnisse würde also direkt eine Senkung der Kindersterblichkeit bewirken.

Darüber hinaus versprechen sich Experten eine Verbesserung der Ausbildungsverhältnisse. Im ersten Moment mag die Verbindung absurd erscheinen, lässt sich aber doch relativ einfach nachvollziehen. Angemessene sanitäre Einrichtungen könnten in bestimmten Kulturkreisen dazu beitragen, dass es mehr Mädchen erlaubt wird, Schulen zu besuchen. Angemessen bedeutet hier die Einrichtung abgeschlossener Toilettenräume, im Idealfall eigener Räumlichkeiten für beide Geschlechter. Außerdem würde eine Verbesserung der hygienischen Standards eine Senkung der Krankheitsfälle erzielen und damit die Fehlzeiten im Unterricht wegen Krankheit verringern.

Hygiene ist also einer der Schlüssel zur Erfüllung der Millennium-Entwicklungsziele. Dabei handelt es sich um von den Vereinten Nationen gesetzte Ziele. Dazu zählen unter anderem die Verbesserung der Umweltverhältnisse, Ausbildung, Gleichstellung der Geschlechter, Verringerung von Kindersterblichkeit und Armut in der Welt.

Das betonte der niederländische Kronprinz Willem-Alexander am 21. November 2007 auf der UN-Sitzung in New York. Er hat derzeit die Funktion des Vorsitzenden des UN-Beratergremiums Wasser und Gesundheit inne. Wesentlich sei es, sagte er, die Anstrengungen im Bereich der Hygiene zu erhöhen. Nur so ließen sich die Entwicklungsziele im gesetzten Zeitraum bis 2015 umsetzen.

Eines der Ziele ist es, allen Menschen den Zugang zu sauberem Wasser zu ermöglichen. Denn das ist der Schlüssel zu akzeptablen Lebensumständen. Das sollten wir uns bewusst machen, wenn wir wieder einmal den Wasserhahn aufdrehen und uns das lebensspendende Nass wie selbstverständlich entgegensprudelt.



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