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Auf diesen Triumph musste die deutsche Eiskunstlauf-Szene elf Jahre lang warten. In einem bis zum Schluss spannenden Finale bei der Weltmeisterschaft in Göteborg konnte sich das deutsche Pärchen Aljona Savchenko und Robin Szolkowy am Ende durchsetzen und den WM-Titel nach Deutschland holen. Nach der Goldmedaille bei der Europameisterschaft in Zagreb im Januar 2008 ist es bereits der zweite große Titel der beiden innerhalb von zwei Monaten.
Mit 202,86 Punkten verfehlte das Chemnitzer Pärchen den Weltrekord der Chinesen Xue Shen und Hongbo Zhao dabei nur knapp um nicht einmal vier Punkte. Obwohl die beiden Deutschen beim Kurzprogramm noch leicht gepatzt hatten, konnten sie die Konkurrenz aus China und Kanada mit einer überragenden Final-Kür am Schluss noch auf die Plätze zwei und drei verdrängen. Deshalb wurden bei der 24-jährigen Aljona Savchenko aus Tränen der Enttäuschung nach dem Kurzprogramm letztendlich auch doch noch Freudentränen über den Gesamtsieg.
Die Juniorenweltmeisterin und ihr sächsischer Partner begeisterten in Göteborg nicht nur das mit 8.142 Zuschauern gefüllte Scandinavium, sondern vor allem auch die Punktrichter. Zur Musik „L’Oiseau“ aus dem „Cirque du Soleil“, einer kanadischen Zirkusshow, gelang nach schwächerer Vorrunde in der entscheidenden Phase auf dem Eis fast alles. Als Prämie erhalten die beiden sowohl für die Goldmedaille als auch für das Saisonergebnis umgerechnet ca. 86.000 Euro. „Wir laufen nicht für Geld, aber gebrauchen können wir es sehr gut“, sagte der 28-jährige Robin Szolkowy nach dem Finale überglücklich.
Der ehrgeizige Ingo Steuer, der als Trainer auch schon das letzte deutsche Gold-Pärchen 1997 betreut hatte, sieht den Titel allerdings nur als ersten Erfolg und strebt nach mehr. „Wir haben ein großes Etappenziel auf dem Weg zum Olympiasieg erreicht“, sagte der 41-jährige nach dem Sieg mit Blick auf die olympischen Winterspiele 2010 im kanadischen Vancouver.
Befürchtungen, Aljona Savchenko und Robin Szolkowy könnten nach dem Europameisterschafts-Triumph vom Januar an dem Druck der Favoritenrolle scheitern, widerlegten die beiden eindrucksvoll. „Manchmal ist es sogar ein Vorteil, als Angreifer ins Rennen zu gehen. Der Kampf kann auch Kräfte freisetzen“, sagte Udo Dönsdorf, Sportdirektor der Deutschen Eislauf-Union nach der Vorrunde und spricht anschließend den deutschen Eiskunstlauf-Fans aus der Seele: „Wir können stolz sein, so ein Paar zu haben.“
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