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Am 21. März 2008 wird in Südafrika der „Human Rights Day“, der Tag der Menschenrechte, gefeiert. Hinter dem gesetzlichen Feiertag verbergen sich geschichtliche Ereignisse, die das Land stark geprägt haben. Das Datum erinnert die Bevölkerung an die Zeit, als durch die Apartheid systematisch die Grundrechte von Menschen mit schwarzer Hautfarbe eingeschränkt wurden. Bis in die neunziger Jahre hinein konnten die weißen Siedler mit der Politik der Rassentrennung ihre Herrschaft in der Kaprepublik aufrechterhalten.
Mit der Apartheidpolitik verfolgten die Europäer das Ziel ihre Vormachtstellung gegenüber der schwarzen Bevölkerung, die die Mehrheit im Land bildete, zu sichern. Die strikte Trennung nach Hautfarben hatte zur Folge, dass alle Nicht-Weißen in die ihnen zugeteilten Gebiete (Homelands) umgesiedelt wurden. Die Separation in den Städten ging mit der Schaffung von Townships, eigener Wohngegenden für Schwarze, einher. Zu den Regelungen, die während der Apartheidpolitik erlassen wurden, gehörten auch die Passgesetze. Sie besagten, dass jeder Bürger immer und überall einen Pass mit sich tragen musste, um Auskunft über seine Rassenzugehörigkeit geben zu können.
In diesem Zusammenhang erlangte das südafrikanische Township Sharpeville traurige Berühmtheit. Am 21. März 1960 kam es zum friedlichen Protest der schwarzen Bevölkerung gegen die Passgesetze. Die Situation eskalierte, als die anwesenden Polizisten um sich schossen. Dabei wurden 69 Demonstranten, darunter auch Frauen und Kinder, getötet und rund 180 Personen verletzt. In Folge der Ereignisse verstärkte sich die Opposition gegen das Regime der Weißen, die nur umso strikter ihre Politik durchsetzten.
Eine der wichtigsten Figuren im Widerstandskampf der schwarzen Bevölkerung gegen die Apartheidpolitik ist Nelson Mandela, der Friedensnobelpreisträger von 1993. Als Mitglied der Oppositionspartei African National Congress (ANC) setzte er sich beständig für die Gleichberechtigung der schwarzen Bevölkerung ein, wurde dafür verhaftet und verbrachte knapp 30 Jahre seines Lebens im Gefängnis. Nach seiner Freilassung widmete er sich weiterhin seinem Ziel. Dank seiner Mitwirkung wurde im November 1993 die Abschaffung der Apartheid offiziell in einer Übergangsverfassung festgelegt.
Damit war der Weg für die Demokratie geebnet. Aus den Wahlen, die im April 1994 stattfanden, ging der ANC als stärkste Partei hervor. Nelson Mandela wurde zum ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas ernannt. Es folgte der Entwurf einer neuen, demokratischen Verfassung, in der die Grundrechte eine besondere Stellung einnahmen. Am 10. Dezember 1996, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, folgte die Unterzeichnung durch den Staatspräsidenten Nelson Mandela an einem geschichtsträchtigen Ort: Sharpeville.
Heute, mehr als zehn Jahre nach Einführung der Demokratie, hat Südafrika weiterhin mit sozialen Problemen zu kämpfen. Massenarbeitslosigkeit und ein starkes Gefälle zwischen Arm und Reich prägen das Bild der Gesellschaft. Schwarze werden meist immer noch schlechter bezahlt als Weiße. Das zeigt, wie schwer es ist, die Jahrzehnte der Apartheid und ihre Folgen hinter sich zu lassen. Dafür wird das Land sicher noch einige Zeit brauchen.
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