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Am Dienstag, den 13. September 2005, stellte die Weltbank in New York die Studie „Wo ist der Reichtum der Nationen?“ vor. In diesem Index sind zum Beispiel Naturressourcen und Bildungsniveau in ihren Geldwert umgerechnet worden. Die Weltbank hat im Bereich der Naturressourcen den Wert von Fischbeständen, Wäldern, Bodenschätzen und Energievorkommen errechnet. Über Indizes wurden auch Bildung, Regierungsführung und Behördenqualität berücksichtigt.
Dabei kam die Weltbank zu dem alarmierenden Ergebnis: Die bereits armen Länder sind dabei, ihre wenigen Ressourcen auch noch zu verlieren, sowohl durch Raubbau an der Natur, als auch durch hohes Bevölkerungswachstum. Dazu sagte der Autor der Studie, Kirk Hamilton: „Wenn eine Familie jeden Monat Geld vom Konto abhebt und Besitz wie ein Auto oder Nutztiere verkauft um Essen auf dem Tisch zu haben, kommen wir zu dem Schluss, dass das auf Dauer nicht haltbar ist. Genauso verhält es sich mit den Nationen.“
Die Weltbank hebt unter den afrikanischen Ländern jedoch auch ein paar positive Beispiele hervor:
- Mauretanien habe durch clevere Schutzmaßnahmen seine Fischgründe langfristig geschützt.
- Botswana habe Einkommen aus Diamantverkäufen in Bildung, Gesundheitsvorsorge und Infrastruktur investiert.
In dem Bericht hieß es, dass wenn die Naturzerstörung nicht gestoppt werde, die Anstrengungen für eine nachhaltige Entwicklung in den armen Ländern gefährdet seien.
Insgesamt ist in diesem Weltbank-Index die Schweiz, mit einem Pro-Kopf-Reichtum von umgerechnet 527.000 Euro, das reichste Land der Welt. Äthiopien ist mit 1600 Euro der ärmste Staat. Deutschland kam auf Platz 5, mit 404.447 Euro Pro-Kopf-Reichtum.
Nach der Schweiz sind Dänemark (2. Platz), Schweden (3. Platz), die USA (4. Platz), Deutschland (5. Platz), Japan (6. Platz), Österreich (7. Platz), Norwegen (8. Platz), Frankreich (9. Platz), Belgien (10. Platz) und Luxemburg (11. Platz) die reichsten Länder. Die ärmsten sind nach Äthiopien Burundi (vorletzter Platz), Niger und Nepal.
Während bei den ärmsten Ländern ein Drittel bis die Hälfte des Reichtums aus Naturressourcen kommt, liegt der Anteil in der Schweiz und in Deutschland bei nur einem Prozent. In den reichen Ländern liegt mehr als 80 % des Reichtums in so genanntem immateriellen Kapital wie Bildung und funktionierendem Rechtssystem.
Erst wenn auch die armen Länder den Anteil der Naturressourcen an ihrem Pro-Kopf-Reichtum verringern und den Anteil immaterieller Ressourcen (wie z.B. eine fundierte Schulbildung) steigern, werden sie ihre Armut wirkungsvoll bekämpfen können.
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