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In einer zweiteiligen Serie möchte Life-Go Sie über die Preisentwicklung 2008 informieren. Dabei haben wir uns im ersten Teil dem zugewendet, was bereits teurer wurde oder noch wird. Im Einzelnen ging es um Rohöl, Lebensmittel, Süßwaren, Kaffee und Strom. Der zweite Teil wird sich dem gegenüber mit dem befassen, was günstiger wird. Es handelt sich um Kommunikation, Erbschaft, Steuern, Versicherungen und Heimelektronik.
Die Prognosen für den Kommunikationssektor sehen gut aus. Obwohl das Telefonieren im Festnetz 2007 etwas teurer wurde, sind Senkungen für die Handy- und Internetkosten vorausgesagt. Vor allem Auslandstelefonate sollen 2008 billiger werden. Mit Preissenkungen innerhalb Deutschlands ist ebenfalls noch zu rechnen. Die niedrigeren Preise verweisen auf den zunehmenden Wettbewerb, den es in der Handyindustrie seit längerem gibt.
Ab dem Frühsommer sollen auch neue Regeln fürs Erben gelten. Enge Verwandte, wie Ehegatten und seit Neustem auch eingetragene Lebenspartner, erhalten dann bis zu 500.000 Euro steuerfrei. Enkel dürfen bis zu 200.000 Euro abgabenfrei erben. Die Ausnahme bilden Geschwister, Nichten und Neffen. Sie erhalten keine steuerfreien Erhöhungen.
Eine Erleichterung gibt es auch für die Arbeitnehmer sowie Studenten, die keine Steuererklärung abzulegen haben. Sie können ihre gezahlte Lohnsteuer bis zu vier Jahren zurückholen. Darüber hinaus wird die Riester-Rente zusätzlich vom Staat gefördert. Ab diesem Jahr wird die Zulage für Erwachsene um 40 Euro erhöht. 2007 gab es noch 114 Euro. Der Betrag wurde nun auf 154 Euro aufgestockt. Die Sparer können darüber hinaus zusätzlich knappe 600 Euro mehr von der Steuer absetzen.
Ein Versicherungsvertragsrechtsgesetz (VVG) soll ebenfalls zu Änderungen führen: Der Kunde soll nun besser informiert werden. Das soll unter anderem mit Modellrechnungen geschehen. Die Vertreter müssen die Beratung schriftlich festhalten. Es kam schon des Öfteren zu einer ungenügenden Auskunft. In solchen Fällen erhält der Versicherte nun trotzdem einen Teil seiner Leistung. Zudem müssen Provisionen und Abschlusskosten offengelegt werden. Ein weiterer Vorteil besteht für den Kunden in der Vertragslaufzeitenkürzung und der Prämienerstattung. Bei einer vorzeitigen Kündigung der Lebensversicherung ist in Zukunft auch nicht mehr mit den derzeitigen Geldverlusten zu rechnen.
Verbraucherfreundliche Preise gibt es dieses Jahr zudem bei der Heimelektronik. Bei Fernsehgeräten, digitalen Kameras und Computern kann der Nutzer bis zu 20 Prozent im Vergleich zu letztem Jahr sparen. Eine Einsparung, allerdings nur bis zu acht Prozent, gibt es auch bei den elektrischen Haushaltsgeräten wie Wasch- und Geschirrspülmaschinen.
Die letztgenannten Preissenkungen sind dennoch keine allzu große Erleichterung, da Alltagsausgaben wie Lebensmittel, Strom und Benzin vermehrt anstehen. Die enorm angestiegenen Milchpreise, die im Vergleich zu 2005 um beachtliche 28 Prozent angestiegen sind, zeigen unter anderem die extreme Entwicklung. Im Jahresdurchschnitt wird eine Inflationsrate von 2,3 Prozent erwartet. Dem deutschen Bürger bleiben also neben kleinen Preisersparnissen durch einen Stromanbieterwechsel, dem Abschließen einer Riester-Rente und Versicherungen keine weiteren Möglichkeiten als zu sparen.
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