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Die Pfefferminze ist als Teepflanze sehr bekannt, dabei ist sie auch eines der universellen Heilkräuter. Ihr Anwendungsbereich befindet sich unter anderem in der Medizin zum Beispiel als Beruhigungsmittel und Hautcremes. Aber auch im Garten macht sie mit ihren zahlreichen Blätter- und Blütenvariationen einen guten Eindruck.
Die Pfefferminze (lateinisch: Mentha x piperita) wird im Volksmund auch Schmeckerts oder Edelminze genannt. Sie wird auch fälschlicherweise „englische Minze“ genannt, obwohl dies eine Unterart der Pfefferminze ist, die besonders in Großbritannien vorkommt. Dort wird sie für die berühmte englische Minzesoße verwendet. Ihr Ursprung lässt sich auf eine Züchtung zurückführen, bei der verschiedene Kräuter miteinander gekreuzt wurden. Die Herkunft der verwendeten Kräuter ist allerdings nicht mehr nachvollziehbar. Vermutet wird, dass sie eine Kreuzung aus der Grünen Minze und der Wasserminze ist. Verbreitet ist sie vor allem in Europa.
Die verschiedenen Züchtungen, welche vor allem durch künstliche Bestäubung entstanden sind, unterscheiden sich besonders durch die Blüten- und Blätterfarben, die von einem hellen Grau über saftiges Grün bis zum dunklen Lila variieren. Unveränderlich bleiben dabei die dichten Ähren, die kahlen Stängel sowie die groben und kurzstieligen Blätter. Die zumeist rosa Blüten, welche an Lippen erinnern, sind ein Indiz dafür, dass die Pfefferminze zu den Lippenblütengewächsen zählt. Insgesamt kann die Pflanze eine Höhe von circa 50 bis 100 cm erreichen. Die wunderschöne Blütenpracht entwickelt sich von Juni bis August, wenn sie bereits im Frühling (April / Mai) oder im Herbst (September / Oktober) als Steckling ausgesetzt wird. Die Stecklinge sind im Gartencenter erhältlich. Dort gibt es allerdings auch ausgewachsene Pflanzen. Für Hobbygärtner gibt es zudem Samen zu kaufen, womit die Pflanze selbst aufgezogen werden kann.
Der Standplatz für die schöne Pflanze sollte ein feuchter Ort in der Sonne oder im Halbschatten sein. Der ideale Pflanzgrund ist ein humusreicher und etwas lehmiger Boden. Da es heutzutage bereits langlebigere Exemplare gibt, sollte sie im Winter mit Kompost oder Laub abgedeckt werden. Das ausgewachsene Kraut wird vor der Blüte (Juni bis September) geerntet. Die Krautbüschel werden dann aufgehängt oder in nicht zu dichten Lagen im Schatten oder bei maximal 30 Grad Celsius getrocknet. Danach können die Blätter abgepflückt und in Blechdosen oder Papiertüten aufbewahrt werden. Wichtig ist ein trockener und lichtundurchlässiger Lagerplatz, weil sonst Schimmel entsteht und das Heilmittel seine Wirkung verliert.
Ein bekannter Inhaltsstoff, den das Heilmittel besitzt, ist das Menthol, welches nur eines ihrer vielen ätherischen Öle ist. Doch auch Bitter- und Gerbstoffe besitzt das Hausmittelchen. Daneben existieren B-Vitamine, Kalium und Kalzium. Zu beachten ist, dass die Pfefferminze bei hoher Dosierung giftig sein kann. Grund dafür ist zum Beispiel das Enzym Katalase in der Pflanze, weshalb sich der Kümmel für eine längere Anwendung besser eignet. Der Kümmel besitzt eine vergleichbare Heilwirkung wie die Pfefferminze. Trotzdem findet die Pfefferminze eine gute Verwendung bei Appetitlosigkeit, Durchfall, Konzentrationsschwächen, Übelkeit, Reizmagen, Kopfschmerzen, Menstruationsbeschwerden und besitzt sowohl eine kühlende wie wärmende Wirkung.
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