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Zum Afrikatag 2008 bitten das Hilfswerk „missio“ und die Fernsehjournalistin Gundula Gause um Spenden. Das biblische Motto lautet in diesem Jahr „Sagt den Verzagten: Habt den Mut, fürchtet euch nicht“ (Jesaja Kapitel 35, Vers 4). In einigen Staaten wie Namibia, Sambia und Mali gilt der Afrikatag oder auch „Tag der afrikanischen Einheit“ als Feiertag und wird am 25. Mai gefeiert. Das Hochfest der Erscheinung des Herrn am 6. Januar, wird in Europa schon seit über hundert Jahren zugleich als Afrikatag begangen. Viele Frauen und Männer der Kirche setzen sich dafür ein, mit einer Kollekte notleidende und verarmte Menschen zu unterstützen.
Die Kollekte 2008 ist für einen erfolgreichen Friedensprozess der Bürger in Nord-Uganda bestimmt. Nach mehr als 20 Jahren Bürgerkrieg müssen die Menschen dort lernen mit dem Frieden umzugehen und ihre Zukunft eigenverantwortlich zu gestalten. Rund 30.000 Kinder und Jugendliche wurden von Rebellen entführt und als Soldaten missbraucht. Unzählige Menschen wurden ermordet.
Geplant sind mehrere Projekte, unter anderem die Förderung von Seelsorge durch die Kirche im Bistum Gulu in Nord-Uganda. Viele Menschen suchen dort ihren Halt im christlichen Glauben, der ihnen von Vertretern der Kirche vermittelt wird. Da Pastoralarbeit jedoch nur mit Hilfe von Laienarbeitern geschehen kann, werden Mitarbeiter geschult, um den Menschen im Friedensprozess zur Seite zu stehen.
Ein weiteres Projekt ist das der Schwesterngemeinschaft der „Little Sisters of Mary Immaculate of Gulu“ zur Notversorgung von Flüchtlingen. Ein großer Teil der heimatlosen Bevölkerung besteht aus verwaisten Kindern und verwitweten Frauen, die ihre Männer entweder durch den Krieg, durch Aids oder durch die tödliche Krankheit Ebola verloren haben. Für die dringende Erste-Hilfe-Maßnahme und zur Bereitstellung lebensnotwendiger Dinge benötigt die Schwesterngemeinschaft finanzielle Unterstützung von außen.
Der Afrikatag wurde 1891 zur Bekämpfung der Sklaverei von Papst Leo XIII eingeführt und ist die älteste Kollekte der Welt. Heute dient er dazu Menschen von Formen der modernen Sklaverei, Unterdrückung und Abhängigkeit zu befreien. Auf dem afrikanischen Kontinent kann Sklaverei auf vielerlei Arten geschehen. Kinder werden durch psychische Gewalt, Drogen und Missbrauch zu Kindersoldaten gemacht. Sie werden dadurch ihrer Freiheit und ihrer Kindheit beraubt. Frauen haben aus traditionellen Gründen oder durch Armut keinen Zugang zur Bildung. Sie werden wie Leibeigene behandelt und durch die Regelung der Mitgift als Handelsobjekt gesehen.
Das internationale katholische Hilfswerk „missio“ richtet den Afrikatag alljährlich aus und unterstützt mit den Erlösen aus Spenden und Kollekten die Ausbildung von Laienhelfern, Priestern, Schwestern und Ordensleuten in Afrika. Mit ihren Beiträgen fördern sie die Entwicklung Afrikas zu einem ganzheitlichen Kontinent und „machen den Verzagten Mut zum Neubeginn“, heißt es von Seiten des Hilfswerks. Im Jahr 2007 ergab die Kollekte zum Afrikatag knapp 2,24 Millionen Euro. Weitere Informationen dazu finden Sie unter www.missio.de.
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