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„After the Rain“ - Ein Debüt


01.06.2008 (B. Seberkste) Kategorie: Kultur

Bild: www.amazon.de

ELA heißt mit bürgerlichem Namen Manuele Eichhorn und kommt aus Karlsruhe. Bekannt wurde sie schon als Sängerin der Gruppe „Com’N’Rail“. Doch im November 2007 veröffentlichte sie unter dem Label „NoCut“ ihre erste Solo-Single „After the Rain“. Im März 2008 folgte dann das Album.

„After the Rain“ ist der Titeltrack einer Maxi-CD, die neben einem Remix zusätzlich noch zwei weitere Songs enthält („Why can’t I“ und „Good“). Der Titelsong „After the Rain“ ist eine getragene, recht stimmungsvolle Pop-Ballade, die sich schwerlich eindeutig einer Richtung zuordnen lässt. Unklar bleibt, ob das beabsichtigt war, oder ob es sich dabei um Stilunsicherheit der Sängerin handelt. Zu einfach jedenfalls ist die Komposition, so dass von großer Kunst sicher nicht die Rede sein kann.

Aber nichtsdestotrotz: Wichtigstes Element der Single ist ELAs kraftvolle, leidenschaftliche Stimme. Gerade diese Kraft gibt der Ballade ihre Stimmung, in der neben Traurigkeit auch ein Hauch Trotz zum Ausdruck kommt. Getragen von rhythmischem Schlagzeugeinsatz à la „Linkin’ Park“, begleiten den Hörer Streichinstrumente durch den Song. Zusammen mit den Hall-Effekten in ELAs Gesang suggerieren sie Ferne und Verlassenheit. Davon ist auch im Text die Rede. Die Vertonung des Stückes ist von der Auswahl der Instrumente her durchaus positiv zu bewerten. Die Gesamtkomposition ist allerdings verbesserungswürdig.

ELA allerdings ist mit ihrem Stück zufrieden. Sie betrachtet es als Ausdruck ihrer selbst, so sagte sie in einem Interview. Bisher hat das Stück in den Medien zu positive Kritik erhalten. Auch wenn es eine interessante Kombination verschiedener Genres wie Metal und Pop beinhaltet, ist „After the Rain“ ein eher schwaches Stück. Die größte Stärke, die ELAs Musik vorzuweisen hat, die wunderbare Stimme der Sängerin, geht in der simplen Synthesizer-Begleitung verloren. Zudem wirkt die Genre-Kombination eher unausgereift und die Ballade überladen. Weniger ist eben manchmal mehr. Es bleibt zu hoffen, dass die Sängerin sich in folgenden Stücken auf ihre Stimme besinnt. Ihrem Ziel, die Hörer an ihren Gefühlen teilhaben zu lassen, käme sie damit sicher ein Stück näher.



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