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Blutspenden retten Menschenleben


14.06.2008 (S. Gusenburger) Kategorie: Welt

Bild: www.silsero.de

Der Weltblutspendertag oder auch „World Blood Donor Day“ genannt, wird jährlich am 14. Juni gefeiert. Hintergrund des Datums ist der Geburtstag des österreichischen Mediziners und Forschers Dr. Karl Landsteiner. Er war Pathologe und Serologe, der 1901 das AB0-System der Blutgruppen erforscht hat, wofür er 1930 den Nobelpreis erhielt. Unter anderem entdeckte er auch den Rhesusfaktor. Durch Forschung trug er dazu bei, dass es möglich wurde, Menschenleben durch Blutspenden zu retten.

Vier Organisationen haben den Tag initiiert, um so Menschen zu ehren, die freiwillig und gemeinnützig Blut spenden. Dabei handelt es sich um die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Internationale Organisation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRK) sowie die Internationale Gesellschaft für Transfusionsmedizin (ISBT). Das Ziel der Institutionen ist es, an dem Tag Menschen zu gewinnen, die sich unentgeltlich zur Blutabnahme zur Verfügung stellen. Jährlich werden nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes rund 75 Millionen Blutkonserven benötigt. Mit dem Weltblutspendertag soll auf die Bedeutung der Blutspende hingewiesen werden.

Weltweit haben laut WHO 82 Prozent der Bevölkerung keinen Zugang zu sauberen Blutspenden. Der Mangel an Blutkonserven wirkt sich ganz besonders in Entwicklungsländern auf die Sterberate aus. Jedoch ist es jedem gesunden Erwachsenen zwischen dem 18. und dem 68. Lebensjahr mit einem Körpergewicht von etwa 50 kg möglich, sich mehrfach im Jahr Blut abnehmen zu lassen. Es kann dabei in den verschiedenen Staaten zu minimalen Unterscheidungen zwischen den Bestimmungen kommen. Die Zeitspanne zwischen zwei Blutentnahmen muss mindestens acht Wochen betragen. Die Blutabnahme erfolgt nach strengen, ethischen Normen, freiwillig und unentgeltlich. Das entnommene Blut wird bei jeder Blutspendenaktion von einem Arzt, der über die Tauglichkeit entscheidet, untersucht.

In Deutschland werden mehr Menschen benötigt, die unentgeltlich und freiwillig ihr Blut einem guten Zweck zur Verfügung zu stellen. Die vier Organisationen möchten am Weltblutspendertag die Menschen auf die Notwendigkeit der Blutspende aufmerksam machen. Beim Blutspenden wird auf die Sicherheit und das Wohlergehen der Spender und Empfänger gleichermaßen Wert gelegt. Hier gilt der weltweit anerkannte ethnische Kodex: Blut darf nicht zur Handelsware werden und niemand darf daraus finanziellen Nutzen ziehen. Jedem Patienten, ungeachtet seiner Herkunft oder seiner finanziellen Möglichkeit, müssen Blut oder Blutprodukte verabreicht werden können.



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