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Deutsche Basketballspieler sind Vize-Europameister


03.10.2005 (J. Erbslöh) Kategorie: Sport

Bild: espan-att.starwave.com

Ein klasse Turnier der deutschen Basketballmannschaft ist mit der Silbermedaille belohnt worden. Das Team rund um den NBA-Superstar Dirk Nowitzki zeigte es allen. Vor diesem Turnier hatte keiner das deutsche Team auf der Rechnung gehabt. Grund dafür waren der Ausfall von Leistungsträgern wie z.B. Ademola Okulaja und die schlechten Vorbereitungsspiele. Doch die deutsche Mannschaft zeigte sich als ein gut funktionierendes Team, das sich in den entscheidenden Momenten auf ihren Superstar Dirk Nowitzki verlassen kann. Der NBA-Profi von den „Dallas Mavericks“ verstand es geschickt sich und seine Mitspieler in Szene zu setzen. Vor allem durch starke Leistungen in der Defensive gewannen die Deutschen die Spiele.

Nach der unnötigen Auftaktniederlage gegen das Team aus Italien mit 82:84 nach Verlängerung drehte die deutsche Mannschaft auf. Sie bezwangen in der Gruppenphase den Außenseiter Ukraine mit 84:58 und Russland, einen der Favoriten, mit 51:50. So sicherten sie sich Platz zwei in der Gruppe A hinter Russland.

Im Folgenden musste das deutsche Team sich im so genannten Elimination-Game, welches die zweit- und dritt platzierten Mannschaften unter sich austragen, um das Viertelfinale erreichen zu können, gegen die Türkei antreten. Deutschland gewann dieses mit 66:57.

Im Viertelfinale wartete bereits der Gruppensieger der Gruppe C, die Slowenen, die sich mit drei Siegen gegen Griechenland, Frankreich und Bosnien / Herzegowina direkt für das Viertelfinale qualifiziert hatten. In einem spannenden Match setzten sich schließlich die deutschen Basketballspieler gegen den Topfavoriten mit 76:62 durch. Mit Drei-Punkte-Körben warfen Pascal Roller (zwei Mal) und Robert Garrett eine 63:47-Führung, die Nowitzki auf 66:49 ausbaute und somit die Weichen Richtung Sieg für Deutschland stellte.

Spanien, der EM-Zweite von 2003, war der Gegner im Halbfinale der EM. Die Spanier hatten sich im Viertelfinale gegen Kroatien nach Verlängerung mit 101:85 durchgesetzt. Es wurde ein hochdramatisches Spiel zwischen Deutschland und Spanien, welches erst in den letzten Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit entschieden wurde. Durch Navarro führten die Spanier 73:72, nur vierzehn Sekunden vor Schluss. Im Gegenzug setzte sich Nowitzki gegen Garbajosa durch. 74:73 für Deutschland, 3,9 Sekunden vor dem Ende. Das war auch dann das Endergebnis, denn Calderon verwarf den letzten Drei-Punkte-Wurf.

Somit war das deutsche Team zum zweiten Mal nach 1993, wo sie so überraschend den Europameistertitel gewannen, im Finale einer Europameisterschaft. In der ausverkauften Arena in Belgrad vor 19.000 Zuschauern ging es im Finale für die deutschen Jungs gegen Griechenland. Hier musste das deutsche Team dem Substanzverlust aus den vorhergegangenen Spielen Tribut zollen. Durch viele einfache Fehler der Deutschen und eine gute Deckungsarbeit der Griechen hatten die Deutschen im Finale keine Chance abermals zu glänzen. Die Griechen ließen Dirk Nowitzki nie ins Spiel kommen und dadurch fehlte dem sehr nervös agierenden deutschen Team die nötige Durchschlagkraft. Die Griechen wurden verdient Basketballeuropameister 2005 in Serbien und Montenegro. Sie gewannen am Ende 78:62 gegen die Deutschen.

Die Silbermedaille für das deutsche Basketballteam ist ein großer Erfolg für den deutschen Basketball. Es ist erst die dritte Medaille für ein deutsches Basketballteam bei Welt- oder Europameisterschaften.

Geehrt wurde der Superstar der Deutschen, Dirk Nowitzki, am Ende des Turniers. Nicht nur, dass der Trainer ihn für 3:22 Minuten auswechselte, damit er sich mit stehenden Ovationen von der EM verabschieden konnte, er wurde später auch noch als „Wertvollster Spieler“ des Turniers (MVP) und bester Scorer (26,1 Punkte pro Partie) ausgezeichnet sowie ins EM-All-Star-Team gewählt.



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