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Shopping für den guten Zweck


23.06.2008 (J. Wagner) Kategorie: Panorama

Bild: www.econautix.de

Charity oder zu deutsch Wohltätigkeit ist immer gut, auch für das Geschäft. Daher haben auch einige Unternehmen diese Geschäftsidee entdeckt und zum Beispiel ganze Charity-Kollektionen entworfen, um damit für einen guten Zweck zu werben. Bekannt dafür sind vor allem die Brauerei Krombacher mit ihrem Regenwald-Projekt und der Online-Shop Baur, welcher für UNICEF spendet.

1 Kasten = 1 m²

Das Regenwald-Projekt von Krombacher läuft seit 2002 in Kooperation mit der Naturschutzorganisation „World Wide Fund For Nature“ (WWF). Laut dem Marketing-Geschäftsführer der Brauerei Hans-Jürgen Grabias sollte mit der Aktion nicht nur mehr Bier verkauft werden, sondern auch auf ein gesellschaftlich relevantes Thema aufmerksam gemacht werden.

Die Erfolgsformel lautet: 1 Kasten = 1 m². Das bedeutet, dass mit jedem verkauften Kasten Krombacher eine Spende in die Regenwaldstiftung des WWF fließt. Die Stiftung bildet das Fundament für die Schutzmaßnahmen im Nationalpark „Dzanga Sangha“ in Afrika, welche mit der Kampagne unterstützt werden. Konkret handelt es sich dabei um den Schutz vor Wilderei und illegalem Holzeinschlag sowie um die Ausbildung und Ausstattung der Park-Ranger. Außerdem wird der Aufbau einer ökologischen Forstwirtschaft mitfinanziert.

Schulen für Afrika

Im Gegensatz zu Krombacher setzt sich Baur für humanitäre Zwecke ein. Dafür wurde eine Charity-Kollektion für Damen und Herren kreiert, die aus Shirts, Polo-Shirts und Sweatjacken besteht. Beim Kauf eines Artikels werden zehn Euro an die UNICEF-Aktion „Schulen für Afrika“ gespendet. Prominente Unterstützung gibt es von der Schauspielerin Suzanne von Borsody, welche seit Jahren Patin für UNICEF ist.

Im Rahmen des Projekts sollen bis 2010 in Angola, Malawi, Ruanda, Mosambik, Simbabwe und Südafrika insgesamt 1.000 Schulen neu gebaut oder wieder in Stand gesetzt werden. Außerdem erhalten die Kinder Unterrichtsmaterialien. Da das allein natürlich nicht genügt, werden zusätzlich 80.000 Lehrer ausgebildet. Die Dorfbewohner werden ebenfalls in den Prozess mit eingebunden, indem sie beim Bau helfen beziehungsweise später Verantwortung für den Betrieb der Schulen übernehmen.

1 Liter trinken = 10 Liter spenden

Mit Volvic setzt sich ein weiterer Getränkehändler für soziale Projekte ein. Hier lautet die Initiative „1 Liter trinken = 10 Liter spenden“. Hintergrund der Aktion ist die traurige Tatsache, dass weltweit etwa eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu Trinkwasser haben. Das Engagement kommt besonders trockenen Regionen in dem afrikanischen Land Äthiopien zu Gute. Dort sind es sogar 80 Prozent der Bevölkerung, die nicht ausreichend mit Trinkwasser versorgt werden können.

Die Initiative, die gemeinsam mit UNICEF ausgerichtet wird, läuft nun schon das vierte Jahr. Dabei werden in den betroffenen Regionen Brunnen gebaut. Die Anzahl konnte jährlich gesteigert werden. Waren es 2005 „nur“ 42, sollen 2008 bereits insgesamt 112 neue Brunnen entstehen. Sie dienen dann nicht nur als Trinkwasserspender für einzelne Menschen, sondern sind die Lebensgrundlage von ganzen Dörfern. Prominente Unterstützung erhält Volvic dabei von dem Moderator Markus Lanz.

Mode und Sport für die Welt

Auch von Puma wurde schon eine Charity-Kollektion entworfen. Mit individuell gestalteten Shirts, Taschen, Gürteln und Flip Flops zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 wurde die Kampagne „Gemeinsam für Afrika“ unterstützt. Dabei geht es um eine Verbesserung der Lebensbedingungen in Afrika. Dazu gehören zum Beispiel die Gewährleistung einer medizinischen Grundversorgung und die Vergabe von Kleinkrediten. Dabei wird bedürftigen Menschen ein Kredit gewährt, obwohl sie keine Sicherheiten nachweisen können. Das Geld wird dann verwendet um sich ein Gewerbe aufzubauen und somit die Versorgung der Familie zu sichern.

Neben den Unternehmen entwerfen auch immer wieder verschiedene Künstler wie Rihanna, Good Charlotte oder Timbaland eigene Mode, welche dann für einen guten Zweck verkauft wird.

Ähnlich der Aktion von Puma unterstütze Avaya, ein weltweit führender Anbieter von Kommunikationsanwendungen und -dienstleistungen, die SOS-Kinderdörfer bei ihrer Kampagne „6 Dörfer für 2006“ im Rahmen der Fußball-Weltmeisterschaft. Das Unternehmen führte die Internet-Auktion zur Versteigerung eines Lederfußballs mit einem Durchmesser von 1,30 Meter und vielen Autogrammen von prominenten Sportlern durch.



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