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„Sport ist Mord“, so lautet ein weit verbreitetes und bekanntes Sprichwort. Dass sich dem aber viele Deutsche nicht anschließen können, beweist die hohe Anzahl deutscher Sportler und das große Angebot an unterschiedlichen Arten der Körperertüchtigung.
Das Verhältnis der einzelnen Sportarten zueinander zeigt dabei: Die Bundesrepublik ist und bleibt weiterhin eine Fußballnation. Die Zahlen aus dem Jahr 2006, als in Deutschland die Fußball-WM gefeiert wurde, sprechen dabei eine deutliche Sprache. Ungefähr 6,4 Millionen Bundesbürger zog es in die verschiedenen bundesweiten Fußballvereine, was einem Wachstum von 12 Prozent seit 1995 entspricht. Der weltweit erfolgreiche Deutsche Fußball-Bund darf sich über rund 170.000 Vereine freuen, die ihm angeschlossen sind.
Doch bei diesen Zahlen sind eben nur jene Sportler erfasst, die eine Mitgliedschaft in einem der zahlreichen Vereine haben. All jene, die sich in ihrer Freizeit unverbindlich auf dem Bolzplatz treffen sind in der Statistik nicht berücksichtigt worden. Darüber hinaus ist aber auch klar, dass die Zahl derjenigen, die sich als begeisterte Passivsportler auszeichnen noch um einiges größer ist. Ob nun selber aktiv gespielt wird oder passiv Spiele im Fernsehen oder gar im Stadion mitverfolgt werden – Fußball löst wohl bei den meisten Deutschen Begeisterung aus.
Das Turnen ist in Deutschland auch äußerst beliebt. Rund fünf Millionen Menschen sind Mitglied in einem Turnverein und viele Athleten des Deutschen Turner-Bundes treten für Deutschland erfolgreich bei den Olympischen Spielen an. An dritter Stelle der Beliebtheitsskala der Arten sportlicher Betätigung folgen die Fitnesscenter. Etwas mehr als vier Millionen Menschen tummeln sich in den bundesweiten Studios, um sich körperlich fit zu halten.
Fast zwei Millionen Menschen hingegen ziehen Tennis anderen Sportarten vor und zeichnen sich durch Mitgliedschaften im Deutschen Tennis-Bund aus. Diese Sportart wurde besonders durch die international erfolgreichen deutschen Tennisspieler, wie zum Beispiel Stefanie Maria Graf und Boris Becker, in Deutschland so beliebt. In den 80er und 90er Jahren gab es ein großes Wachstum für den mittlerweile größten Tennisverband der Welt. Seit Mitte der 90er Jahre musste die Sportart allerdings einen Verlust von etwa einem Drittel seiner eigentlichen Mitgliederzahlen verkraften.
An fünfter Stelle folgt das Sportschießen mit rund 1,5 Millionen aktiven Schützen, die im Deutschen Schützenbund registriert sind. Die Mitglieder des Vereins haben eine breite Auswahl zwischen verschiedenen Disziplinen wie zum Beispiel Armbrust-, Gewehr- oder auch Bogenschießen – eine Schießsportart mit besonders langer Tradition.
Die meisten der in Deutschland aktiven Sportler sind dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) angeschlossen, der der weltweit größte seiner Art ist. Er überzieht Deutschland mit einem Netz von zahlreichen Sportvereinen, die ein reiches und vielfältiges Angebot der verschiedensten Sportarten für sämtliche Interessens- und Altersgruppen aufweisen. Insgesamt zählte der DOSB im Jahre 2007 rund 27.341.194 Mitglieder, was über ein Drittel der deutschen Gesamtbevölkerung ausmacht.
Darüber hinaus gibt es natürlich noch eine weit größere Zahl an Passivsportlern, die sich aber vielleicht doch noch von den Freuden des aktiven Sporttreibens überzeugen lassen und sich der Vielzahl an deutschen Sportlern anschließen wollen. Die Leser, bei denen dies der Fall ist, können sich auch erst einmal ganz bequem im Internet über das Angebot an verschiedenen Sportarten in Deutschland informieren. Empfehlenswert ist hierbei der Internetauftritt des Deutschen Olympischen Sportbund: www.dosb.de
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