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Das wurde aber auch Zeit! Deutsche Studierende sind gefragt und das mehr als je zuvor. Gesucht sind jetzt junge Köpfe mit Ideen, die Deutschland weiterbringen. Die Allianz SE (Societas Europaea), die Süddeutsche Zeitung, die Stiftung Marktwirtschaft und die Bayerische Elite Akademie schreiben im Jahr 2008 den Ideenwettbewerb „Generation D“ aus. Der Wettbewerb soll Studenten aller Studienrichtungen die Möglichkeit geben an der weiteren Entwicklung ihres Landes mitzuwirken.
Die „Generation D“ sind junge kreative Menschen, die endlich von ihrem Mitbestimmungsrecht als deutscher Staatsbürger Gebrauch machen wollen. Der Ideenwettbewerb richtet sich an Studierende deutscher Hochschulen, die sich in Gruppen von mindestens drei Teilnehmern zusammentun und Ideen entwickeln. Es stehen die Ressorts Arbeit und Wirtschaft, Klima und Umwelt, sowie Soziale Gesellschaft zur Wahl. Die Teilnehmer sollen Vorschläge zur Lösung von gegebenen Problemen einreichen, die dann von einer Jury bewertet werden. Die besten Ideen werden in einer weiteren Runde in Berlin mit den Teilnehmern diskutiert bis letztlich die Gruppe mit dem besten Vorschlag feststeht. Die Gewinner können sich dann nicht nur über die Weiterentwicklung ihrer Idee freuen, sondern auch über 10.000 Euro Preisgeld.
Den Anstoß zum Ideenwettbewerb gab Professor Dr. Dieter Frey im Jahr 2006 durch die Veröffentlichung seines Artikels „Das Versagen der Manager“ in der Süddeutschen Zeitung. Er spricht hier sehr direkt das Misslingen der Deutschen Führungselite an und fordert sich auch um die Belange der Untergebenen zu kümmern. Die drei V’s: Vorbild, Verpflichtung und Verantwortung werden von ihm genannt, die auch für Staatsmänner oberste Priorität haben sollten. Menschen in Führungspositionen sollen Vorbilder für ihre Mitarbeiter sein. Des Weiteren haben sie natürlich auch die Verpflichtung ihre Kollegen nach besten Wissen und Gewissen zu leiten. Gerade Staatsmänner, aber auch Chefs aus der Wirtschaft sollten ihr politisches oder wirtschaftliches Handeln so ausrichten, dass allen Menschen in Deutschland die gleichen und besten Chancen ermöglicht werden können. Nur so kann ein Land mit seinen Bürgern wachsen und eine gute Zukunft für jedermann geebnet werden.
Die traurige Realität zeigt jedoch, dass trotz Wirtschaftswachstum in Deutschland offensichtlich nur gut Betuchte in Führungspositionen die verbesserte Wirtschaftslage genießen können. Während Manager ihre Gehälter weiter aufstocken, erscheinen in den Zeitungen massenhaft Artikel über Kinderarmut und Ähnliches. Im Jahr 2003 waren laut des Armuts- und Reichtumsberichts rund elf Millionen Menschen in Deutschland mittellos. Die Tendenz ist leider steigend. Das UN-Kinderhilfswerk UNICEF stellte fest, dass Kinderarmut in Deutschland sogar stärker wächst, als in anderen Industrieländern. Immer noch werden trotz höherer Gewinne und steigender Aktienkurse der Unternehmen Angestellte entlassen. Eine Umfrage aus dem Jahr 2007 der europäischen Kommission, genannt „Eurobarometer“, zeigt auf, dass die Deutschen kaum noch Vertrauen in die Zukunft und die sozialen Sicherungssysteme haben. Ob heutige Kinder überhaupt einmal in Rente gehen können, geschweige denn Rente ausgezahlt bekommen ist alles andere als sicher.
Leider liegt nicht nur im sozialen oder wirtschaftlichen Bereich einiges im Argen. Ebenso bedenklich sind die Entwicklungen in Sachen Umwelt. Deutschland gehört mittlerweile zu einer der führenden Nationen in diesem Bereich. Dennoch werden auch in diesem Themenbereich neue Ideen gesucht. Natur- bzw. Umweltverbände wie der NABU (Natur und Artenschutzbund), der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland), der DNR (Deutscher Naturschutzring) und der deutsche WWF (Weltweiter Naturschutz Fond) kritisieren den zunehmenden Verkehr, der letztlich die Lebensqualität in Deutschland mindert. Nicht weniger wichtig ist auch der Erhalt der biologischen Artenvielfalt und die Sicherung des nationalen Naturerbes. Laut den Umweltverbänden liegen den Deutschen Parteien zwar Ideen vor, jedoch scheitern diese zumeist an der Unverträglichkeit mit schon bestehenden Gesetzen. Vor allem aber sind viele Ideen für den Natur- und Umweltschutz letzten Endes einfach nicht realisierbar.
Der Wettbewerb soll keine Superlösungen für alle Probleme zu Tage bringen. Das ist bei der Vielzahl der vorhandenen Misslagen ohnehin ein unmögliches Ziel. Vielmehr zielt der Wettbewerb darauf ab beispielhafte Lösungen eines konkreten Problems aus einer der drei Kategorien zu fördern. Interessanterweise richtet sich der Wettbewerb an junge Leute, obwohl gerade die doch regelmäßig von Pisa-Studien schlecht geredet werden. Es sind junge Menschen, die die Problematik vor allem betrifft. Darum gilt es auch, dass diese Menschen ihre Ideen einbringen und sich vor allem Gedanken machen, über ihr Land und wie bestimmte Zustände geändert werden können. Eben darum sitzen in der Jury nicht nur namenhafte Vertreter aus der Wirtschaft, sondern in der Mehrzahl Studierende der Bayerischen Eliteakademie. Dass junge Leute bei der Organisation und beim Gelingen des Ideenwettbewerbs eine zentrale Rolle spielen, macht den Wettbewerb gerade so besonders, „weil hier gerade diejenigen Zukunft gestalten, denen diese Zukunft gehört“, so Nicolai Tewes von der Allianz SE.
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