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Firefox 3: Das kann der neue Browser


19.07.2008 (T. Kaiser) Kategorie: Computer

Bild: www.pcgameshardware.de

Seit dem 19. Juni 2008 steht er nun endlich zum Download bereit: Der neue Mozilla-Firefox in seiner dritten Auflage. Internetnutzer auf der ganzen Welt können den beliebten Browser kostenlos über die offizielle Mozilla-Homepage beziehen. Die wichtigsten Verbesserungen betreffen die Punkte Geschwindigkeit, Stabilität und Sicherheit. Auch in Punkto Funktionalität hat die freie Software einen Schritt nach vorne gemacht.

Das neue Design weiß auf Anhieb zu gefallen, auch wenn viele Neuerungen erst auf den zweiten Blick erkennbar sind. Statt radikal zu verändern, wurde gezielt verbessert. Das sorgt für einen stimmigen Gesamteindruck. Benutzer der Vorgängerversionen fühlen sich im neuen Browser-Fenster sofort heimisch. Auf die knallbunten Farbtöne der Konkurrenz, dem Internet Explorer 7 von Microsoft, wurde bewusst verzichtet. Insgesamt wirkt die Oberfläche des neuen Firefox weniger verspielt als noch beim Vorgänger.

Die Chronik der besuchten Seiten – nun im dezenten Grau – wurde mit der Lesezeichenverwaltung in einem Modul zusammengefasst. Eine vergrößerte Darstellung sorgt für bessere Lesbarkeit, die Logos sind deutlich gewachsen. Ein Tabulator oben links zeigt die meistgesuchten Adressen in einer Übersicht. Auch in Sachen Geschwindigkeit hat sich einiges getan. Der neue Firefox kann aufgerufene Seiten zwei bis drei Mal schneller öffnen als bisher.

Texte auf Internetseiten lassen sich nun einfacher kopieren. Bisher wurden beim Markieren mit der Maus Kästen und Werbung mit eingeschlossen – ein störender Nebeneffekt. Doch das gehört jetzt der Vergangenheit an. Durch das Drücken der STRG-Taste lässt sich zu dem bereits markierten Textbereich problemlos ein weiterer hinzufügen. Das spart einige Arbeitsschritte.

Auch die Sicherheit wurde entscheidend verbessert. Das Einschleusen von Schadsoftware wird durch eine Warnmeldung noch vor dem Öffnen der Seite erschwert. Dabei wird auf ein Verfahren zurückgegriffen, das mit schwarzen Listen verdächtiger Seiten arbeitet. Farbige Symbole geben nun an, ob Sicherheitsinformationen über besuchte Seiten vorhanden sind oder nicht. Vor allem das Homebanking soll davon profitieren und sicherer werden.

Die große Stärke des Firefox war und ist sein flexibles Erweiterungssystem. Durch so genannte „Add-Ons“ kann der Benutzer die Browser-Oberfläche individuell seinen Bedürfnissen anpassen. So können beispielsweise Onlineauktionen besser im Auge behalten werden. Wer viel Musik hört, kann seinen Browser bequem als Wiedergabemedium nutzen. Auch Fotos können in Sekundenschnelle hoch geladen werden – die richtige Erweiterung vorausgesetzt.

Mehr als 5.000 solcher Erweiterungen sind laut Angaben des Herstellers im neuen Firefox enthalten. Wer mehrere davon nutzen will, kann mit Hilfe des „Add-On-Managers“ für Übersicht sorgen. Die kleinen Helfer lassen sich problemlos mit einem Mausklick entfernen und werden sogar automatisch deaktiviert, wenn eine Sicherheitslücke erkannt wird.

Schon am Tag der Veröffentlichung wurde der Browser weltweit acht Millionen Mal herunter geladen. Der Hersteller Mozilla hatte den Start des neuen Browsers im Vorfeld intensiv beworben. „Das Interesse an Firefox 3 ist im wahrsten Sinne des Wortes überwältigend“, äußerte sich Melissa Shapiro, PR-Managerin bei Mozilla, in einem Blogeintrag. Der riesige Ansturm hatte die Server kurzzeitig lahm gelegt.

Einziger Wehrmutstropfen: Wenige Stunden nach der Veröffentlichung wurde eine kritische Schwachstelle im Firefox 3 entdeckt. Details wurden aus Angst vor Missbrauch nicht genannt. Mozilla arbeitet bereits fieberhaft an einer Lösung des Problems.

Trotzdem hat sich das Warten auf den Firefox 3 gelohnt. Er ist schneller als sein Vorgänger, zuverlässiger und bietet ein Plus an Sicherheit. Wer noch nicht im Besitz des „feurigen Fuchses“ ist, sollte schnell zugreifen. Einen besseren Browser gibt es derzeit weder für Windows noch für Mac OS X und Linux. Den neuen Firefox 3 erhalten Sie kostenlos auf: www.mozilla.org



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