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Mit den ersten Sonnenstrahlen, so erzählt es der Volksmund, geraten auch unsere Hormone wieder in Wallung. Das Einheitsgrau und die Kälte des Winters sind im wahrsten Sinne des Wortes Schnee von gestern. Die dicken Wollpullover landen im Schrank und die Stimmung hebt sich beinahe von alleine. Der Sommer verspricht Abenteuer und sonnigen Spaß. Das gilt wohl insbesondere für glücklich verliebte Paare, die nach dem langen Winterschlaf erneut die Ambition verspüren, ihre vom Alltag verschüttete Beziehung durch gemeinsame Unternehmungen aufzufrischen.
Was ist aber mit all jenen, die zu Beginn der warmen Jahreszeit allein sind? Mit den vielen Singles, die noch keinen Partner gefunden haben, der wirklich zu ihnen passt und der die Zeit mit ihnen genießt? Da gibt’s nur eine Lösung: Ein Flirt muss her!
Das deutsche Wörterbuch klärt uns zunächst über den Begriff recht nüchtern auf: Ein Flirt, aus dem Englischen stammend, sei eine Kontaktaufnahme oder eine Liebelei mit jemandem, der einem gefällt. Im Internet, dem modernsten aller Medien, findet sich eine ausführlichere Beschreibung. Dort wird der Flirt als erotisch motivierte Annäherung zwischen zwei Personen durch die Herstellung eines charmanten unverbindlichen Kontaktes beschrieben.
Das klingt einfach, ist es aber meistens gar nicht: Ob der Flirt mit einem Blickkontakt, einem Smalltalk oder einer freundlichen Geste beginnt – er trägt doch immer einen sexuell anmutenden Reiz in sich. Das Spiel mit der erotischen Spannung kann zu einem langfristigen Beziehungserfolg führen, das Selbstbewusstsein steigern oder einfach nur gute Laune hervorrufen. Aber wo sind andere Singles zu finden? An welchen Orten tummeln sich die ebenfalls Flirtlustigen zuhauf, sodass die „Erfolgsquote“ gesteigert werden kann?
Es ist erstaunlich, aber die altbekannten, beinahe schon mit Klischees behafteten Klassiker sind immer noch beliebt! Das Stammcafé, die Lieblingsdisco, der Park oder eine Clubreise sind Möglichkeiten, um auf Gleichgesinnte zu treffen, unverbindlich und locker miteinander ins Gespräch zu kommen oder etwas zu erleben, das vielleicht unvergesslich wird.
Die Möglichkeiten sind vielfältig und fast unbegrenzt. Die Orte, an denen man „auf die Pirsch“ geht, können nach Lust und Laune ausgewählt und ausprobiert werden. Sinn macht es allerdings, Plätze aufzusuchen, die den eigenen persönlichen Vorlieben entgegen kommen. Gemeinsame Gesprächsthemen und Interessen verbinden schließlich. Der erste Kontakt ist schnell hergestellt.
Tierliebhaber können sich mit anderen Tierliebhabern über Hundefutter oder ähnliches austauschen, während die beiden Lieblinge gemeinsam über den Parkrasen toben. Sportbegeisterte können einander waghalsige Kunststückchen auf den Inlineskates vorführen oder am Strand dem Volleyball nachjagen. Notorische Bücherratten können im Café bei einem Cappuccino über Gott und die Welt philosophieren. Nachtaktive können die Szeneviertel unsicher machen. Zwischen dem zweiten und dritten Caipirinha fällt es vielleicht leichter, den gutaussehenden Unbekannten oder die hübsche Fremde zu einem ebensolchen einzuladen.
Die Flirtchancen warten überall, das anvisierte Objekt der Begierde könnte höflich nach dem Weg gefragt werden. Für die – hoffentlich ausführliche – Erklärung ist die Einladung zu einem Kaffee beim Italiener um die Ecke nicht nur ein nettes Dankeschön, sondern ein idealer Weg, um sich kennen zu lernen. Kreativität ist gefragt! Warum nicht einmal etwas Neues ausprobieren? Warum nicht einmal allein ins Kino gehen, wenn die beste Freundin oder der Kumpel durch Sommergrippe, Prüfungsklausuren oder familiäre Verpflichtungen verhindert sind? Warum nicht einmal die Süddeutsche im Freibad lesen, anstatt im heimischen Garten? Warum nicht einmal ein Open-Air-Konzert besuchen, auch wenn Gesundheitsexperten vor der schädigenden Wirkung des Lärms warnen?
Selbstverständlich kann es vorkommen, dass das Gegenüber kein Interesse zeigt und auf die Flirtbemühungen der viel zitierte Korb erfolgt. Doch das sollte nicht entmutigen, denn jeder Flirt verhilft zu mehr Sicherheit und Mut, schließlich macht noch immer die Übung den Meister. Wichtig ist, dass die hohe Kunst des Flirtens locker und unverkrampft ausprobiert wird. Offenheit, eine positive Ausstrahlung und Humor wirken im Wettbewerb um einen potentiellen Partner als stärkste Waffe. Oftmals ist es schlicht ein Lächeln, das attraktiv wirkt. Vielfach vergessen die Schüchternen unter uns auch, dass das Gegenüber vielleicht ebenso viel Angst vor Ablehnung hat. Wenn sich keiner von beiden traut, wird es natürlich nichts mit dem spannenden Spiel des Miteinander-Flirtens.
Deshalb: Nur Mut! Wenn das Eis gebrochen ist, geht der Rest wie von selbst. Wenn der Flirt erfolgreich war, können die besten Flirtplätze ja immer noch gemeinsam besucht werden.
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