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„Get Smart“ - Ein neuer Agent erobert die Welt


28.07.2008 (I. Switil) Kategorie: Kultur

Der Regisseur Peter Segal, der Filmliebhaber bereits mit Komödien wie „50 erste Dates“ und „Die Wutprobe“ erheitert hat, präsentiert diesen Sommer sein neuestes Werk. Freigegeben ab zwölf Jahren bietet die 110-minütige Action-Komödie „Get Smart“ (Originaltitel) aus den USA Riesenspaß für Groß und Klein.

James Bond hat ausgedient, denn ein neuer Agent erobert ab 17. Juli 2008 das deutsche Kinopublikum mit seinem Charme. Maxwell Smart, gespielt von „Jungfrau (40), männlich, sucht“-Hauptdarsteller Steve Carell, ist der beste Analytiker der geheimen amerikanischen Spionageorganisation „Control“. Er strebt allerdings nach Höherem, denn er will Außenagent werden. Obwohl er die dafür notwendige Prüfung mit Auszeichnung besteht, bekommt er die Beförderung nicht, da er im Innendienst unersetzbar ist.

Erst als das Verbrechersyndikat „Kaos“ die Identitäten aller bisherigen „Control“-Agenten enthüllt, bietet sich die ersehnte Chance. Da Maxwell Smart keinerlei Erfahrung im Außendienst hat, wird ihm eine Kollegin zur Seite gestellt. Agent 99, gespielt von „Plötzlich Prinzessin“ Hauptdarstellerin Anne Hathaway, ist dem Feind dank einer Gesichtsoperation nicht bekannt. Gemeinsam heften sich die beiden an die Fersen des Top-Terroristen Siegfried, gespielt von Terence Stamp, bekannt aus „Mr. und Mrs. Smith“.

Der Film basiert auf einer US-amerikanischen Sitcom, die zwischen den Jahren 1965 bis 1970 produziert wurde. Das Autorenduo Tom J. Astle und Matt Ember hat bereits die Komödie „Zum Ausziehen verführt“ geschrieben. Mit „Get Smart“ haben es die beiden geschafft die damalige Satire auf das Spionage-Genre in die Gegenwart zu übertragen. Unterstützt wurden sie dabei vom Komödien-Großmeister Mel Brooks, der für die einzelnen Charaktere verantwortlich war.

Die Komödie gewinnt durch das Ungleichgewicht der beiden Hauptakteure, dem tollpatschigen Analytiker und der professionellen Kollegin. Sowohl Anne Hathaway als auch Steve Carell überzeugen dabei in ihren Rollen. Ein weiterer Pluspunkt ist der ehemalige Wrestlingstar Dwayne Johnson – auch bekannt unter dem Name „The Rock“ – als Agent 23. In seiner bisherigen Film-Karriere fiel er mehr durch sein Aussehen als durch sein Talent auf. Diesmal begeistert er allerdings nicht nur das weibliche Publikum, sondern zeigt auch sein schauspielerisches Können. Als besonderes Extra gibt es auch einen Überraschungsauftritt von Bill Murray („Lost in Translation“).

Angereichert wird „Get Smart“ dabei noch zusätzlich durch kleine technische Spielereien für Agenten, wobei die beiden Hauptakteure einander ständig provozieren, wer denn nun die bessere Ausrüstung hat. Anne Hathaway verfügt über die traditionelle Agentenausstattung, während Steve Carell einige hilfreiche Werkzeuge besitzt, die er von seinen Innendienst-Kollegen bekommen hat.

Wer glaubt, dass nur „James Bond“-Filme und die Fernsehserie aus den 60er Jahren einen Wiedererkennungswert haben, wird überrascht sein. Es wird auch ein Element der „Stirb Langsam“-Reihe verwendet: die musikalische Untermalung des Gegenspielers. Es handelt sich dabei um die „Ode an die Freude“ von Ludwig van Beethoven, auch bekannt als offizielle Hymne der Europäischen Union. Der restliche Soundtrack wurde ebenfalls sorgfältig gewählt und überzeugt mit Hits von Abba, über Christina Aguilera bis hin zu Madonna.

Trotz der guten schauspielerischen Leistungen und den kreativen Ideen, zeigt der Film auch Schwächen. Das betrifft besonders die Actionszenen, welche oftmals unter der weniger guten Kameraführung leiden. Hierbei wird deutlich, dass der Regisseur zwar viel Erfahrung mit Komödien, aber nicht mit dem Action-Genre hat. Dennoch spielte der Film in den USA am Startwochenende bereits 39,1 Millionen Dollar ein, was ungefähr die Hälfte der Produktionskosten ausmacht. In Deutschland belegte er mit über 200.000 Besuchern in der ersten Woche den vierten Platz der Kino-Charts.

Die Meinungen zur Komödie gehen stark auseinander. So schreibt der General-Anzeiger Bonn beispielsweise „Der Film selbst leistet nichts. Dass nur wenige Gag-Bomben gut zünden, die meisten hingegen gar nicht, das war schon in der Serie so.“ Im Vergleich dazu steht auf der Internetseite Moviemaze hingegen: „‚Get Smart’ hält zu jeder Zeit was die aberwitzigen Trailer versprochen haben.“ Life-Go meint, dass der Film zahlreiche Lacher für alle Altersstufen bietet und den sommerlichen Kinobesuch wert ist.

Hier gibt’s den Trailer zum Film: http://getsmartmovie.warnerbros.com

Wie hat Ihnen der Film gefallen? Kennen Sie die Fernsehserie? Diskutieren Sie mit uns im Life-Go-Forum!



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