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Seit 1998 besteht sie nun, die Europäische Zentralbank, kurz EZB. Die Nachfolgerin der nationalen Zentralbanken feierte am 1. Juni 2008 ihr zehnjähriges Bestehen. Gefeiert wird dabei eine Erfolgsgeschichte. Die Entwicklung der europäischen Gemeinschaftswährung, deren Hüterin die EZB ist, sucht ihresgleichen im Geschehen der globalen Finanzmärkte.
Die EZB hat ihren Sitz in Frankfurt am Main, der deutschen Bankenstadt schlechthin. Zudem ist die Stadt am Main auch ehemaliger Sitz der Deutschen Zentralbank. In Anbetracht der Erfolgsgeschichte der Deutschen Mark hat die Ansiedlung der EZB in Frankfurt symbolischen Wert. Auch der Euro als gemeinsame europäische Währung sollte eine Erfolgsgeschichte werden. Tatsächlich hat der Euro inzwischen den Dollar an den Börsen der Welt überholt. Es scheint, als seien die Finanzgötter mit der Lage des Eurotower (so wird das Gebäude der EZB genannt) zufrieden.
Ihren Ursprung hat die EZB in der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (WWU). Im Zuge derer wurde das Europäische Wirtschaftsinstitut (EWI), das seinen Sitz ebenfalls in Frankfurt hat, gegründet. Die tatsächliche EZB als Nachfolgerin des EWI besteht allerdings erst seit dem 1. Juni 1998. In Rekordzeit musste sie ihre Arbeit organisieren und aufnehmen. Vom Gründungstag an bis zur Einführung des Euro als gemeinsamer Währung in den ersten elf Ländern, darunter auch Deutschland und Österreich, verblieb nur ein halbes Jahr. Vorerst allerdings war der Euro nur elektronisches Zahlungsmittel, bis er dann 2002 tatsächlich auch in Umlauf kam.
Erklärtes Ziel der EZB ist es, sowohl mittelfristig Preisstabilität zu gewährleisten, als auch die Wirtschaft der EU, insbesondere des Euroraumes, zu fördern. Alleinige Verantwortung für die Geldpolitik in eben diesem Raum hat der Rat der EZB. Er entscheidet weisungsunabhängig von nationalen finanzpolitischen Interessen. So nämlich lässt sich der Wohlstand in der Europäischen Union am besten mehren.
Am 2. Juni 2008 (das eigentliche Jubiläum fiel nämlich auf einen Sonntag) wurde das Jubiläum mit einer offiziellen Feier, zu der hochrangige Politiker geladen waren, begangen. Festredner waren unter anderem der derzeitige Präsident der EZB Jean-Claude Trichet und Bundeskanzlerin Angela Merkel. Anlässlich des zehnjährigen Bestehens kam es noch zu einer Vielzahl anderer Veranstaltungen, darunter auch ein Jubiläumskonzert in der Alten Oper in Frankfurt. Im Rahmen dieser Veranstaltungen öffnete die EZB ihre Pforten für Besucher.
Innerhalb der ersten zehn Jahre des Bestehens der EZB ist es ihr gelungen, den Euro zu einer der stärksten und begehrtesten Währungen der Welt zu machen. Mit ihrer Geldpolitik trägt die EZB dazu bei, den Binneneuropäischen Markt zu stabilisieren. Für die Zukunft bleibt zu wünschen, dass dieser Trend anhält und der Euro hilft, Europa weiter zu vereinen. Momentan haben noch nicht alle EU-Mitglieder den Euro als Zahlungsmittel (obwohl sie die entsprechenden Kriterien ihre wirtschaftliche Stabilität betreffend erfüllen). Außerdem sind noch nicht alle europäischen Länder, die den Euro nutzen, in der EU. In den kommenden Jahren bleibt also genug zu tun.
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