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Neue Ausbildungsberufe 2008


04.08.2008 (J. Lieberwirth) Kategorie: Wirtschaft

Bild: www.piqs.de

„Was soll mal aus mir werden?“ Wie immer, wenn der Schulabschluss näher rückt, fragen sich Schüler, was sie eigentlich den Rest ihres Lebens erreichen wollen. Viele können sich nicht entscheiden oder sind nur mäßig über die Angebotsbreite informiert. Zum 1. August 2008 werden wieder neue und modernisierte Ausbildungsberufe geschaffen, die im Folgenden vorgestellt werden sollen.

Fotomedienfachmann

Das Berufsbild des „Fotomedienfachmanns“ umfasst interessante und abwechslungsreiche Tätigkeiten im technischen und kaufmännischen Bereich. Insbesondere der Handel mit Medienprodukten unterliegt einem ständigen Wandel. Das schnelle Erlernen der technischen Handhabung ist jedoch nur eine Voraussetzung für den Beruf. Im Fotofachhandel sind ebenso Servicefähigkeiten gefragt, da die Kunden freundlich bedient und ebenso fachmännisch informiert werden wollen.

Die beruflichen Möglichkeiten eines „Fotomedienfachmanns“ sind allerdings nicht nur auf den Einzelhandel beschränkt. Fach- und Großlabore sowie Bild-Agenturen und weitere Dienstleistungsunternehmen bieten Raum für berufliche Entfaltung. Zu der dreijährigen Ausbildung gehören neben technischen Schulungen auch kaufmännische Grundlagen, um im Berufsleben sowohl für den Vertrieb als auch für den Marketingbereich gewappnet zu sein.

Servicekraft für Schutz und Sicherheit

Das Thema Sicherheit ist ein andauernd wichtiger Berufssektor und wird es immer sein. Der Umsatz des Wach- und Sicherheitsgewerbes betrug im Jahr 2006 4,3 Milliarden Euro. Der Sektor boomt und so ist es auch kein Wunder, dass der alte Ausbildungsberuf „Fachkraft für Schutz und Sicherheit“ modernisiert wurde. Das Berufbild umfasst Präventiv- sowie Abwehrmaßnahmen. Neben dem Personenschutz gehört die Sicherung von Objekten, Anlagen und Werten zu den Aufgaben.

Die Arbeit ist von Eigenverantwortlichkeit und Selbständigkeit geprägt. Genauso gehört zu den Aufgaben die Ermittlung, Aufklärung und Dokumentation sicherheitsrelevanter Sachverhalte. Nach der zweijährigen Ausbildung ist eine Verlängerung um ein Jahr möglich. Diese Verlängerung endet mit der Prüfung zur „Fachkraft für Schutz und Sicherheit“. Wer leitende Tätigkeiten anstrebt, kann sich zum „Meister für Schutz und Sicherheit“ ausbilden lassen.

Personaldienstleistungskaufmann (PDK)

Unternehmen benötigen Spezialisten bei der Suche nach neuen Arbeitskräften. Um im Personaldienstleistungssektor Spezialist zu werden, bedarf es einer gründlichen Ausbildung, die mit dem „Personaldienstleistungskaufmann“ gewährt werden soll. Zu den Anforderungen gehört zunächst einmal eine große Bereitschaft auf fremde Leute zuzugehen und mit ihnen zu kommunizieren. Ebenso ist es wichtig ein sicheres Auftreten zu zeigen und eine Menschenkenntnis zu beweisen.

Zu den Aufgaben können die Suche nach Arbeitskräften gehören, die Kontrolle von Arbeitsanforderungen sowie die Berechnung von Lohn- und Personalkosten. Neben den allgemeinen Kenntnissen über spezielle Personaldienstleistungsfähigkeiten werden Auszubildende in Arbeitsrecht, betrieblicher Arbeitsorganisation und Sozialpolitik geschult. Wer sich weiterbilden möchte, kann auf die dreijährige Ausbildung aufbauend eine Prüfung zum „Personalfachwirt“ ablegen.

Produktionstechnologe

In der Industrie zählt schnelles sowie qualitätsbewusstes Arbeiten, um Produkte zügig marktfähig zu machen und sich vor allem von der Konkurrenz abzusetzen. Um den Produktionsablauf an diese Erwartungen anzupassen, bedarf es an Fachkräften, die den Produktionsprozess effizient planen, die Qualitätsstandards einhalten und ein hohes technisches Wissen mitbringen. Hierfür wurde der Beruf des „Produktionstechnologen“ geschaffen.

Berufsanwärter lernen, wie Produktionsabläufe vorbereitet sowie die Anlagen bedient und getestet werden. Technische Gerätschaften in Betrieb zu nehmen, zu überwachen, zu pflegen und zu optimieren gehört ebenso zum fachlichen Wissenshorizont. In der dreijährigen Ausbildung werden spezielle Kenntnisse und Fähigkeiten zu Prozessen und Technologien, insbesondere von Informations- und Kommunikationstechnologien vermittelt.

Wie hoch die Zukunftschancen für einen neuen Ausbildungsberuf sind, lässt sich im Vorhinein leider selten genau sagen. Allerdings gibt Hella Lüth von der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) Grund zur Hoffnung. „Ein richtiger Flop war in der letzten Zeit bei den neuen Ausbildungen nicht dabei.“ Momentan stehen Schulabgängern circa 340 staatlich anerkannte Ausbildungsberufe zur Wahl. Nähere Informationen können auf den Internetseiten des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) abgerufen werden.



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