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Ultraschnelles Internet mit DSL-16.000 – so heißt es jedenfalls in der Werbung. Die Realität sieht jedoch häufig anders aus. Störendes Ruckeln in Onlinespielen und ein quälend langsamer Seitenaufbau treiben viele Internet-Nutzer Tag für Tag zur Weißglut. Doch lässt sich die Schuld nicht immer dem Internetanbieter in die Schuhe schieben. Häufige Ursache für ein getrübtes Online-Erlebnis sind fehlerhafte Einstellungen am eigenen Computer.
Es lohnt sich, einen Blick auf das Innenleben des heimischen PCs zu werfen. Gerade bei älteren Modellen entspricht die Hardware oft nicht mehr den Leistungsanforderungen moderner Breitbandanschlüsse. In die Jahre gekommene Computer mit einem langsamen Prozessor und wenig Arbeitsspeicher können zwar die Informationen empfangen, aber meist nur langsam verarbeiten.
Die schnellste Internetverbindung nützt nichts, wenn sie von Programmen im Hintergrund ausgebremst wird. Gerade schwachbrüstige DSL-Anschlüsse kommen bei gleichzeitigem Zugriff mehrerer Programme in Bedrängnis. Anwendungen, die für den Moment nicht unbedingt von Nöten sind (Beispiel: Chatprogramme), sollten bei Ladehemmungen stets geschlossen werden.
Das betrifft auch die Verwendung einer Software-Firewall. Bei falscher Konfiguration verhindern die Computer-Palisaden nicht nur das Eindringen von Schädlingen, sie können auch den Datenfluss empfindlich stören. Da die meisten DSL-Router eine Hardware-Firewall besitzen, kann auf eine Software-Variante durchaus verzichtet werden.
Vom Abschalten des Virenscanners ist aus Sicherheitsgründen abzuraten. Allerdings macht es Sinn, besonders ressourcenfressende Antivirenprogramme, die Arbeitsspeicher und Prozessor in hohem Maße auslasten, gegen weniger aufwendige Vertreter zu ersetzen. Dadurch sind Ladezeitverkürzungen von bis zu 50 Prozent möglich. Hervorzuheben wäre hierbei der „Bitdefender Antivirus“, der bei Tests insgesamt gute Ergebnisse erzielen konnte.
Die bei Spielern beliebte „Fastpath“-Technik ist ebenfalls ein bewährtes Mittel zur Verbesserung der DSL-Geschwindigkeit. Um die Reaktionszeiten zu verkürzen, schaltet die Technik das so genannte „Interleaving“ ab – ein Hilfsmittel zur Fehlerkorrektur. Gerade bei Anschlüssen mit geringer Übertragungsrate kann so ein deutlicher Leistungsschub erzielt werden.
Bei einer 16-MBit-Leitung hingegen hat „Fastpath“ nur einen geringen Effekt. Die Zusatzkosten sind dafür aber überschaubar. Bei vielen Anbietern erhöht sich der monatliche Grundpreis nur um einen Euro, andere haben den Leistungsverbesserer bereits serienmäßig an Bord.
Der alternative DSL-Treiber „Cfos Speed“ ermöglicht Spielen bei gleichzeitigem Herunterladen ohne relevante Geschwindigkeitseinbußen. Durch Optimierung des Datenverkehrs liegt die Downloadrate über 75 Prozent höher als bei den Windows-Standardtreibern. Auch in Punkto Online-Spiele bietet der Treiber unübersehbare Geschwindigkeitsvorteile.
Trotz Leistungsverbesserern wie „Fastpath“ oder „Cfos Speed“ darf nicht vergessen werden, dass für ein ungetrübtes Online-Vergnügen die richtige Basis entscheidend ist. Um in Zukunft auf der sicheren Seite zu sein, ist es ratsam, jeweils die größte angebotene Bandbreite zu wählen. Auch wenn kleinere Anschlüsse den heutigen Anforderungen noch genügen, steigt die Menge der zu übertragenen Daten kontinuierlich. Da die Aufpreise für eine DSL-16.000-Verbindung meist nur wenige Euro betragen, lohnt der Griff zur schnelleren Leitung allemal.
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