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Gründe für einen Wohnungswechsel gibt es unzählige. Die Schulzeit ist vorbei, das Elternhaus wird verlassen und nach einer Bleibe an einem neuen Ort gesucht. In der Stadt des neuen Arbeitsplatzes muss eine Unterkunft gefunden werden. Auszug nach unlösbaren Streitereien in der Wohngemeinschaft, nach Scheidung und vielem mehr. Dabei entstehen nicht nur Umzugsstress und eine Menge Arbeit. Es kommen auch massive Kosten dazu. Wer sich dessen allerdings bewusst ist und einige Punkte beachtet, kann den Geldaufwand minimal halten.
Eine langfristige Planung des Umzuges ist hilfreich. Die Kündigungsfrist der alten Wohnung beträgt ein Quartal. Wenn das Kündigungsschreiben bis zum dritten Werktag des Monats den Vermieter erreicht, dann wird dieser noch mitgerechnet. Einige Wochen oder Monate doppelt Miete für die alte und die neue Unterkunft zu zahlen ist teuer.
Bei der Wohnungssuche gilt die Devise „Do it yourself“. Ein Immobilienbüro zu beauftragen ist zwar bequem, doch verlangen Makler hohe Provisionen. Über Annoncen in der Zeitung oder im Internet finden sich schnell Wohnungsangebote. Der Zeitaufwand der Wohnungsbesichtigung ergibt sich mit und ohne Makler.
Welche Wohnungsart den eigenen Bedürfnissen entspricht muss einem klar sein. Grundsätzlich gilt: Mehr ist weniger. Umso mehr Leute gemeinsam in einer Wohnung leben, desto weniger Kosten entstehen, da diese untereinander aufgeteilt werden. Daher ist ein Einzug in eine Wohngemeinschaft (WG) eine Überlegung wert. Möbel sind dort oftmals vorhanden und Nebenkosten sämtlicher Art (Telefon, Internet, Müll und ähnliches) bereits geregelt. Doch ist eine WG nicht jedermanns Sache und häufig wieder ein wie bereits genannter Auszugsgrund. Einzelzimmer in Wohnheimen oder möblierte Ein-Zimmer-Wohnungen bieten eine Alternative mit analogen Vorteilen.
Bei einer Entscheidung für eine unmöblierte Wohnung in einem normalen Wohnhaus muss mehr bedacht werden. Folgende Fragen tun sich auf: Ist die Wohnung bereits renoviert? Ist eine Einbauküche vorhanden? Sind Telefon, Internet, Fernsehen, Strom, Heizung und Müllgebühren in den Nebenkosten enthalten? In unrenovierten Wohnungen müssen unter Umständen Wände gestrichen und Parkettböden verlegt werden. Auch können in kürzester Zeit unvorhersehbare Reparaturkosten auftreten. Fehlt eine Einbauküche steht die Anschaffung sämtlicher Küchenmaschinen (Herd, Spüle, Kühlschrank) bevor, zu deren Anschluss zusätzlich ein Installateur von Nöten ist. Möglicherweise entstehen zu Kaltmiete und Nebenkosten zusätzlich Kosten für Telefon und Internet, Strom- und Heizversorgung sowie Müllgebühren.
Ist schlussendlich der Mietvertrag sorgfältig gelesen, unterschrieben und die Wohnung zum Einzug bereit, geht es im letzten Schritt an die Einrichtung der Unterkunft. Es empfiehlt sich gebrauchte Möbel zu erstehen, die meist fast wie neu aussehen, aber sehr viel weniger als ähnliche Stücke im Möbelhaus kosten. Im Gegenzug dazu lässt sich altes Mobiliar, das nicht in die neue Wohnung passt, verkaufen. Im Bestfall wird kein Geldverlust gemacht. Ein Umzug sollte immer im Freundeskreis publik gemacht werden. Freunde verschenken für Sie unbrauchbare Einrichtungsgegenstände und helfen gegen geringen „Lohn“ wie zum Beispiel einer Einladung zum Abendessen tatkräftig mit.
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