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Der Deutsche Staat ist mit 1,553 Billionen Euro verschuldet, das sind 0,5 Prozent mehr als im Jahr 2007. Davon entfallen knapp 957 Milliarden auf den Bund, 485 Milliarden auf die Länder und 110 Milliarden auf die Kommunen. Im Schnitt fallen somit auf jeden Bundesbürger fast 19.000 Euro an, welche die Bundesrepublik Kreditinstituten, Bausparkassen und Versicherungen schuldet. Das bedeutet nicht, dass jeder Bürger mit 19.000 Euro verschuldet ist, sondern dass dies eine Umrechnung ist, die dazu dient die Schuldenlast des Staates zu verdeutlichen. Bei Bürgern direkt ist der Staat zum Beispiel in Form von Bundesschatzbriefen verschuldet.
Doch sind diese Verbindlichkeiten nicht in jedem Bundesland gleich hoch. So beträgt die Pro-Kopf-Verschuldung in Bayern nur 3.000 Euro und dem gegenüber in Bremen knapp 21.000 Euro. Es gibt also scheinbar große Unterschiede der Schuldenlast zwischen den Ländern, die zum Beispiel durch die unterschiedlichen Höhen der Arbeitslosigkeit, der Wirtschaftskraft, den Investitionssummen, der Zinslast durch Altschulden und dem finanziellen Haushalten der Länder zu erklären sind.
In Bremen, Nordrhein-Westphalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Sachsen-Anhalt stiegen die Schulden weiter an. Das Wachstum der Länder Baden-Württemberg, Hamburg, Hessen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein lag bei null. Bayern, Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Thüringen schafften hingegen sogar eine Verringerung der Schulden.
Bundesländer, die eine Verhinderung von Neuschulden fest im Grundsatz der Landesverfassungen verankert haben, wie zum Beispiel Bayern und Schleswig-Holstein, scheinen damit richtig zu fahren. In diesen beiden Ländern sind die Summen der Verbindlichkeiten rückläufig. Es wäre also zu wünschen, dass alle Länder dem Beispiel folgen und in Zukunft ihre Haushalte besser in den Griff bekommen. Dann könnte auch erfolgreich mit dem Schuldenabbau begonnen werden.
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