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Games Convention 2008: Neuer Rekord für Europas größte Spielemesse
04.09.2008 (T. Kaiser)
Kategorie: Computer
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Am 24. August 2008 ging in Leipzig mit der „Games Convention“ (GC) zum siebten Mal die größte und wichtigste europäische Messe in Sachen interaktiver Unterhaltung zu Ende. An insgesamt vier Tagen präsentierten 547 Aussteller dem interessierten Publikum aus der ganzen Welt die neusten Produkte und Trends rund um das Thema digitales Spielen. Mit 203.000 Besuchern war die GC 2008 erfolgreich wie nie zuvor und bleibt damit ein regelrechter Publikumsmagnet.
Allein am 23. August 2008 gab es laut Angaben der Messeleitung rund 81.000 Besucher zu verzeichnen – ein neuer Rekord. Bereits wenige Minuten nach Öffnung der Hallen strömten mehrere Tausend Computer- und Videospieler auf das 115.000 Quadratmeter große Leipziger Messegelände. Ihr aller Ziel: Die heiß ersehnten Spiele wie „Mirror’s Edge“, „StarCraft 2“ und „Need for Speed: Undercover“ näher unter die Lupe zu nehmen.
Rund 300 Neuheiten durften an den Ständen nach Herzenslust ausprobiert werden. Spektakuläre Enthüllungen waren auf der diesjährigen GC allerdings Mangelware. Die Hersteller setzen vermehrt auf so genannte „Casual-Games“, die Gelegenheitsspieler ansprechen sollen und eher im Bereich der Party- und Familienunterhaltung anzusiedeln sind. Hoch im Kurs stehen aber weiterhin Internet-Rollenspiele wie „DC Universe“ oder „Warhammer Online“.
Neben den zahlreichen Präsentationen und Vorführungen aus der Welt der Videospiele standen auch in diesem Jahr wieder Interviews mit Branchengrößen wie der Entwicklerlegende Peter Molyneux auf dem Programm. Interessierte konnten in diversen Fachvorträgen mehr über den wissenschaftlichen Aspekt des Mediums Computerspiel erfahren. Für die musikalische Untermalung sorgten unter anderem die Auftritte der Bands „Die Happy“, „Panik“ und „CrystalApes“, sowie der des Symphonieorchesters „Video Games Live“.
Im Sonderbereich „GC family“ konnten sich Eltern und Lehrer über die breite Auswahl kindgerechter Spiele informieren und in der Spielarena im direkten Duell ihre Kräfte messen. Auf besonders starkes Interesse stieß der 2008 neu hinzugekommene Bereich „Job & Career“. Schülern und Studenten wurde hier die Möglichkeit geboten, sich über eine mögliche Karriere in der Videospiel-Branche zu informieren. Personalverantwortliche der ausstellenden Unternehmen standen den zahlreichen Fragen der jungen Besucher geduldig Rede und Antwort.
Für eine große Überraschung sorgte die Leipziger Messeleitung, als sie mitteilte, dass die GC auch 2009 in Leipzig stattfinden wird. In einer repräsentativen Umfrage des Leipziger Marktforschungsinstituts stimmten sowohl Vertreter der Spielebranche als auch Besucher mit großer Mehrheit für einen Verbleib der Messe an ihrem traditionellen Standort. Aufgrund mangelnder Verkehrsanbindung und fehlender Hotel-Kapazitäten in Leipzig hatte der „Bundesverband für Interaktive Unterhaltungssoftware“ allerdings erst vor wenigen Monaten entschieden, das Großevent zukünftig in Köln stattfinden zu lassen. Dort soll es unter dem Namen „GamesCom“ laufen.
„Das Bild ist eindeutig. Die Branche und die Besucher unterstützen uns eindeutig darin, die Messe in Leipzig fortzuführen“, freute sich der Leipziger Messeleiter Wolfgang Marzin über das positive Umfrageergebnis. Grund für das klare Votum von Seiten der Spieleindustrie scheint vor allem die erwartete Kostensteigerung zu sein, die der Standort Köln mit sich bringen wird. Es gilt als eher unwahrscheinlich, dass alle Spieleunternehmen auf zwei Messen vertreten sein werden. In welche der beiden Städte es die Spieler in Zukunft letztendlich ziehen wird, steht in den Sternen.
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