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Junge Dynamik trifft klassische Klänge


05.09.2008 (S. Edel) Kategorie: Kultur

Zum neunten Mal erlebte Berlin einen europäischen Musik-Sommer mit „young.euro.classic“. Junge Talente aus unterschiedlichen Nationen spielten bekannte aber auch neue Stücke, die den Zuhörern sowohl Sinnlichkeit als auch Freude und heiße Rhythmen näher brachten.

Im Zeitraum vom 1. bis zum 17. August 2008 waren im Konzerthaus Berlin Musikstücke aus Deutschland, über die Seidenstraße und aus Asien zu hören. Das zugrunde liegende Projekt „young.euro.classic“ begann ursprünglich als einmaliges Konzert im Jahre 2000 und ging nun in die neunte Runde. Das Ziel des Projektes steckt hierbei im Namen selbst, denn „euro“ soll die Vereinigung von europäischen Orchesterkulturen verdeutlichen. Die Stücke werden dabei von Jungendsymphonieorchestern aus aller Welt gespielt. Die meist noch unbekannten Talente musizierten in diesem Jahr unter dem Motto „Weltklänge Berlin“ und brachten dies auch eindrucksvoll rüber. Eine Besonderheit der Verbindungen zeigte sich jedoch erst in den letzten Jahren, denn die unterschiedlichen Länder bildeten gemeinsame Musikakademien, die zum Beispiel Deutschland und China noch enger miteinander verbinden.

Die Konzerte von „young.euro.classic“ waren täglich ab 20 Uhr zuhören. Das Programm lief immer gleich ab und begann mit dem Einlass des festlich gekleideten Publikums. Sie betraten den großen Konzertsaal, der bereits von den riesigen Kronleuchtern erhellt wurde. Darüber hinaus schmückten stilvolle Bilder den Raum, der dadurch pompös erschien. Erst danach wurden die einzelnen Musiker mit großem Applaus begrüßt, denen der Pate des Abends folgte. Eine kurze Ansprache gehörte dazu und versprach den Zuhörern eine Fülle an Klängen. Der Dirigent betrat als Letzter den Saal und ließ alle verstummen.

Nach dem Eintritt wurde die Festivalhymne angespielt und Stücke aus „Romeo und Julia“, Mozart, Rachmaninow bis hin zu Bach und diversen Solostücken waren zu hören. Dabei waren sowohl die Triangel als auch die Trompete, Harfe, Violine, Klavier und Trommel deutlich herauszuhören. Nach einer Stunde folgte eine kurze Pause, die mit Sekt und Apfelsaft genossen wurde. Gegen 22:30 Uhr war das Spektakel nach mehren Zugaben vorbei. Das Publikum bestehend aus Fachkundigen, Politikern, älteren Musikliebhabern und neuen Fans verließ schließlich das Haus, doch in ihren Ohren hallten die letzten Klänge noch nach.

Für alle Skeptiker der klassischen Musik lohnt es sich das „kulturradio“ (UKW 92,4 MHz, Berlin Kabelfrequenz 95,35 MHz) einzuschalten. Der Sender bringt täglich internationale und nationale Musikstücke aus dem Bereich der klassischen Musik. Es werden dabei moderne und altbekannte Stücke gespielt. Informationen zum zehnten Festival der „young.euro.classic“ sind auf der Internetseite www.young-euro-classic.de zu finden. Sie gibt außerdem Auskunft über die Preise, Musiker und das Programm.



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