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Aktfotografie hat ihre Ursprünge, ähnlich wie die Porträtmalerei, in der bildenden Kunst. Einer der ersten Aktfotografen war der Künstler Eugene Delacroix. Er fotografierte professionelle Modelle, Tänzerinnen der Varietés oder auch Prostituierte und benutzte die Fotos dann als Vorlage für seine Gemälde. Der Akt ist ein klassisches Motiv in der Kunst und schon in der Antike zu finden.
Bei der Aktfotografie gibt es drei grundlegende Formen, zwischen denen gewählt werden kann. Es gibt den Vollakt, bei dem das Modell vollständig nackt vor einem einfachen Hintergrund zu sehen ist. Des Weiteren kann auch eine Detailansicht des Körpers fotografiert werden, was das Motiv abstrahiert und anonymisiert erscheinen lässt. Zuletzt ist der Halbakt zu nennen bei dem das Modell bestimmte Körperpartien durch Accessoires wie Hüte oder leichte Bekleidung bedecken.
Die Grenzlinie zwischen Aktfotografie und Pornografie ist fließend und natürlich den subjektiven Moralvorstellungen eines jeden einzelnen unterworfen. Grundsätzlich gilt, dass die Aktfotografie den nackten Körper in seiner Ganzheit zeigt und keine sexuelle Erregung beabsichtigt wie es bei der Pornografie der Fall ist. Aktfotografien haben immer einen ästhetischen und handwerklichen Anspruch, der sich auch durch menschliche Achtung kennzeichnet. Was als anständig empfunden wird, hängt auch von den Vorstellungen des jeweiligen Kulturkreises ab.
Ein Aktfotograf ist zugleich immer auch ein Regisseur. Zuerst wird die Aufnahme im Kopf vorgezeichnet, dann erst wird fotografiert. Wichtig ist es, dem Modell genaue Anweisungen zu geben, denn nur dann werden die Bilder genau so, wie Sie es sich vorstellen. Hierzu zählt, wohin der Kopf gerichtet, wie hoch die Arme gestreckt und welche Pose eingenommen werden soll. Es handelt sich dabei um wichtige Anweisungen, die ausschlaggebend dafür sind, dass das Shooting erfolgreich abläuft.
Zu Beginn kann der Fotograf das Modell erst einmal von hinten fotografieren, das lockert die Atmosphäre auf und das Modell kann sich dann in seinem Tempo langsam drehen und der Kamera zuwenden. Viele Posen bei der Aktfotografie sind anstrengend und unbequem, aber die beschwerlichen Körperhaltungen wirken auf den Fotos hinterher besonders schön. Daher sollten auch die Pausen nicht vergessen werden. Ein durchgestreckter Rücken oder ein angespannter Bauch können auf Dauer sehr strapazierend sein, so dass eine kleine Unterbrechung oft neue Energie und Konzentration bringt.
Wenn Sie zuhause fotografieren wollen, denken Sie daran, dass alles, was später auf dem Bild stören könnte, vorher wegräumt werden muss. Dazu gehören auch Bilder an den Wänden, Vorhänge und Dekorationselemente. Für den Hintergrund kann am besten ein glatter, heller Stoff oder eine Leinwand gewählt werden. Damit hinterher an den Rändern nicht der Zimmerboden oder die Wand zu sehen sind, sollte ein ausreichend großer Hintergrund gewählt werden. Um für genügend Licht zu sorgen, stellen Sie am besten mehrere, nicht direkt auf das Modell gerichtete Lichtquellen auf. Der Blitz der Kamera ist oft zu hart und spiegelt sich unschön auf der Haut. Außerdem kann es zu roten Augen kommen. Eine günstige Alternative zu den teuren Fotoleuchten sind 500-Watt-Halogen-Strahler aus dem Baumarkt. Sie sind deutlich billiger und machen ein ebenso schönes Licht.
Mit einfachen Accessoires wie Klebeband, Öl und Wasser kann auch die normale Frau nackt so aussehen wie ein professionelles Aktmodell. Der Wunsch nach ästhetischen Fotos nimmt in jeder Altersschicht und auch bei „normalen“ Frauen immer mehr zu. Werden die folgenden Tipps befolgt, kann der teure Fotograf gespart werden und die Fotos werden trotzdem ein tolles Geschenk für den Partner. Wird das Modell von vorn fotografiert, können unschöne Speckröllchen in der Taille mit einem Klebeband am Rücken straff gezogen werden. Genauso verhält es sich mit Fettpölsterchen am Rücken. Wird das Modell von hinten fotografiert, kann der Rücken gestrafft werden, indem die Haut am Bauch mit Klebeband glatt gezogen wird. Gut eingeölte Körper lassen Hautunebenheiten verschwinden, glänzen besonders schön und täuschen eine leichte Sommerbräune vor. Mit Wassertropfen auf der Haut verhält es sich ähnlich – auch sie lassen den Körper geschmeidiger und ebenmäßiger erscheinen.
Wie bei jedem Genre der Fotografie gilt auch bei der Aktfotografie, dass lieber ein Bild zu viel als ein Bild zu wenig geschossen werden sollte. Hinterher ist die Auswahl dann größer und somit auch die Wahrscheinlichkeit, dass mehrere Bilder etwas geworden sind. Ein weiterer Tipp: Eine völlig nackte Person wirkt auf einem Foto oft weniger erotisch als Modelle, die sich noch ein wenig verhüllen. Das wusste schon Coco Chanel: „Weibliche Nacktheit muss man den Männern mit dem Teelöffel geben, nicht mit der Schöpfkelle.“
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