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Zum vierten Mal fand dieses Jahr in Bremen die HipHop-Weltmeisterschaft statt. Vom 28. September bis zum 2. Oktober stellten mehr als 3000 Teilnehmer ihr Können im Bereich HipHop unter Beweis. Aus etwa 30 Ländern traten die Teilnehmer in den verschiedenen Kategorien wie HipHop, Break Dance und Electric Boogie gegeneinander an.
Die Tänzer wurden in Kinder-, Jugend- und Erwachsenenklassen unterteilt. Eine Qualifikation für diese Weltmeisterschaft fand bereits im Vorfeld statt. Der jüngste Tänzer war drei Jahre alt und der Älteste brachte es immerhin auf stattliche 63 Jahre. Gekämpft wurde alleine, zu zweit oder in der Gruppe. Am Ende gab es 28 Weltmeisterinnen und Weltmeister in den verschiedenen Kategorien.
In diesem Jahr nahmen zum ersten Mal Kandidaten aus Neuseeland, Kanada und Großbritannien teil. Besonders schön war dabei zu sehen, wie unterschiedlich in den einzelnen Ländern zu derselben Musikrichtung getanzt wird.
Die Wurzeln des HipHop liegen in den USA und unterliegen den Einflüssen des Reggae, der afrikanischen Kultur, dem Jazz, Funk und Disco. Aber HipHop ist nicht nur als Musikrichtung zu betrachten, sondern bildet in Form von Rap und Djing gemeinsam mit weiteren Elementen wie dem Breakdance, dem Beatboxing, den Graffiti und einer bestimmten Philosophie die HipHop-Kultur. Schon in den Anfängen lag das Ziel darin, dass sich die Jugendlichen durch Musik und Tanz in Form von „Battles“, statt durch gewaltsame Bandenkriege, gegeneinander behaupten.
HipHop in der Neuzeit bietet immer noch eine gewaltfreie Ausdrucksmöglichkeit, ist aber ebenso zu einer Massenbewegung herangewachsen und somit auch dem Kommerz unterlegen. Die Radiosender aller Länder spielen die Musik rauf und runter. Die Musiksender im TV haben mit P. Diddy und Co. Helden der Neuzeit geschaffen, die auf Nachahmer nicht lange warten mussten.
HipHop ist absolut „in“ und wer HipHop hört, ist cool. So oder so ähnlich lautet wohl die Message derer, die aus dem HipHop-Boom Profit schlagen wollen. So laufen die Mühlen des Konsums auf Hochtouren, denn HipHop-Mode, HipHop-CDs, HipHop-Accessoires und alles, was die Jugendlichen glauben lässt, sie seien ihren Idolen aus der Szene ähnlicher, verkauft sich extrem schnell in den Geschäften.
Für die Teilnehmer der HipHop-WM aber schien nicht der Kommerz, sondern allein die Freude an ihrer Kultur im Vordergrund gestanden zu haben. Denn für sie ist HipHop kein von den Medien aufgezwungener Trend, sondern eine Lebenseinstellung.

Bild: www.stadtpanoramen.de(Zum Betrachten des Bildes auf das Bild klicken!)
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