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Kreative Techniken zur Wandgestaltung


07.10.2008 (J. Mikki) Kategorie: Panorama

Bild: www.pixelio.de

Eine neue Umgebung ist einfacher zu erreichen als gedachte – verändern Sie einfach ihre Wände! Eine neue Wandfarbe bringt ein völlig neues Wohngefühl. Für die passende Wand ganz nach dem eigenen Geschmack sind hier zahlreiche Anregungen, die wichtigsten Techniken und das geeignete Werkzeug aufgeführt. Egal, ob eine Tapete oder eine Wandfarbe gekauft wird, die Gestaltung der Wände nimmt immer Einfluss darauf, welches Gefühl ein Raum vermittelt.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, abgesehen vom herkömmlichen Farbroller, die Farbe an die Wand zu bringen. Die Wischtechnik kann für einen tollen Effekt im mediterranen Stil sorgen und mit Schablonen können Muster aufgetragen werden, die besonders große Flächen auflockern. Der Kreativität sind bei der Wandgestaltung keine Grenzen gesetzt.

Zu Beginn muss geklärt werden, welche Farbenart eigentlich benötigt wird. Für das Anstreichen normaler Wände eignet sich Dispersionsfarbe (ein Farbgemisch aus zwei chemischen Stoffen) während Latexfarbe für Hochglanz sorgt. In vielen Baummärkten gibt es mittlerweile Farbmischanlagen, die den gewünschten Farbton auf Knopfdruck herstellen. Dabei wird eine Abtönfarbe mit weißer Farbe gemischt, sodass der eigene, individuelle Ton entsteht.

Mit bunten Farben lassen sich zum Beispiel Streifen an die Wand zaubern. Sie sind belebend und strecken die Wand, so dass niedrige Decken höher erscheinen. Viele verschiedene Farben und Breiten können aufeinander treffen. Damit die Wanddekoration auch wie gewünscht gelingt, sollten vor Streichbeginn verschieden breite Flächen mit Klebeband abgeklebt werden, bevor sie dann in beliebigen Farben gestrichen werden können. Die Klebestreifen können nachdem die Farbe angetrocknet ist, entfernen werden. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass es noch nicht völlig getrocknet ist, denn sonst kann die Tapete beim Entfernen der Klebestreifen einreißen. Auch farbenfrohe Punkte können die Wand auflockern. Wichtig ist hierbei ein heller Grundton, damit die Punkte schön hervorstechen und frei schwebend erscheinen. Die Kreise können mit einem Teller als Schablone auf die Wand gezeichnet und anschließend bunt ausgemalt werden.

Eine weitere Technik, die Wand selbst kreativ zu bearbeiten ist die Schablonenmalerei. Sie gehört zu den ältesten Maltechniken überhaupt. Die Schablonen können entweder selbst gebastelt oder fertig im Fachhandel gekauft werden. Mithilfe der Schablonen und dem entsprechenden Zubehör kann auch der selbsternannte Heimwerker mit verschiedensten Motiven seine Wand verschönern. Die Schablone muss fest und rutschsicher an die Wand gedrückt werden, dann kann die Farbe in den Freiflächen auf den Untergrund aufgetragen werden.

Mit dem Naturschwamm können Farbmuster von spannender Durchsichtigkeit entstehen. Die Technik eignet sich sehr gut für glatte Wände, außerdem für Raufaser und Strukturtapeten. Am Besten werden die Wände einen Tag vorher weiß gestrichen, damit das Muster besonders gut zur Geltung kommt. Zu Beginn wird der Schwamm leicht angefeuchtet, dann wird er von einer Seite leicht in die Farbe getunkt. Anschließend wird die Farbe einfach in unregelmäßigen Abständen auf die Wand getupft und hinterlässt dort ein faszinierendes Farbenspiel. Anstelle des Naturschwamms kann auch ein Effektschwamm verwendet werden. Im Unterschied zum Naturschwamm wird hier die Farbe nicht aufgetupft, sondern in schwungvollen Bewegungen an die Wand gestrichen. Die Intensität der Farbe kann so selbst bestimmt werden. Die Vorbereitungen sind bei beiden Produkten identisch.

Eine andere Möglichkeit ist die so genannte Wickeltechnik. Sie ist etwas komplizierter und zeitaufwendiger. Als Wickeltuch können verschiedenste Materialien verwendet werden. Es eignen sich ein Fensterleder, ein Jutelappen sowie Bauwolltücher. Auch bei dieser Technik sollte für das optimale Ergebnis die Wand einen Tag früher hell gestrichen werden. Das gewählte Tuch muss vor Malerbeginn gründlich ausgewaschen und anschließend gut ausgewrungen werden. Anschließend ein wenig Farbe auf die Innenseite des Eimerdeckels geben und das Wickeltuch direkt in die Farbe tunken. Die Farbe muss gleichmäßig im Tuch verteilt werden, bevor es zusammengerollt und anschließend an der Wand wieder abgerollt werden kann. Am Besten wird unter der Decke begonnen und an der Fußleiste beendet.

Auch die richtige Farbwahl kann einen Raum neu beleben. Allerdings sollte dabei immer beachtet werden, dass die Farbe zu den Möbeln passt. Im Schlafzimmer sollten eher ruhige Farben wie ein sattes Rot oder ein sanftes Grün verwendet werden. Ähnlich verhält es sich im Wohnzimmer. Aufwühlenden Farben wie Pink, Gelb oder Orange können unruhig wirken. In der Küche kann durchaus zu kräftigen Farben gegriffen werden. Dort wird gearbeitet, es ist kein Raum, der zur Erholung dienen soll. In kleinen Räumen sollte zudem darauf geachtet werden, dass die Farbe nicht zu intensiv ist. Ein dunkles Rot kann den Raum noch kleiner und erdrückender wirken lassen. Besser ist, wenn nur eine Wand farbig gestaltet wird und die restlichen Wände weiß gelassen werden. Große Räume hingegen erhalten durch kräftige Farben ein wohnlicheres Gefühl, indem sie kleiner und somit persönlicher wirken.

Neben den vorgestellten Techniken gibt es noch weitaus mehr. Ihrer Kreativität sind also keine Grenzen gesetzt. Stempeltechniken oder die Arbeit mit einer Effektbürste verschönern jede Wand und hinterlassen so ihre individuelle Note. Ein Raum wirkt niedriger, wenn ein waagerechter Streifen auf die Wand gebracht wird, ebenso wirkt er höher, wenn ein senkrechtes Muster verwendet wird. Zudem wirkt ein großer Raum kleiner, wenn ein diagonal verlaufendes Muster gewählt wird und ein kleiner Raum erscheint größer, wenn helle Farben verwendet werden. Es gibt keine Grenzen oder Trends, an die sich gehalten werden muss – schick ist, was gefällt. Ob Pastell oder dunkle Farben, ob Streifen oder Punkte, mit den richtigen Materialien und der richtigen Farbe kann fast jeder kreative Gedanke umgesetzt werden.



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