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Kleiderordnung im Büroalltag - Die wichtigsten Tipps


10.10.2008 (M. Müller) Kategorie: Wirtschaft

Bild: www.sxc.hu

Wer stand nicht schon einmal vor diesem Problem: Es steht ein Vorstellungsgespräch an, ein Meeting oder auch eine Konferenz und es beginnt die wichtige, nervenaufreibende Suche nach den passenden Kleidungsstücken.

Bei Männern ist dieses Problem verhältnismäßig leicht zu lösen. Ein Anzug, eine Krawatte und schicke Schuhe. Sie können nicht viel falsch machen. Bei Frauen ist das schon eine größere Gefahrenquelle und fordert oft einiges an Überlegungen. Nicht weil die weibliche Bevölkerung sich einfach nicht entscheiden kann oder zwischen einer Handtaschensammlung auswählen muss, die so groß ist wie die Sockenansammlung ihrer männlichen Kollegen. Nein, sondern, weil es besonders bei Frauen viele Fauxpas gibt, mit denen sie gegen den allgemeinen Kleiderordnung verstoßen können.

Die Kleiderordnung, oder auch der so genannte „Dresscode“, im Berufsleben sollte nicht unterschätzt werden. Er ist oft entscheidend, wenn es um Job- und Karrierechancen geht. Das Erscheinungsbild und der wichtige erste Eindruck entstehen zum Großteil durch die gewählte Geschäftskleidung und das drückt auch die Persönlichkeit aus.

Viele Menschen haben im Dschungel der verschiedenen Kreationen inzwischen komplett den Überblick darüber verloren, was modern ist und was lieber im Kleiderschrank hängen bleiben sollte. Das Meinungsforschungsinstitut „Spectra“ hat diesbezüglich, im November 2007, eine Umfrage durchgeführt. In ihr wird erhoben wie die berühmt-berüchtigte Kleiderordnung denn nun aussieht und was Arbeitgeber und -nehmer im Büro keinesfalls tragen sollten. 1.000 Personen wurden hierfür unter anderem danach befragt, was sie als die größte Modesünde betrachten.

Das Ergebnis war, dass auch Männer nicht vor Modesünden gefeit sind. Bei ihnen geht es besonders um Fehltritte von kurzen Anzughosen, bunten Socken und Männerhandtaschen. Doch diese Fehltritte sind leicht zu vermeiden. Denn schwarze Socken sind und bleiben schwarze Socken und eine lange Anzughose ist und bleibt eine lange Anzughose. Frauen bewegen sich mit ihrer Kleidung immer auf schmalem Grad: Wie kurz ist eigentlich „zu kurz“ und wie tief ist „zu tief“?

Der größte Fauxpas bei Frauen ist nach der Umfrage von „Spectra“ zu viel Haut. Die Hälfte, also 50 Prozent der Befragten, waren der Meinung, dass bauchfreie Oberteile verboten sein sollten. Auch hervorblitzende Stringtangas gehören ihrer Meinung nach nicht ins Büro.

Ebenfalls rund jeder zweite empfand tiefe Dekolletes bei zu viel Oberweite als klaren Fehltritt. Wie umstritten dieses Thema ist, war beispielsweise, nachdem über das freizügige Dekollete von Bundeskanzlerin Angela Merkel im April 2008 bei der Eröffnung eines Opernhauses in Norwegen diskutiert wurde, zu sehen. Dort handelt es sich sogar um eine Abendveranstaltung. Doch auch noch ein weiterer Fehler kann Frau bezüglich ihres Ausschnitts unterlaufen: 40 Prozent der deutschen finden hervorschauende Büstenhalter unmöglich.

Bei halbtransparenten Oberteilen zeigt sich die männliche Bevölkerung toleranter. Nur jeder vierte Mann hat etwas gegen den Trend einzuwenden, während dasselbe Outfit jedoch von 44 Prozent der Frauen negativ bewertet wird. Der Rock zum Geschäftstermin sollte außerdem auf jeden Fall knielang sein um seriös zu wirken. Zudem sollte Frau nur geschlossene Schuhe tragen und auch mit zu opulentem Schmuck eher vorsichtig sein.

Wer sich durch seinen Kleiderschrank gekämpft hat ohne von der Modepolizei negativ registriert worden zu sein, ist jedoch immer noch nicht vollständig auf der sicheren Seite. Auch die Frisur kann zum Problem werden. Was für beide Geschlechter als goldene Regel gilt, sind gepflegte Haare. Als bürotaugliche Frisur gilt bei Frauen der Bob oder ein schulterlanger Schnitt, bei Männern sind besonders unauffällige Kurzhaarschnitte gern gesehen.

Wer es nach der Bewältigung aller erwähnten Hürden noch schafft rechtzeitig im Büro zu erscheinen, kann sich als echter Könner bezeichnen. Für diejenigen, die sich trotzdem unsicher vor dem wichtigen Termin sind, gilt: Jeder sollte sich in seiner Kleidung wohl fühlen und sich nicht verkleiden fühlen. Dennoch ist vor allem gepflegtes Auftreten wesentlich, denn nach dem ersten Eindruck folgt auch immer der zweite. Wer sich in seiner Kleidung unsicher fühlt, kommt auch im Gespräch nicht entspannt und professionell rüber – und nur darum geht es.



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