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Welternährungstag 2008: Soziale Gerechtigkeit
16.10.2008 (P. Kohl)
Kategorie: Welt
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Wie jedes Jahr findet auch diesmal der Welternährungstag am 16. Oktober statt. Er wurde im Jahr 1979 geschaffen, um daran zu erinnern, dass weltweit noch immer viele Menschen an Hunger und Mangelernährung leiden. Doch nicht nur mangelhafte, sondern auch ungesunde Ernährung sind Thema dieses Tages.
Der 16. Oktober wurde ausgewählt, weil an dem Datum im Jahr 1945 die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation „Food and Agriculture Organization“ (FAO) als Sonderorganisation der Vereinten Nationen gegründet wurde. Mottos in den vergangenen Jahren waren zum Beispiel „Landwirtschaft und kultureller Dialog“ im Jahr 2005, „Investiert in die Landwirtschaft für die Ernährungssicherung“ 2006 und „Recht auf Essen“ 2007. Der Welternährungstag 2008 wird unter dem Motto „Soziale Gerechtigkeit“ stehen und die hohen Lebensmittelpreise, die nicht zuletzt durch die Produktion von Biosprit verursacht werden, als Hauptthema haben.
Derzeit sind nach Information der Vereinten Nationen weltweit etwa 850 Millionen Menschen nur unzureichend mit Wasser und Lebensmitteln versorgt. Täglich sterben 24.000 Personen an den Folgen des Hungers, darunter 18.000 Kinder unter fünf Jahren. Die meisten der Hungernden leben in asiatischen Ländern und der Pazifikregion (524 Millionen), gefolgt von afrikanischen Ländern südlich der Sahara (200 Millionen). Die FAO hat sich zum Ziel gesetzt die Zahlen bis zum Jahr 2015 zu halbieren. Es ist aber absehbar, dass das Ziel nicht erreicht werden wird.
Nichtregierungsorganisationen nutzen den Welthungertag, wie er manchmal auch genannt wird, um mit Demonstrationen und Straßenaktionen auf die prekäre Lage der Entwicklungsländer aufmerksam zu machen. Neben dem offiziellen Festakt am 16. Oktober 2008 in Rom, wird es am folgenden Tag eine Veranstaltung in New York geben. Am 19. Oktober 2008 findet schließlich zum dritten Mal der jährliche „Run for Food“-Benefizlauf in Rom statt. Zum Abschluss wird am 21. Oktober 2008 mit einer weltweiten Nachtwache im Kerzenschein der Hungeropfer gedacht.
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