|
|
Gedicht: Der Tautropfen
02.11.2008 (S. Edel)
Kategorie: Specials
|
|
Am Morgen strahl ich hell und schön.
Am Mittag kannst mich nicht mehr sehn.
Am Abend bin ich längst verschwunden.
An den neuen Tag bin ich gebunden.
Die Sonne kann ich gar nicht leiden,
doch ohne sie mag ich nicht scheinen.
Sie macht mich schön.
Kannst du es sehn?
Der Regenbogen ist mir so nah,
sein Spieglein sein möchte ich sogar.
Den Regen mag ich aber nicht,
mit ihm erlischt mein kleines Licht.
Im Sommer werd ich gern gesehen.
Zur Sommerwende lass ich mich hängen.
Im Winter muss ich gestehen,
kann mich kaum jemand sehen.
Jedoch bleib ich gern hier sitzen
und erzähl dir von meinen Witzen.
Aber meine Zeit ist dennoch kurz,
drum bleib ich bloß in deiner Erinnerung.
|
|