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Wahrscheinlich kennt ein jeder das Problem. Sie befinden sich in der Stadt, die Blase drückt, aber weit und breit ist keine öffentliche Toilette zu finden. Der Schwierigkeit hat sich der 18-jährige Kölner Christoph Beckmann angenommen. Am 19. November 2007, dem Welttoilettentag, wurde seine Website „Lootogo“ eröffnet. Seitdem hat sie täglich etwa 500 Besucher und ein deutschlandweites Verzeichnis von 10.000 Toiletten.
Die ungewöhnliche Idee des jungen Mannes ist aus der Not heraus entstanden. Bei einem Besuch in Berlin stand er selbst am Alexanderplatz und suchte verzweifelt nach einer Toilette. „Die Hygienestandards der Toilette, die ich nach langer Suche gefunden hatte, ließen zu wünschen übrig. Aus diesem Erlebnis ist dann die Idee entstanden, eine Toilettensuchmaschine mit Bewertungssystem zu erfinden.“
Auch wenn es im ersten Moment nach einer lustigen Idee klingt, hat der Betreiber der Seite doch ein ernstes Anliegen. So hofft er durch ein eigens eingeführtes Bewertungssystem mit Schulnoten von eins bis sechs einen Wettbewerb zu schaffen und somit insgesamt die Standards der öffentlichen Toiletten in Deutschland zu verbessern. Um die Suche noch weiter zu vereinfachen, wird derzeit an einer Version der Homepage gearbeitet, die auch mit dem Handy abrufbar ist.
Saubere Toiletten sind im weltweiten Vergleich aber nicht selbstverständlich. Nicht in allen Ländern geht es immer noch so gut zu wie in Deutschland. Auf diesen Umstand weist die Welttoilettenorganisation (WTO, nicht zu verwechseln mit der World Trade Organisation, kurz ebenfalls WTO) hin. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht die hygienischen Zustände armer Länder zu verbessern. Neben ungenügender Trinkwasserversorgung ist mangelnde Hygiene nach wie vor einer der Hauptgründe für viele Krankheiten und Todesfälle in Ländern der dritten Welt. Etwa 2,6 Milliarden Menschen weltweit verfügen über keinerlei sanitäre Anlagen. So lautet der zentrale Slogan der WTO kurz und knapp: „Bessere Toiletten für jeden.“
Ganz andere Zustände herrschen auch in Teilen Asiens. Saubere, öffentliche Sanitäranlagen sind häufig Aushängeschilder von Unternehmen. Der dahinter stehende Gedanke ist, dass ein Kunde, der seinem Grundbedürfnis nach Hygiene und Sauberkeit zufrieden stellend nachgehen kann, besser gelaunt ist. Daraus soll resultieren, dass auch das Geld lockerer sitzt. Einen Ausblick in die Zukunft geben japanische Toiletten, die mit allerlei Extras wie Lufttrocknern und weiteren elektronischen Elementen ausgestattet sind. Wer mehr zu dem Thema erfahren möchte, ist mit den Seiten www.lootogo.de und de.wikipedia.org gut beraten.
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