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„Das darf doch nicht wahr sein!“, so lautet gelegentlich der verzweifelte Ausruf eines Computer-Nutzers. Der Grund dafür ist, dass eine benötigte Datei nicht mehr auffindbar ist, weil sie versehentlich gelöscht wurde. Das ist jedoch nicht aller Hoffnung Ende. Es gibt verschiedene Programme, mit denen es möglich ist gelöschte Daten wiederherzustellen. Einige von ihnen und deren Funktionsprinzip möchte Life-Go Ihnen hier vorstellen.
Nutzer des Betriebssystem „Windows“ haben die besten Chancen. Nur weil die entsprechenden Daten aus dem Papierkorb entfernt worden sind, heißt das nämlich nicht, dass sie endgültig von der Festplatte verschwunden sind. Das System hat lediglich den Speicherplatz zum Überschreiben freigegeben. Solange das nicht geschieht, kann die gelöschte Datei wiederhergestellt werden.
Am Geeignetsten scheint hierfür das Programm „Recuva“ zu sein. Es durchsucht die Festplatte gewissermaßen nach herrenlosen Daten, welche nicht mehr im „Windows Explorer“ auftauchen. Hat es das Gesuchte gefunden, kann die Datei problemlos wieder in das alte Verzeichnis aufgenommen werden. Es ist auch möglich, MP3-Player, Digitalkameras, USB-Sticks oder sonstige Speichermedien zu durchforsten. Zusätzlich lässt sich die Suche nach Bildern, Musik, Text und anderen Dateiformaten filtern.
Schließlich gibt das Programm auch eine Prognose an, was die Wiederherstellbarkeit der Daten anbelangt. Denn leider ist es nicht immer so einfach, wie eben beschrieben. Sollte der Speicherplatz der gesuchten Datei bereits ganz oder teilweise überschrieben sein, hat auch „Recuva“ kaum eine Chance.
Natürlich lässt sich im Internet eine Vielzahl ähnlicher Programme mit vergleichbarer Funktion finden. Zu nennen wären da zum Beispiel der „PC Inspector File Recovery“ und der „PC Inspector Smart Recovery“. Während ersteres die Dateien von Festplatten wiederherstellt, können mit zweitem speziell Daten von USB-Sticks und Speichermedien digitaler Kameras gerettet werden. Weitere Software wäre „Pandora Recovery“ und „Restoration“. Alle genannten Programme sind kostenfrei.
Wichtig ist bei der Verwendung der genannten Software, dass sie möglichst nicht auf den Teil der Festplatte (Partition) installiert wird, der durchsucht werden soll. Schließlich benötigen sie ebenfalls Speicherplatz und könnten somit durch Überschreiben die Daten endgültig löschen. Überhaupt sollten auf der entsprechenden Partition keine neuen Dateien gespeichert werden, bis der Wiederherstellungsvorgang abgeschlossen ist.
Damit es erst gar nicht zum Datenverlust kommt, ist es nützlich von allen Dokumenten Sicherheitskopien zu erstellen und regelmäßig abzuspeichern. Eine nicht gesicherte Datei kann auch nicht wiederhergestellt werden. Doch der Ärger ist groß, wenn durch eine Virenattacke oder einen Systemabsturz die ganze Arbeit umsonst war. Um schließlich zu retten, was zu retten ist, können Sie sich „Recuva“ direkt herunterladen. Eine Übersicht über weitere Programme erhalten Sie auf der Internetseite „Protecus“.
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