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Internationales Aktionsbündnis gegen Spam
22.11.2008 (A. Zeuschner)
Kategorie: Computer
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In Wiesbaden fand vom 27. Oktober bis zum 30. Oktober 2008 der sechste Anti-Spam-Kongress statt. Im Zentrum der Diskussionen stand die Frage nach besseren Handlungsmöglichkeiten gegen die stetig wachsende Flut an Internetwerbung. Die Teilnehmer des Kongresses kamen aus 46 Ländern, um gemeinsam an Lösungskonzepten zu arbeiten. Besonders Informationstechnologie-Konzerne wie „Microsoft“ und „Yahoo“ sowie Banken wie die „Western Union“ und die „Afrikanische Entwicklungsbank“ waren in diesem Jahr vertreten. Sie hatten in den letzten zwölf Monaten erheblich darunter zu leiden, dass Internetbetrüger unter ihrem Namen Spam verschickten.
Eine Microsoft-Umfrage unter 5.000 Nutzern weltweit ergab, dass im letzten Jahr etwa jeder 44. Internetnutzer Opfer eines Internetbetrügers wurde. Das Unternehmen „eleven“, das für viele Betriebe E-Mails filtert, gab an, dass aus 198 von 203 Ländern mit eigenem IP-Adressenbereich Spam-Nachrichten verschickt werden. Für einige Unternehmen können teilweise bis zu 98,7 Prozent der eingehenden Nachrichten als Werbemüll identifiziert werden. In 90 Prozent der Staaten weltweit beträgt das Spam-Level etwa 70 Prozent der eingehenden Nachrichten.
Als erstes Ergebnis der Konferenz wurde die Bildung einer Beschwerdestelle für Geschädigte bekanntgegeben. Sie soll Informationen zu Internetbetrügereien sammeln und an die Polizei des jeweiligen Landes weiterleiten. Zudem sollen die Vorgehensweisen der einzelnen Länder bei der Strafverfolgung besser miteinander vernetzt werden. Um noch bessere Ergebnisse zu erzielen, muss in Zukunft stärker grenzüberschreitend zusammengearbeitet werden, da die meisten Internetbetrüger ihre Spamnachrichten oft über verschiedene Länder verschicken, in denen sie nur mit sehr geringer Strafverfolgung rechnen müssen. Laut Angaben des Organisators des Kongresses Sven Karge vom „Verband der Deutschen Internetwirtschaft e.V.“ gehe besonders von Russland, China und Brasilien ein erhebliches Gefährdungspotential aus.
Die Vorgehensweise der Täter wird immer professioneller und gefährlicher. In zunehmendem Maße werden Internetnutzer auch auf Internetseiten gelockt, über die sich ihr Computer mit schädlichen Programmen infiziert. Nur ein hartes und grenzüberschreitendes Durchgreifen kann ein Zeichen gegen internationale Internetkriminalität setzen.
Zum Thema Spam finden Sie bei Life-Go noch weitere Artikel. So können Sie sich zum Beispiel ausführlich über den vierten Anti-Spam-Kongress und über den Umgang Dänemarks mit der Flut an Werbenachrichten informieren. Außerdem wurden bereits Hinweise zum Schutz vor Spam veröffentlicht.
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