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Anzeigen im Aufwind, Internet in der Hintertür


23.11.2008 (N. Grünbauer) Kategorie: Panorama

Bild: www.pixelio.de

Am Morgen Kaffee zu trinken und dabei gemütlich die Zeitung zu lesen, gehört für viele zum Morgenritual. Die Titelseite wird begutachtet, der Politikteil überflogen und einige interessante Schlagzeilen werden gelesen. Ebenso kann das Fernseh- und Kulturprogramm zur Freizeitgestaltung herangezogen werden. Außerdem sind Zeitungen mit jeder Menge Annoncen gefüllt. Wohnungsangebote, Arbeitsanzeigen und viele andere Inserate warten nur darauf, gelesen zu werden.

Im letzten Jahr nahm die Zahl der Stelleninserate kontinuierlich zu. Bei einer Untersuchung des „Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger“ (BDZV) stellte sich heraus, dass bei den Stellenanzeigen ein deutliches Plus von 32 Prozent zu verzeichnen war. Kfz-Anzeigen fielen hingegen um zehn Prozent und auch Reiseannoncen sind um fünf Prozent weniger inseriert worden. Den Lesern bietet sich dennoch ein gut gefüllter Anzeigenteil, der vor allem bei der Arbeitssuche sehr hilfreich sein kann.

Jeder vierte Arbeitnehmer fand 2007 seine Anstellung über ein Inserat. Zu diesem Ergebnis kam eine Erhebung des „Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung“ (IAB). Einem Arbeitssuchenden bietet sich in Deutschland ein breites Angebot. Mehr als 300 regionale und überregionale Tages- und Wochenzeitungen sowie mehr als 400 Fachzeitschriften veröffentlichen regelmäßig einen Annoncenteil mit Stellenanzeigen.

Die Tageszeitungen verzeichnen zwar einen Gewinn im Anzeigenteil, aber die Konkurrenz schläft nicht. Das Internet tritt auch bei den Stellenangeboten immer stärker in Erscheinung. Von Januar bis September 2008 stiegen die Onlinewerbeausgaben um 279 Millionen Euro an. Bei einer Umfrage der „Forschungsgruppe Wahlen Online“ gaben 81 Prozent der befragten Arbeitslosen an, dass sie das Internet für die Arbeitssuche nutzen würden.

Den Aufwind bei den Anzeigen wollen auch andere Medien und Anbieter nutzen. Die Suchmaschine „Google“, die bisher nur im Internet ein Begriff war, will nun auch im Printsektor mitmischen. Mit dem Programm „Print Ads“ ermöglicht „Google“ seinen Inserenten in über 450 US-Zeitungen Annoncen aufzugeben. Die Zusammenarbeit erstreckt sich auch über renommierte Blätter wie die „New York Times“ und die „Washington Post“. Die Suchmaschine „Yahoo“ setzt diese Idee schon länger um und arbeitet bereits mit 400 US-Zeitungen zusammen.

Das Angebot nimmt stetig zu und sowohl die Tageszeitungen als auch Internetanbieter versuchen mit ihren Vorzügen möglichst viele Kunden und Leser zu gewinnen. Bei einer gewissenhaften Suche bleibt es aber ratsam, beide Medien heranzuziehen. Die Chancen erhöhen sich dadurch, das Optimale zu finden. Der ideale Job und die Traumwohnung können also kommen.



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