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Nach einer aktuellen Studie der „Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analyse mbH“ (forsa), die von der „Initiative für Neue Soziale Marktwirtschaft“ in Auftrag gegeben wurde, wünscht sich die Mehrheit der deutschen Lehrer eine leistungsorientierte Besoldung. Insgesamt nahmen 759 Lehrer an der Umfrage teil. Von ihnen gaben 80 Prozent an, dass eine neue Grundlage für die Bezahlung erforderlich sei. Die bisherige Entlohnung nach Dienstjahren wird insgesamt als ineffizient beurteilt.
Eine leistungsorientierte Bezahlung könnte viele Lehrer wieder motivieren sich mehr zu engagieren. Der in den letzten Jahren gestiegene Arbeitsaufwand sorgt zunehmend für unmotivierte und unkreative Pädagogen, die nur noch routiniert ihrer Pflicht nachgehen. Die neue Form der Besoldung bietet die Möglichkeit, jene Lehrer zu belohnen, die sich trotz gestiegener Belastung motiviert und aktiv in den Schulalltag einbringen. Es würde sich dann auszahlen, Zusatzaufgaben zu übernehmen beziehungsweise in sogenannten Problemschulen zu arbeiten. Belege für ein funktionierendes leistungsorientiertes Besoldungssystem liefert Finnland. Hier funktioniert das Modell bereits schon seit längerer Zeit.
Die Bildungsminister begrüßen die Studie. Der „Saarländische Lehrerinnen- und Lehrerverband“ (SLLV) und die „Gewerkschaft Erzieher und Wissenschaft“ (GEW) lehnen eine leistungsorientierte Besoldung jedoch kategorisch ab. Bemängelt wird, dass ein Wettbewerb unter den Lehrern geschürt werden würde, der zu Lasten der Lehre erfolgt. Zudem würde ein großer Druck erzeugt, da zu wenig Leistung mit Gehaltseinbußen verbunden wäre. Dies würde die Motivation und Arbeitsbereitschaft der Lehrer dann wiederum stark senken. Problematisch erweist sich außerdem die fehlende Bemessungsgrundlage für die Lehrerleistung.
Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass die Idee von der leistungsorientierten Besoldung zunächst sehr interessant klingt, aber bei zunehmender Betrachtung eine Vielzahl an Ausgestaltungsfehler deutlich wird. Zwar gibt es Beispiele dafür, dass eine solche Form der Vergütung im Ausland bereits funktioniert, jedoch muss beachtet werden, dass dort andere Rahmenbedingungen vorherrschen. Bis das Konzept für Deutschland funktionstüchtig ausgestaltet ist, wird es wohl noch einige Zeit dauern. Bis dahin würden wir gerne wissen, was Sie über diesen Vorschlag denken.
Wie könnten Sie sich ein solches Modell vorstellen und worauf sollte dabei besonders geachtet werden? Diskutieren Sie mit uns im Life-Go-Forum!
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