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Seit einigen Wochen ist es amtlich. Die Amerikaner haben am 4. November 2008 einen Machtwechsel von den Republikanern zu den Demokraten entschieden. Dem aktuellen Präsidenten der USA George Walker Bush folgt also Barack Hussein Obama in das Weiße Haus. Damit ist die Wahl historisch, denn erstmals in der Geschichte des Landes steht ein „Schwarzer“ an der Spitze. Er konnte sich mit 365 Stimmen gegen den republikanischen Kandidaten John McCain durchsetzen, der nur 173 Stimmen bekam.
Der zukünftige Vizepräsident der USA wird Joseph Robinette „Joe“ Biden sein. Er ist seit 1972 Senator des Bundesstaates Delaware. Zusammen mit Barack Obama wird er am 20. Januar 2009 vereidigt. Das bedeutet dann auch das Ende der achtjährigen Regierungszeit der Republikaner. Neben dem designierten Vizepräsidenten, der seit dem 23. August 2008 feststeht, wurden weitere Politiker für verschiedene Ämter nominiert.
Am Interessantesten war dabei die Frage, ob sich Hillary Clinton, die ehemalige Herausforderin Barack Obamas und Senatorin des Bundesstaates New York, für die ihr angebotene Position als Außenministerin entscheidet. Noch bis in den Sommer 2008 hatte sie ebenfalls für das Präsidentschaftsamt kandidiert. Danach wurde sie als mögliche Vizepräsidentin gehandelt. Seit dem 1. Dezember 2008 steht nun fest, dass sie die neue Außenministerin wird. Wie sie bei der Pressekonferenz am selben Tag sagte, ist sie „stolz darauf, diesem Team beizutreten“, aber es wäre keine leichte Entscheidung gewesen, sich von dem gegenwärtigen Posten im Senat zu trennen.
Auf der Pressekonferenz wurden noch weitere Personalentscheidungen bekannt gegeben. So wird beispielsweise der amtierende, republikanische Verteidigungsminister Robert Gates seinen Posten behalten. Hintergrund sei laut Barack Obama Kontinuität in der Sicherheitspolitik. Weiterhin wird Eric Holder neuer Justizminister und Janet Napolitano Heimatschutzministerin. Die Vertraute Barack Obamas, Susan Rice, soll zukünftig als US-Botschafterin bei den Vereinigten Nationen tätig sein. Schließlich wird James Jones neuer Sicherheitsberater und Bill Richardson, ebenfalls ein ehemaliger Präsidentschaftskandidat, wurde für das Amt als Handelsminister festgelegt.
Wieder einmal ist ein langer und teurer, aber auch spannender Wahlkampf zu Ende gegangen. Während die Einen nun Aufgaben für die nächsten vier Jahr formulieren, suchen die Anderen noch nach den Ursachen für die Niederlage und nach Strategien um neue Anhänger zu gewinnen. Doch muss John McCain zu Gute gehalten werden, dass er die Amerikaner aufforderte, politische Gegensätze zu überwinden und Barack Obama zu unterstützen. Der zukünftige Präsident betonte ebenfalls über die Parteigrenzen hinweg für das Wohl der Nation zusammenarbeiten zu wollen und vielleicht ist ja jetzt, wie er selbst in seiner Siegesrede sagte, „der Wandel nach Amerika gekommen“.
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